Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 3 (1883)
- Issue
- Heft 38 (11.11.1883)
- Date
- 1883-11-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Oesterreichisch-ungarische für Wien und Umgebung und Provinz: Ganzjährig . . fl. 6.— Halbjährig . . fl. 3.— Vierteljährig . fl. 1.50 -\S\J — Für das Ausland: Ganzjährig . . fl. 7.— Halbjährig . . fl. 3.50 Vierteljährig . fl. 1.75 ^Jnet. ZastkUung in’8 Hau». Organ kür die Gesammt-IÄMsZeu jüdischer Gllninreu. Erscheint jeden achten Hag. Begründer: Obercantor Icrkob Wcrrrev. r unv Administration Lropol-sta-t. Circusgasse Nr. 20. Inserate werden billigst berechnet. V, Manuskripte werden nicht retournirt. Nr. 38. Mir», 11. November 1883. 3. Jahrgang. An unsere geehrten Herren Abonnenten! Wir beehren uns hiemit den geehrten Herren Abonnenten, Lesern und Freunden unseres Blattes die Mittheilung zu machen, daß vom 12. dieses Monates an die Redaction und Administration der ״Oesterreichisch-ungarischen Cantoren-Zeitung" sich Wien, II., Novarag-asse Nr. 27 befinden wird, und ersuchen wir daher, von diesem Tage an alle Zuschriften und Geldsendungen dorthin zu richten. Die Redaktion der ״Oesterr.-ungar. Cantoren-Zeitung". : beichäsiigen. Zn der That gingen sie ihrem Gesalbten mit einer j feierlichen Musik entgegen, und holten ihn damit in die Stadt , ein. Als einige Jahre hernach die Hebräer über die Philister triumphirten (2881), so kamen alle Frauenzimmer aus den Städten Israels und machten den siegreichen Rückzug Sauls und Davids von den Feinden, unter anderen Feierlichkeiten, mit vermischter Sing- und Spielmusik prächtig, da sie sich in Chöre stellten, und gegen einander sangen: Saul hat tausend geschlagen, David aber zehntausend. Man sieht aus diesen Begebenheiten, was für Reize die Tonkunst für das weibliche Geschlecht bei dieser Nation gehabt haben müsse. Wenn solche aber jemals bei derselben zu dem höchsten Glanze gekommen, so ist dies ohne Zweifel zu den Zeiten der Regierung Davids und Salomons geschehen. David, der im Jahre 2890 zum Könige ausgerusen ward, hatte schon als Feldherr unter der vorhergehenden Regierung Merkmale genug von seinem besonderen Hange zur Musik und zugleich untrügliche Proben von seiner Geschicklichkeit darin gegeben, wenn er hem schwermüthigen Könige Gesellschaft leistete, und durch die sanft entzückenden Töne seiner Harfe die Ruhe in Dir Wege drr Musik bei den alten Hebräern Die Inden haben cs vermuthlich nicht unterlassen, nach dem Exempel ihrer Nachbarn, schon in den allerfrühesten Zeiten Tüchtiges in der Musikj hervorzubringen, wenn wir solches gleich nicht eher als zu den Zeiten Davids finden. So viel ist gewiß, daß alle ihre Feierlichkeiten mit Singen und Spielen begleitet wurden, und die Tochter des Richters und Feldberrn Zephta, welche von einigen jüdischen Geschichtsschreibern Seila genannt wird, gibt uns im Zähre 2779 ein Beispiel davon, als sie in Gesellschaft von anderen musicirenden Frauenzimmern, ihrem von dem Feldzuge wider die Ammoniter siegreich zurückkehrenden Vater mit Musik entgegenzog. Sie hatte es nicht vorhergesehen, daß ihr Vater ein unbedacht sames Gelübde thun, und sie das Opfer davon werden würde. Eine andere, obwohl beinahe hundert Jahre spätere Begebenheit, nämlich als Saul von Samuel war zum Könige gesalbt worden (2875), gab dem jüdischen Volke Gelegenheit, ihre Propheten und Tonkünstler zu