Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 3 (1883)
- Issue
- Heft 22 (28.6.1883)
- Date
- 1883-06-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Oesterreichischungarische r, Pfüiumuratillils-Preis für Wien und Umgebung und Provinz: Ganzjährig . . fl. 6.— Halbjährig . . fl. 3.— Vierteljährig . fl. 1.50 -V.TVJ — Für das. Ausland: Ganzjährig. . fl. 7.— Halbjährig . . fl. 3.50 Vierteljährig . fl. 1.75 jncl. Zustellung in's Haus. J Organ für die fenmmt ־Jntmwn jüdiZiher Cantaten. Erscheint jeden achten Hag. Begründer: Obercantor DcrAob Wcrrrev. (f^ Kctlncfian Administration Lcopoldstadt, Circusgasse Nr. 20. Inserate werden billigst berechnet. Manuscripte werden nicht retournirt. J Nr. 22. Wien, 28. Juni 1883. 3. Jahrgang. A b 0nnements-Einladung Die Oestmeichisch-ungansche Cantvrm-Zeitung schließt mit dieser Nummer das II. Quartal und, er.s11chLU.>.^wIr. - baher-.-u-nsexe^-Aeeh.rten-Herven^Lrfer." FrelMbe' "Md . Gönner das Abonnement auf das III. Quartal baldigst erneueru zu. wollen, damit die regelmäßige Zusendung des Blattes keine. Unterbrechung erleide. Bon dem freudigen Bewußtsein durchdrungen, daß unser bisheriges Wirken in dem Kreise unserer Coltegen die vollste Anerkennung gefunden hat, geben wir hiemit die heiligste Versicherung, auch in Zukunft unserem Pnneipe treu zu bleiben und, als ausschließliches Organ aller Cautoreu des In- und Auslandes, die Interessen unseres Standes nach jeder Richtung hin zu vertreten. Zugleich sehen wir uns veranlaßt,, urn die schleunigste Einsendung der Rückstände dringendst und nachdrücklichst zu bitten, da wir bisher zur Erreichung unseres Zieles schon atlzugroße materielle Opfer bringen mußten und weiters solche 311 bringen nicht mehr tut Stande wären. Die Nedaction. Chal 011 us von Hvercantor Z. Singer in Wien. in. Ch er — Or g c 1. Vom Zeitgeiste fmifnid; großgezogene Blütben, deren 'Wurzeln derciis dabinwclktei!, wenngleich die Kronen noch tu zn ciselhaster Fa:bc::s:ische prangen. — Vergebens forschen wir nach einem Auknnpsiingkpnnkie für die EinsiibrnngsberechIignng des Ehorals in die Synagoge. Eihymologie .und Geschichfe des Wortes denlrn aut eine fremde Heimat hin. Melodie und Beweglichkeit der Tonphrase sind im Verbältnisse zur Leichtigkeit dcs jüdischen Gedankenvermögens entschiedene Gegner der Vereinigung von Wort und Ton. Rhythmus und Noteinvenh stehen, im auffallendsten. Gegensätze zur Prosodie der hebräischen -Sprache und dennoch fand der Cberat seinerzeit Eingang in die Hallen der modernen Indischen Gotteshäuser; dennoch gab eö Fachmänner von anerkennenswerther Bedeulnng, die ihr Bestes opferten, nm den Versuch zu wagen, das für nnS Inden ,kalte Heiligtbum' unserem Gottesdienste einznr,erleiben. Deshalb ist die Klarlegung dieses Gegenstandes eine allerdings interessante, aber zugleich ernste nud schwierige Arbeit für den oornrtbeilS-- tosen Fachmann. Hören wir zuvörderst, was Raimund Schlecht, einer der hervorragendsten Ki:chet1gefangssor!cher in feinem Werke ,Geich ich te der Kirchenmusik', Regensbiirg (Ätired Eopvenraih 187 נ > bezüglich des Eborales äußerte: .Wenn aber auch unleugbar der christliche Kirchengeiang in hebräischer und griechischer Tradition wurzelt, so ist der Eh 0 rat doch aus christlichem Bodeit n n d 11 nt e r d e r S 0 n n e ch r i ft l i ch e r W a h r b e i t g a n z a n d e r s g e a r t e t, und v e r h ä l t s i ch z n r g r i e ch i s ch e u Ai n fit e111יa w ie die Erhabenheit de r cb r i st l ich e 11 Wahrheit zu m j i 11 u l i ch.e 11 E11 t t Heid n i i ch er Idol atrie (Götzendienst)'. Gewiß der ans christlich-gottesdienstlicher Ncothwendigkeit hervorgegangene Ehoral iit auch unanfechtbar der-bedeutendste musikalische Träger christlich-gottesdienstlicher