Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 2 (1882)
- Issue
- Heft 28 (6.8.1882)
- Date
- 1882-08-06
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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suchend, meine Zeilen in dem Sinne lauteten, welche Bedeutung ׳oder Tragweite dieser Aufforderung beizulegen sei. Und ich würde gern bereit sein, diese Karte nach dem Wunsche des Herrn Rubin an die löbliche Redaction zu senden, hätte mich nicht Herr Brod, Cantor in der Neusynagoge, dringend um Einsendung dieser Karte gebeten, in dessen Händen sie sich befindet und zur Einsichtsnahme des Herrn Rubin bereit liegt. ■— Dies zur Richtigstellung und bitte ich um Aufnahme '-dieser Zeilen*) in Ihr geschätztes Blatt. Neubidschow, 30, Juli. Hochachtend A. Singer. * •£ * Löbliche Redaction! Mit wahrer Genugthuung habe ich gelesen, daß e ne sehr geschätzte Redaction die praktische Absicht hat, unserer Zeitung Musikbeilagen zu geben, wie es der Wunsch der Mitglieder des Cantorentages war. Recitalive der höchsten Feiertage in interessanter Ausführung wären höchst willkommene -'Piecen **), da dürfte manche werthvolle Perle zu finden sein. 'Weintraub (Kaftan), vor Kurzem in Königsberg gestorben, eine Capaciläi, dürfte viele Manuscripte hinterlassen haben, die seine Witwe unserer Zeitung zur Berfügung stellen dürfte. College Birnbaum in Königsberg könnte unsere Angelegenheit dort in Freundlichkeit gütigst vertreten. Am Cantoreutage wurde Musikdirektor Rubin von vielen Seiten angegangen, Keduschos Cantor-Soli's mit obligater Orgelbegleitung zu schreiben, vielleicht gibt Herr Rubin diesem Wunsche Gewährung und benützt unser Vereinsorgan zur Veröffentlichung. Freund Leo Kartschmaroff versprach mir, von seinen Compositionen zu senden, ich warte mit Sehnsucht, da ich die seltene Begabung Leo Karisch maroff's kenne; wie würde uns dieser gediegene Schüler Sulzer's^*) erfreuen, wenn er n it anderen hervorragenden Cantoren fleißig sich des musikalischen Theiles unseres Blattes annehmen würde. Endlich hätte ich im Interesse unseres Standes die Ansicht, daß mit Erlaubniß unseres Nestors, Ehrenpräsident S. S u lz er, die Piecen, die im Lebir Zioa II so schwer geschrieben sind, daß sie nur mit großem Chor und gediegenen 'Musikern auf geführt werden können, in der popuckären Form in unserer Musikbeilage gegeben werden, wie sie im Wiener Tempel aufgesührt werden. Die Dudoim sind zu leicht für Schüler geschrieben, Lellir Zion II zu groß angelegt. Hören wir uns '100 l’hodos, Adonoj molocn, L’ehu adonoj -hag? dulo, Hisoreri x. im Wiener Tempel und sehen diese Piecen im 861111׳ Zion II an. Jeder Musiker wird sich in Dankbarkeit verbeugen, aber wo sollen wir die Kräfte und die verständigen Zuhörer dazu hernehmen? Als ich in Linz die Grundsteinlegung des dortigen Tempels vornahm, konnte ich den Od’eho ki anisoni aus Schir Zion II nur mit Zuhilfenahme des Opernchores, der Zöglinge eines Gesangs- Institutes, zur Geltung bringen. Diese wunderbare Piece können wir also nie bringen und so könnte ich weiter mein Herz ausschütten. Wie viele Piecen fahren bei Vater Sulz er in den Kästen und in den Kisten herum, da wäre ebenfalls Material für unsere Musikbeilage. Als ich einst Sulz er die ״Trompetenkedufcha" vorsang, da thaute es in seiner Erinnerung auf. das war meine erste, קדושה die ich schrieb, sagte er. ״Erkennst Du die Aehnlichkeit mit Robert? und ich," sagte er, ״schrieb sie, bevor Meyerbeer an seinen Robert dachte!" Für die Musikbeilagen und Recitative bitten wir, und ich spreche im Namen vieler Collegen, nur leichte melodiöse Piecen — Fugen rc. verlangen wir nicht. Emil Fränkel. *) Durch eine Verkettung mißlicher Umstände, die theils durch die Abwesenheit mehrerer Redactionsmitglieder unseres