Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 3 (1883)
- Issue
- Heft 11 (26.3.1883)
- Date
- 1883-03-26
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Oesterreichisch-ungarische für Wien und Umgebung und Provinz: Ganzjährig . . fl. 6.— Halbjährig . . fl. 3 — ,Vierteljährig . fl. 1.5V —\j\>— Für das Ausland: Ganzjährig, . fl.?.— Halbjährig . . fl. 3.5V Vierteljährig . fl. 1.75 iacl. Zustellung iu'i Ha»,. J Organ kür die GrZammt-Meressm jüdischer Gllutvrev. Erscheint jeden achten Hag. Begründer: Obercantor §a&0£ Mcruev. ^ctlaciian und Administration Lro-ol-stadt, Gircusgasse Nr. 2V. Inserate werden billigst berechnet. Manuskripte werden nicht retournirt. Itr. 11; Wien, 26. Mär? 1883. 3. Jahrgang. Mit 1. April 1883 beginnt das II. Quartal dieses Jahrganges und laden wir unsere geehrten Herren Abonnenten zur Erneuerung des Abonnements ergebenst ein. Gleichzeitig können wir es uns nicht versagen, einige ernste und beherzigenswerthe Worte an unsere Collegen zu richten und erwarten, daß dieselben nicht nutzlos verschwendet werden. Die Oesterreichisch-ungarische Cautoren-ZeiLung istfftets bemüht gewesen, den Wünschen ihrer Leser gerecht zu werden und hat zu diesem Zwecke niemals ein Opfer gescheut. Wir haben uns entschlossen, trotz der bedeutenden und fast unerschwinglichen Mehrkosten eine Musikberlage gratis zu liefern, weil wir damit einem dringenden Bedürfnisse abhelfen wollten. Wir haben all' unsere Kraft zur Förderung unseres Vereines eingesetzt und das Verdienst, denselben einer hoffnungsvollen Blüthe entgegengeführt zu haben, gehört nebst anderen hochgeachteten Collegen doch auch nicht zum geringsten Theile der Oesterr.-ung. Cantoren-Zeitung. Mit Freuden wollen wir auch fernerhin zum Wohle unserer Collegen wirken, doch verlangen wir von diesen die eifrigste und kräftigste geistige und materielle Unterstützung. Und gerade diese letztere können wir unseren Collegen nicht genug an's Herz binden, denn die Nachlässigkeit, mit welcher die Abonnementsbeträge eingesandt werden, grenzt an das Unglaubliche und läßt uns für die Zukunft die ernstesten Befürchtungen hegen. Darum, Collegen, eilet herbei, haltet fest und treu an Eurer Standesfahne der Oester?.- ung. Cantoren-Zeitung und bedenket, von welch' großer Wichtigkeit es ist, ein Organ zu erhalten, das einzig und allein nur für die Interessen unseres Standes jederzeit einzustehen bereit ist. Die Redaction. Ein böser Streich von ** Purim, das Loosfest, der Herold des Frühlings, ist da, und Jeder heißt es freudig willkommen. Der Glückliche freut sich unbehindert desselben und drückt einen Anderen mancher Kummer, nun — so maskiert er ihn. Denn Purim ist ja auch das Fest der Masken. Wir Cantoren aber haben volle Ursache das Loosfest ' in aufrichtiger, unmaskierter Freude zu begehen. Denn unser L.0.0-s-- -hat—sich durch das Bemühen des Vorstandes unseres Vereines thatsächlich gebessert. Unser Verein hat eine feste Grundlage erhalten, der Grundstock zu einem Fonde für die Versorgung unseres Alters und unserer Witwen und Waisen ist nun gelegt, Niemand, auch nicht der Geringste unseres Standes darf sich jetzt als alleinstehend, als verlassen betrachten, weil er vom Bewußtsein erfüllt sein kann, daß sein Glück die freudige Theilnahme, sein Unglück die Hilfe und Unterstützung feiner Collegen wachrufen wird. Diesem angenehmen Traume mich hingebend erwartete ich das Purimfest. Doch horch! Es klopfte an der Thüre; der Postbote war's, der mich weckte. Und ach, so angenehm der Traum, so unangenehm war das Erwachen; denn der Postbote hatte ״den Lehrerboten", eine Zeitung aus Böhmen, gebracht, deren Lectüre mir die ganze Festesfreude verdarb. In einem darin enthaltenen Artikel, betitelt ein ״Schwabenstreich", versucht der anonyme Autor desselben — angeblich ein alter Cantor — die durch die erste Musikbeilage der ״Oesterr.- ungar. Cantoren - Zeitung" und der sich daran knüpfenden Besprechungen derselben zwischen zweien Collegen eingetretenen Differenzen noch schärfer zuzuspitzen und legt zum Schluffe den Cantoren in Böhmen die Frage vor, ob dieses Kronland mit circa 300 Cultusgemeinden nicht Boden genug für einen eigenen Cantorenverein besitze. Eine solche Enunciation aus dem Munde eines alten Cantors ist mir wahrhaft sonderbar und unerklärlich erschienen, IMF Hiezu eine Musik-Beilage. V