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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1883-06-12 · Heft 20 (12.6.1883) · p. Seite 7

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
3 (1883)
Issue
Heft 20 (12.6.1883)
Date
1883-06-12
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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!buchlein למודי תורד von College Wiesen ist nun auch das langersehnte fünfte Heft, welches die letzten 14' Kapitel des I. B. M. umfaßt, erschienen. Es ist wohl überflüssig, über den großen Werth und Nutzen dieser prächtigen Bücher noch etwas zu sagen; es sei hier nur erwähnt, daß. Herr Wiesen keine Mühe und Kosten gescheut, um namentlich dieses 5. Heft, welches in den Kapiteln 48 und 49 so complicirte Stellen und Ausdrücke enthält, auf's Sorgfältigste zu be- -arbeiten. Als eine willkommene Zugabe haben wir im 5. Hefte den -deutschen Commeutar mit Freuden begrüßt. Wir wünschen nur von ganzem Herzen, daß Herr Wiesen uns auf die Fortsetzungen dieser .heiligen Arbeiten nicht mehr so large warten lassen möchte! Es ist jedenfalls sehr interessant, ein competentes Urtheil von namhaften Fachmännern über die unsterblichen Tonschöpfungen ihrer .nicht minder hervorragenden' Rivalen zu vernehmen. So schreibt beispielsweise der rühmlichst bekannte und viel genannte Tondichter, -Herr C Grünzweig, Mrad, in einem Briefe vom 27. Qctobec v. I. an mich über den .Dorbeter" von Baer: ,Dieses Werk macht mir große Freude und sollte es kein Cantor — besonders aber ein angehender — unterlassen, dieses ,chasonisclie Tonkünstler-Lexicon sich anzuschaffen'. . ... Zn einer Zuschrift an mich vom 22. v. M. äußert sich Herr Obereantor Baer^wiederum folgendermaßen: .Unser gemeinsamer Freund Grünzweig ist ein gediegener Musiker, seine -Compositionen sind durchweg vortrefflich*. A. Zadek. C'in Wink für auswondernngslustige Cultusbenmle Die IN Amerika erscheinende jüdische Wochenschrift ״Deborah'^ bringt folgende Notiz: ״Briefe, mit oder ohne Zeugnisse, von ׳Cantoren, Lehrern und anderen Cultusbeamten aus Deutschland und -Oesterreich, die nach Amerika kommen möchten, erreichen uns in so bedeutender Anzahl, daß wir auf das Vergnügen, dieselben zu be- -antworten, verzichten müssen. Wenn wir nun in jüdischen Zeitungen von einem zunehmenden Mangel an jüdischen Lehrern in Deutschland lesen, drängt sich uns die Ueberzeugung auf, daß die Auswanderungs- .׳lustigen nicht zu den gesuchten Lehrkräften gehören. Uebrigens ist -hier für Cantoren, außerhalb den großen Tempeln, sehr wenig und für jüdische Lehrer gac keine Aussicht, weil es außer den Neligionsschulen in Amerika keine jüdischen gibt. Cultusbeamten, die etwas ckehren, etwas predigen, etwas vorbeten, und nebstbei schlachten und beschneiden können, sind in bedeutender Anzahl hier, so daß für jede ausgeschrieben Stelle hinreichende Candidaten sich melden. Gebildete Fachmänner finden in Europa Unterkunft und halbgebildete sollten ein Handwerk lernen. Wir haben für Letztere gar keine Verwendung. Zn den öffentlichen Schulen unserer Städte finden deutsche Lehrer Anstellungen, wenn sie der deutschen Sprache vollständig sind, und in Grammatik, Literaturgeschichte, Geographie und Weltgeschichte, Mathematik bis CalculuS, Grundriß der Chemie, Physik und Physio .logie und Lehrmethde Prüfung bestehen können. Der ungar. Cultusbeamtenverein. Wie uns aus Budapest berichtet wird, hat daselbst Dienstag den 29 Mai .unter Vorsitz des Herrn Prof. M. Friedniann die constituirende Versammlung und die Wahl der Bezirksvorstände des Ungar. -Cultusbeamtenvercines stattgefundsn. Zn der Versammlung waren an 50 Cultnsbeamte anwesend. Przemysl. Herr Baruch Schon׳, Cantor in Lemberg, hat .am vorvergangenen Samstage in der hiesigen ,'großen Synagoge mit großem Erfolge gesungen. Einige Tage nachher producirte er sich im großen Concertsaale vor einem zahlreichen distinguirten ׳Publicum und erntete auch hier großen Beifall. Vereinsnachrichtkn. Der hoch wohlgeborene Herr Baron INa^ Springer hat dem öfterr.