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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1884-01-06 · Heft 1 (6.1.1884) · page 1

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
4 (1884)
Issue
Heft 1 (6.1.1884)
Date
1884-01-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Oesterreichisch-ungarische / \ Pränumerations-Preis j für Mitglieder des ö.-u. Cantoien-Vereines ohne Musikbeklage viertelj. . st. 1.— mit Mnsikbeil viertelj. fl. 1.25 für Nichtmitglicder in Qesterr.» Ung. ohne Musikbeil viertel- | jährig . . . . fl. 135! mit Musikbeilviertelj. fl. 1.50 für Abonnenten im Auslande! o. Musikbeil. viertelj fl. 1.50 mit Musikbeilviertelj. fl. 1.75 -V. Organ Ar die Gesammt-IliterrsM jüdischer GllllAreu. Erscheint jeden achten Hag. Begründer: Obercantor Zcrkoö Wcruev. JRtdHettnn >»d Adminiftratio« Wien, II., Novaragaffe 27. 3«frtate werden billigst berechnet. Manuscrip te werden nicht retournirt. Nr. 1 Wien, 6. Jänner 1884. 4. Jahrgang. Äbonnements-Einladun Vom 1. Jänner 1884 ab haben wir auf j Die Oesterreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung ein neues Abonnement mit ermäßigtem Abonnementspreise eröffnet, und zwar: ohne Musikbeilage mit Musikbeilage Für Mitglieder des öfterr.-Ungar. Cantoren-Vereines fl. 1.— viertelj. fl. 1.25 viertelj. ״ Nichtmitglieder in Oesterreich-Ungarn ״ 1.50 ״ ״ 1.25 ״ ״ Abonnenten im Auslande ״ 1.75״ 1.50״ Die Musikbeilage wird nur an jene Herren Abonnenten gesendet, welche dieselbe prännmerirt haben. Zugleich stellen wir das dringende Ersuchen, die Abonnementsbeträge von mm an im Vorhinein regetmäßig an unS gelangen zu lassen, da wir sonst die Zusendung deS Blattes sistiren müßten. Gleichzeitig bitten wir jene Collegen, welche noch mit ihrem Abonnement im Rückstände sind, dasselbe ehestens zu begleichen, da wir jetzt bei Herabsetzung des Abonnementspreises der vielen Rückstände, dringender denn je, bedürfen. Die Administration. Wien, 4. Jänner 1884. Das Chanukasest des Jahres תרמ״ד brachte den jüdischen Cantoren eine ganz absonderliche Beschwerung, und zwar die Auslassungen zweier Fachgenossen über das jüdische Cantorenthum, seine Bestrebungen und seine Fortgestalmng. Die eine bar einen unbekannten Collegen in einer unbekannten kleinen Gemeinde — die andere einen sehr bekannten Amtsbruder in einer rühmlickst bekannten Großgemeinde zum Verfasser. So sehr die beiden Enunciationen, was Form und Ton betrifft, auch von einander abweichen mögen, ebenso sehr stimmen sie, dem Jnhalle nach, vollständig überein — beide qualificiren sich als Angriff auf den jüdischen Cantorenstand. Also das wäre die von uns mit unsäglicher Mühe erkämpfte Errungenschaft des Besitzes eines Fachorganes, dass wir im eigenen Fleische wühlen und unsere Widersacher zu dem Ausspruche berechtigen.:מהדסיך ומחריביך ממך יצאו. Das Attentat des vorerst erwähnten, liebenswürdigen Collegen ist nach jeder Richtung so absurd, dass wir uns nicht länger hiebei auszuhalten vermögen. Ganz anders jedoch verhält es sich mit der Philippica des Letzteren. Da sind die ״au f E r f a h r u n g beruhend e n" Phrasen mir ziemlich viel s o p b i st i s ch e m Paprika so sonderbar versetzt, dass dieselben sehr leicht für etwas Concretes angesehen werden und demgemäß auch das Unheil trüben könnten. Diesen traurigen Vorkommnissen gegenüber, kann und darf der Besserdenkende und etwas Besseres gewöhnte jüdische Cantor nicht stillschweigend gegenüberstehen.. Zusörderst proteftiren wir feierlichst gegen die Docenten- Manier, die in den erwähnten Kundgebungen angewendet erscheint, weil ein solcher Ton in guter Gesellschaft beleidigend wirkt; die einzelne Person muss stets die Gemeinschaft würdigen und ihr achtungsvoll begegnen, daß sehr beliebte ״Ich" tritt entschieden dem ״Wir" gegenüber in den Hintergrund. Und dann geben wir zu bedenken, dass es auch mündige jüdische Cantoren

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