Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 2 (1882)
- Issue
- Heft 36 (17.10.1882)
- Date
- 1882-10-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Qesterreichisch-ungarische für Wien und Umgebung Md Provinz: Ganzjährig . . fl. 6.—. Halbjährig . . fl. 3.— Vierteljährig . -fl. .1.50 i T:־■.:T־yv~ - Für das Ausland: Ganzjährig. . fl. 7.— Halbjährig. . . fl. 3.50 Vierteljährig fl. 1.75 Organ ■ f die GesüMlllt-InteresZkll siidischer Mlltllreu. Erscheint jeden achten Tag. Beg r und er: Obercantor Jakob Mauev. ^ctlacfton und Administration Lropoldstadt. Tircusgasse Nr. 20. Inserate werden billigfl berechnet. Manuscripte werden nicht retournirt. Ar. 36. Wien, 17. Orlober 1888. 8. Jahrgang. Wouilementseinladimg .Mir,• 1. )Oktober begann das IV. Quartal dieses Jahrganges und eröffnen wir demnach anch ein neues Abonnement auf die ״Hestew.-irrrgcrv. GcrrrLorrerr-IerLrrrrg". - Der Abonnementspreis beträgt: Für das Ausland: . Für Wien, Umgebung und Provinz: Ganzjährig . . . . . fl^ 6.— Halbjährig ..... fl. 3.— Vierteljährig .... fl. 1.50 Ganzjährig ..... fl. 7.— Halbjährig ..... . . .,fl. 3.50 Vierteljährig ... . fl. 1.75 incl. Zustellung in^s Haus A v i s o! Wiederholt richten wir an unsere geehrten Abonnenten die dringende Bitte um sofortige Einsendung des rückständigen. Abonnements, da auch wir unseren Verpflichtungen Nachkommen müssen. Die Redaction. Zur Abwehr. In einer der letzten Nummern des ״Jüdischen Cantor" in Bromberg, fanden wir einen Artikel, der uns recht eigenthümlich berührte, der in uns Gedanken von gerade nicht sehr erfreulicher Natur rege machte. In einer Cantorenzeitung und von einem Cantor hätten wir zum mindesten solche Meinungsäüßerungen nicht erwartet, wie wir sie hier zu hören bekamen. Zwär verwahrt sich die Redaction in einer Rand- Bemerkungganz energisch gegen eine Jdentificirung ihrer Ueberzeuguyg mit der des Autors und bekräftigt dieses durch recht viele eingestreute Fragezeichen. Aber man weiß ja nur zw rvohl^ was man von solchen Protesten zu halten hat; denn wenn.man eine Abhandlung, die am besten ungeschrieben, geblieben, wäre, an leitender Stelle abdruckt, dann übernimmt man auch .schon einen Theil der Verantwortung für den Inhalt. Wir begreifen es wyhl, daß man festhaltend an dem alten Sprüche:.'״^uZintur 6t altera pars" auch Demjenigen das- Wort. gönnt/cher mit,.Ms nicht ganz übereinstimmt, um eine Klärung der Ansichten so vielleicht herbeizuführen.. Wo aber^ ein solch' principieller Widerstreit in den Meinungen herrscht, wie es hier der Fall ist, oder wenigstens sein sollte, da tritt wieder die Pflicht heran, von Vorneherein dem Mißverständnisse, als ob man doch zum Theile den Ansichten des Gegners beistimme, vorzubeugen. Wenn aber schon die Arbeit zum Abdruckegelangen mußte, so wäre es doch wohl am angez'eigtesten gewesen, wenn der -,Jüdische Cantor", der doch sicherlich für die Interessen׳ der Cantorenwelt einzutreten verpflichtet ist und dieser seiner Pflicht auch bis jetzt redlich nachgekommen ist, sogleich eine׳ Widerlegung auf dem Fuße hätte folgen lassen und eine Widerlegung, die sich nicht mit bloßen Fragezeichen begnügt. Wir wenigstens begreifen die vorgeschützte Objectivität, resp. Parteilichkeit nicht, jeder Cantor ist hier Partei, denn jeder ist für oder gegen den Verein. Darum gehen wir auch ungescheut daran, die im Artikel vertretenen Ansichten des Näheren auf die Stichhältigkeit der Argumente zu untersuchen und obzwar uns diese Betrachtungen ziemlich bitter stimmen, so wollen wir dies dennoch ohne Voreingenommenheit, 81ns ira 6t stllüLo, thun. Eine Widerlegung der Enunciation wäre zwar überflüssig, ein energischer Protest allein würde schon hinreichen. Hat doch der Autor möglich viel Geist aufgewendet, um sich selbst zu widerlegen, um Waffen an die Hand zu geben, mit denen man ihn bekämpfen kann. Wir dürften also füglich sagen, daß der ganze Artikel schon eine Widerlegung der in den Schluß-^, zeilen. ausgesprochenen Ansichten sei und wir würden so uns und den geehrten Lesern eine unerquickliche Polemik, die sich entspinuen könnte, ersparen. Aber der eigenthümliche Inhalt, die sehr ״menschenfreundlichen" und insbesondere mit der Logik nichts weniger als harmonirenden Deductionen treiben uns an, dem Artikel die wohlverdiente Justificationzu Theil werden zu lassen. Wir wollen daher seine einzelnen Theile der Reihe nach beleuchten. Die Einleitung, die ebenso passend einem beliebigen Thema vorgesetzt werden könnte, wollen wir füglich bei Seite lassen, wenngleich die sich in ein mystisches Dunkel hüllenden, Die nächste Nummer der ״Oesterr.-ungar. Cantoren-Zeitung erscheint Mittwoch den 25. Oktober u. 6.