-Ungar. Cantor envereine eine Staatsrenten-Obligation im Betrage von fünfhundert Gulden o. W. gewidmet. Wir sind daher in der angenehmen Lage bisher folgende Spende za verzeichnen: Baron M. Königswarter. 1000 fl. Rente , . A. Rothschild. 1500 ״ baar Gebr. Ritter v. Guttmann. 500 ״ baar Baron M. Springer . 500 ״ Rente Dr. Sage!, Kojetein . 5 ״ Anonymus. 2 ״ Durch Herren Cantor S. in K. . . . Spende im dortigen Tempel .... 3b kr. Summa . 2007 fl. 36 kr. und . 1500 ״ Rente. * * * Die geehrten Herrn Vereinsmitglieder werden ersucht, die an sie gesandten Fragebögen, in allen Rubriken wahrheitsgetreu ausgefüllt, au den Vereinspräses, Herrn Ober׳Cantor Josef Singer. Stadt, Seitenstättengasse 4, zurückzusenden. Auf mehrfache Anfragen theiien wir zugleich mit, daß eine eventuelle Krankheit für Diejenigen, welche bisher dem Vereine angehörten, kein Hindcrniß für den weiteren Verbleib in demselben bilde und daß daher auch der dießbezügliche Attest des Arztes Ln keinem Fragebogen fehlen solle. Bei der Aufnahme neuer Mitglieder wird jedoch der Gesundheitszustand in Berücksichtigung gezogen werden müssen. Denjenigen Vereinsmitgliedecn, welche ihren Beitrag für das erste Zahr, d. i. bis 1. Juli 1883 beglichen haben, wird eine Mitgliedskarte zugesandt. Der Vorstand des österr.-unzar. Cantorenvereines. Die Veröffentlichung der in der letzen Woche an den Vereinscassier eingesandten Vereinsbeiträge erfolgt wegen Raum- Mangel erst in der nächsten Nummer. Die Redaction. Aviso. Wir ersuchen jene geehrten Herren Abonnenten, welche mit ihrem Abonnementsbetrage im Rückstände sind, sich baldigst der der heutigen Nummer beigelegten Postanweisungsblanqnette zur Mnfendung ihrer Rückstände zu bedienen. Die Administration. Correspondenz der Redaction. Jas. in K. Bon bet Veröffentlichung Ihres eingesandten Berichtes haben wir Umgang genommen, da er zu wenig bietet, was besonderes Jntereffe erregen könnte, woran jedoch keinesfalls Sie als Einsender Scbnld tragen. Wir danken Ihnen jedesfalls für Ihre Bemühung uns hoffen baldigst etwas von Ihnen zn hören. Gruß. N. in L- Ist irrthümlich geschehen. Wenn der Betrag auch gering, fo ist jedenfalls das Bestreben ein löbliches zn nennen, hundert Kreuzer geben auch einen Gulden. Besondere Berichtigung erscheint unnötbig. Gruß. W. in T. College R. wohnt in Wien VI., Brauergaffe 5. Gruß. L. in K- College K. wohut II-, Lilienbrunnzaffe 12. Gruß. F. in Br. Das Blatt wird immer an die unS angegebene Adresse pünktlich expedirt. K. in Sz. Sie sind für zwei-Quartale 1833 km Rückstände. Gruß. S. rn T. Wollen Sie Bewußtes einsenden. Wir sprechen Ihnen gleichzeitig unseren verbindlichsten Dank dafür aus, daß sie uns durch Ihren Einfluß drei Privatabonnenten in Ihrer werthen Gemeinde bewirkt haben. Diese Bestrebungen verdienen die vollste Anerkennung und allgemeine Nachahmung von Seite der übrigen Herrn College!:. Gruß. Sr. in Sz.'Sie haben bis Ende d.M. Ihr Abonnement beglichen. Gruß.

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