Blattes, theils durch unrichtige Auffassung mehrerer Correspondenzen hervorgerufen wurden, sind zu unserem Bedauern in der letzten Nummer uns. res Blattes gewisse Erklärungen gegeben worden, die, namentlich unseren verehrten Herrn Collegen Rubin betreffend, durchaus nicht in unserer Intention lagen. Durch diese Eiklärung betrachten wir nun die unliebsame Angelegenheit allen dabei Betheiligten gegenüber als geordnet und reichen ihnen im Geiste die Freundeshand. D- R. **) Siehe redactionelle Anmerkung bei Eingesendet aus Pisek. D. R. *״*) Auch die Redaction dieses Blattes würde es als eine Errungen״- schaft für die gute Sache ansehen, wenn College Kartschmaroff sich unserer Sache freundlichst annehmen wollte. WereinsncrchricHLen. Im Laufe der letzten Tage liefen folgende Gründungsbeitrage ein: Von den Herren: Holzer, Groß-Jenikau; S. Goldstein, Ung. - Ostrat Wallerstein, Prag; Friedländer, Silos-Bolhas; S. Samuylow, Tarnow; Rotter, Wien; Joach. Lamm, Seltschau; Stransky Prag; Moor, Prag; Bachrach, Prag; I. Steiner, Groß-Meferitfch. Ad. Fischer, Bereinscassier. Steüenanderungen *). College Spitzto von Jungbunzlau nach Hollitsch. CollegeR. S1 nger von Friedek nach Jungbunzlau. College Weis, Schüler des CollegenObercantor Singer in Wien, nach Friedek. College R. Kohn von Kobersdorf nach Waitzen. College Engel von Fogarosch nach Klausenbürg. *) Uusere besten Wünsche unseren Collegen zu ihrem neuen Amtsaittritte. Cn3"H מצליח M_D. R. Druckfehler-Berichtigung. In Nr. 27 haben sich in dem Artikel: ״Einige Bemerkungen über Sctrchita und Vorbeter" mehrere sinnstörende Fehler eingeschlichen, welche wir hiemit berichtigen. Seite 3, 2. Spalte, Zeile 26 von oben, soll es statt: Altvater richtig heißen: ״Allvater". Seite 3, 2. Spalte, Zeile 38 von oben, muß der Absatz lauten: ״Bei Alledem zählen wir uns zu jenen Männern, welche der Verquickung beider so hochwichtigen Aemter nicht das Wort reden." Seite 3, 2. Spalte. Zeile 7 von unten, lies statt: Und warum soll es u. s. w., richtig: ״Und warum soll verschiedene Functionen" rc. A Y i « O! Wir ersuchen um rechtzeitige Ucbersendung der Abonncmentsbeträge. Gleichzeitig bitten wir auch alle jene Herren, die für das II. und III. Quartal noch im Rückstände sind, ihr Abonnement umgehend an uns einfenden zu wollen, da auch wir unseren Verpflichtungen gerecht werden müssen. _Die Administration. Korrespondenz. College A. F. in P. Eigentlich tragen wir nicht diedirecte Schnld an dem Versäumniß. Wir haben Ihre geschätzte Arbeit unserem Musikrecensenten übergeben, welcher, wie sie ersehen haben, sich hübsch Zeit ließ. Wollen Sie darüber nicht ungehalten sein, wir werden in nächster Nummer dieses Versehen gut machen. A. K. i n I. Sowohl der Cantorenverein wie auch die ״Cantoren- Zeitung" bestehen ״noch immer" und werden, so Gott will, auch weiter bestehen. Blätter haben wir nacb Wunsch nachgesandt. I. H. i n A. Abonnement beträgt per Jahr si. 7. M. W. in P. Abonnement erhalten, Gründungsbeitrag an Coll gen Fischer abgeführt. Anderes später. M. S ch. i n N. S., M. G. i n P. und I. H. i n T. Gründungsbeilrag fl. 1, Jahreseinlage fl. 4. Statuten übersenden wir Ihnen sofort nach behördlicher Genehmigung. S. B. i n M. Ihr Beitritt wurde zur Kenutniß genommen. Der Gründungsbeitrag ist fl. 1; ordentliche JahreSeinlage fl. 4. Z in C. u nd mehrere College». Bereits in früheren Nummern haben wir beme. kt, daß wir Recensionen und Besprechungen nur dann bringen, wenn uns die betreffenden Werke zur Einsicht vorliegen. C o l l e g e H T. Wir danken für Ihre Freundlichkeit und werden, sobald es nur möglich sein wird, Ihrem Wunsche Rechnung tragen. Wollen Sie uns die Collegen namhaft machen. R. Kohn in Waitzen. Gründungsbeitrag fl. 1 an Cassier Coll ge A. Fischer, