Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 3 (1883)
- Issue
- Heft 6 (14.2.1883)
- Date
- 1883-02-14
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Oesterreichisch-ungarische Ü für Wien und Umgebung! und Provinz: Ganzjährig . . fl. 6.— Halbjährig . . fl. 3 — Vierteljährig . fl. 1.50 Für das Ausland: Ganzjährig . . fl. 7.~ Halbjährig . . fl. 3.50 Vierteljährig . fl. 1.75 Lusttllong Ja’* H*U». Organ kür die OeZammi -JuteresZeu füdislher (LMorev. Erscheint jeden achten Hag. Begründer: Obercantor Icrkoö Warrev. ®tdacllan und Administration LcopolLstadt, Tircusgasse Nr. 20 Inserate . werden billigst berechnet. Manuskripte werden nicht retourmrt. ) Ar. 6. Wien, 14. Februar 1883. 3. Jahrgang. Wien, 14. Februar 1883. Je näher wir zur Constituirung des Cantorenvereines kommen, desto mehr wird in uns das freudige Bewußtsein gestärkt, daß unsere Bestrebungen keine vergeblichen waren, daß unser Wirken nicht ohne bedeutenden Erfolg sein kann, daß für den Cantorenverein auch wirklich eine feste Basis geschaffen , ^Zst^ Mrch - welche - allein >eine?>gedeihliche-FortentwickeLunü-er-: möglicht ist! \ An dieser Fortentwickelung müssen drei Factoren mit׳ Lust und Liebe, mit Energie ׳und Zielbewußtsein -und mit vereinten Kräften arbeiten, dann _ ist das Gelingen unseres Werkes außer Frage gestellt. - ׳ . Der׳ eine Factor ist die ״Oesterr,-ungarische Cantoren-Zeitung". Da bedarf es wohl nicht vieler Worte. Unser bisheriges Wirken wird einem Jeden die Ueberzeugung verschaffen.'müssen, daß wir niemals das Wohl unseres Standes außer Acht lassen, daß wir zur Hebung desselben kein Mittel unversucht lassen werden. Der zweite Factor ist der zu wählende Vorstand. Wie viel von her Wahl, der.richtigen Männer abhängt, , haben wir bereits in .einer der. früheren Nummern unseres Blattes nachgewiesen und wir hoffen, daß unsere Kollegen und Vereins- Mitglieder die Worte, .hie wir damals gesprochen, beherzigen werden, . Der vri tt e Factor endlich sind die einzelnen,Vereins- Mitglieder. Es ist die Pflicht eines Jeden derselben mit aller Kraft .für das. Gedeihen unseres so hochwichtigen Vereines einzutreten; eine heilige Pflicht gegen sich selbst, gegen seine, Familie , und gegen. seinen ganzen Stand. Und es möge Niemand glauben, daß er dieser Pflicht schon nachgekommen ist, indem er seinen Vereinsbeitrag entrichtet. hat, : auch: in seiner Gemeinde muß. er dahin wirken und seinen ganzen Einfluß aufbieten, daß .dieselbe dem Vereine als unterstützendes^ Mitglied beitrete.. Auf diese Weise wird einem Jeden die Möglichkeit ge-, boten, für den Verein zu wirken und wo der Wille hiezu nicht fehlt, wird der Erfolg auch nicht ausbleibcn. Ein erfreulicher Beweis dafür wurde von unserem Collegen M- Kraus in Planian geliefert. Vor einigen Tagen erhielten wir von demselben folgende Zuschrift: Planian, 8. Februar-1883. Hochgeehrter Herr. Red acte ur! . .Mit Gegenwärtigem beehre ich mich, Ew. Wohlgeboren davon Mittheilung zu machen, daß die hiesige Cultusgemeinde über Antrag des Herrn Vorstehers (Jakob Men dl) einstimmig beschlossen hat, dem österr.-Ungar. Cantorenvereine als unterstützendes Mitglied mit einem Jahresbeiträge von zehn Gulderr beizutreten und daß ich diesen Betrag soeben an den Herrn Vereinscassier A. Fischer.abgesendet habe. Mit dem Wunsche, das Beispiel der hiesigen Gemeinde möge bald Nachahmung finden, zeichnet hochachtungvoll Ew. Wolgeboren ergebenster r, Moriz Kraus, i . Cautor und Nechnung-führer der Cultusgemeinde in Planian. Der löblichen Cultusgemeinde von Planian, die sich als Erste dem österreichisch-ungar. Cantorenvereine als unterstützendes Mitglied angeschlossen hat, statten wir hiemit unseren herzlichsten Dank ab und geben uns der sicheren Erwartung' hin, daß dieselbe nicht lange vereinzelt dastehen werde. Dem geehrten Bereinsmitgliedern. aber können wir es. nicht genug an's Herz. , legen, sich an dem Wirken: unseres :Collegen in Planian ein nachahmungswürdiges Beispiel zu nehmen und es wird gewiß ihnen allen - gelingen ihre Gemeinden zur Unterstützung des. Vereines heranzuziehen. Die löblichen Gemeinden werden um so gewisser hier ihren Wohlthätigkeitssinn bekunden, als ihnen doch dadurch die Möglichkeit geboten wird, mit geringen Mitteln für die Zukunft ihrer Beamten Vorsorge zu treffen.