Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 3 (1883)
- Issue
- Heft 3 (21.1.1883)
- Date
- 1883-01-21
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Prachtalbum mit den Photographien der Vereinsmitglieder zu überreichen. Das Benehmen unserer Bereinsmitglieder ist in der That über jedes Lob erhaben. Ich habe vor einigen Wochen die Betheiligung am Jubiläum angeregt und blos nebenbei angefragt, ob wir nebst der Adresse auch ein Ehrengeschenk Ankäufen sollen, was natürlich Geld kosten würde. Daraufhin sind wir die geehrten Herren Mitglieder in Verehrung für ihren verdienstvollen Präses mit Eifer und Hingebung entgegengekommen. Sie schickten mir die Vollmacht zur Unterschrift, ihre Photographien und so viel an Geldbeiträgen, daß ich, obwohl das Geschenk bei 300 Mark kostete, noch einen Ueberschuß dem Vereinssonde übergebe. Auch einzelne Gratulanten wären in Menge zu erwähnen, von denen wir jedoch nur einige hervorheben, u. z.: Die Professoren des Landesrabbinerseminars, Reichsrathsabgeordneter Moritz Wahr man n (Spender eines großen Pokals), Bahndirector Moritz Jellinek u. a. Im Verlaufe der zwei Tage, Freitag und Samstag, sind von allen Weltgegenden einige hundert Gratulationen eingelaufen, unter andern auch vom Papa Sulz er, Prediger Dr. Jellinek aus Wien, Meister Lewandowski (Berlin), A. Bl au stein (Brom- -berg), Hei mann (Amsterdam), Baer (Gothenburg). Berggrün (Hannover), Deutsch (Breslau), Rubin (Prag), Popper (Frankfurt) und viele andere, die wir nächstens veröffentlichen werden, da es heute unmöglich ist, auch nur ein Verzeichniß der vielen Namen aufzunehmen. Ein sehr passendes und sinniges Geschenk, welches allgemein bewundert wurde, sendeten die Herren Collegen des Wiener Stadttempels Obercantor Singer, Cantor Fischer und Cantor Schiller, u. z. einen feinen prachtvollen מלית auf dessen Borten in großen Goldbuchstaben gestickt, der Vers: שלום לך ושלים לעזי־ך כי.יזזרךאלתיך zu lesen ist. Auch ein meisterhaftes, auf den Talis bezughabendes Gedicht vom Obercantor Singer erregte Aufsehen. Die Redaction der ״österr.-ungar. Cantorenzeitung" widmete dem Jubilar ein Prachtexemplar der letzten Nummer ihres Blattes in einer geschmackvoll ausgeführten Enveloppe. Demselben war ein Gratulationsschreiben des Begründers Obercantor I. Bauer beigelegt. Gewiß eine schöne Aufmerksamfeit! Der Jubilar, ungemein bewegt, sprach oft schluchzend, wußte aber dock für jede Deputation irgend eine passende Antwort. Das für Samstag Abend bestimmte Bankett mußte leider wegen Unwohlsems des Jnbilars unterbleiben. Ich schließe mit den Worten eines hiesigen ungarischen Blattes, welches dem innigsten Wunsche der Collegen aller Welt Ausdruck verleiht, in den Worten: Möge es uns gelingen, auch das goldene Jubiläum Fried man ns in gleich würdiger Weise feiern zu können. Budapest, am 15. Jänner 1883. Jacob Suschny, Cantor. Wien. Dem Herrn Bezirksrabbiner in Floridsdorf, Dr. Bloch, welcher bereits in mehreren ausgezeichneten Aufsätzen die falschen.Behauptungen Dr. Rohliug's über den Taldmud so trefflich widerlgte, wurde, wie wir aus sicherer Quelle erfahren, von einer bedeutenden Gemeinde Ungarns die Rabbiner- und Predigerstelle ohne Probevortrag angetragen. Ob Dr. Bloch diesem höchst ehrenvollen Rufe folgen wird, ist noch nicht bestimmt. ׳•■..;־ Wien. Donnerstag den 11. Jänner 7 Uhr Abends hielt unser bewährter Mitarbeiter, Herr Dr. S. Nascher, Professor am Thilo'schen Institute in Wien, im großen Saale des genannten Institutes einen Vortrag über ״den Einfluß der Kunst auf die Erziehung". Die geistreichen Ideen, der klare Gedankengang dieses Vortrages riefen bei dem zahlreich anwesenden, distinguirten Publikum allgemeine Bewunderung hervor. Wie wir vernehmen, wird Herr Dr. S. Nascher nächstens im Saale des niederöfterr. Gewerbevereines eine Vorlesung mit dem Thema: ״Ein österreichisches Dreigestirn in der deutschen Literatur" halten. Stellerrvcrärrdcrttirg. College Gütig, bisher Cantor in Beneschau, tritt mit 1. Februar 1883 seinen neuen Posten in Kladno an. (Unseren herzlichsten Glückwunsch. Die Red.) Vereins nnd Grün-urrgs-citräge. I. L. Schlesinger, Essegg, ^jähr. Beitrag; I. Blau. Essegg, Vuähr. Beitr.; M. Rosenfeld, Pisek, h^jähr. Beitr.; Schäfer, Mißlitz, Gründungs - Beitr.: Wodak Göding, ^jähr. Beitr.; Singer, Neubitschow, .Vzjähr.Beitr.; D. L. Rotier, Wien, V^jühr. Beitr.; I. Bauer, Lobositz, Gründungs- und ^/ijähr. Beitr.; Lndw. F r i e d l ä n d e r, Szilos-Bülhüs, V4!ähr. Beitr.; T h a l e r, Oedenburg. Gründungs-Beitr.; Neuman, St. Pölten, Gründungs-Beitr. und r/2jühr. Beitr.; Tettsch, Klosterneuburg, ^jähr. Beitr.; Beinkeles, Frauenberg, ^jähr.Beitr.; Baßl, Wien, Gründungs- Beitr.; Schwarz, Drosau, V:!ähr, Beitr. Gingefendel. Aus Anlaß meines am 13. d. M. stattgehabten 85jährigen Jubiläums sind mir aus Nah und Fern so viele Gratulationen in Form von Adressen, Briefen und Telegrammen zugegangen, daß es mir rein unmöglich ist, dieselben einzeln beantworten zu können. Ich erlaube mir daher, meinen innigsten, ergebensten Dank für aiV die Theitnahme und Aufmerksamkeit, die mir in so freundlicher Weise gewidmet wurde, einstweilen auf diesem Wege abzustatten. Budapest, 15. Jänner 1883. Obercantor Prof. Friedman n. Corrcspon-eirz -er Redaction. St. in - M. und H. in ft. Bestätigen dankend den eingesandten Betrag und haben Ihnen denselben für Vas letzte Quartal 1882 gutgeschrieben. N. i n L. D. Löwy's Buchhandlung, Wien, II., Praterstraße 15. L. W. in S. Ihr Ansuchen haben wir erfüllt und den Fehler richtig gestellt. Termin wird bei dcr cvnstituirenden Versammlung am 12. Februar l883 festgestellt. Vl. K. i n H. Werden unser Möglichstes thun. M. G. in P. Ihre Mittheilung werden wir dem BereinsvorstauVe übergeben, derselbe wird gewiß über disstn Fall genauere Erkundigungen einholem H. S. in .K. Ihrem Wunsche wollen wir g^rne Nachkommen, doch müssen das Eingesandte einer gänzlichen Umarbeitung nnttrziehe!׳. L. in G. Für Ihre Arbeit herzlichen Dank, werden dieselbe nächstens verwerthen. N. in B. Das Verlangte bereits abgesandt. H. in F. Einem diesbezüglichen Artikel sehen wir mit Vergnügen entgegen. Sp. in L. Das Bewußte veröffentlichen wir in der nächsten Nummer mit anderem Aehnlichen. G. U. i n G. Wohr auf einmal die Unruhe'? Die Redaction.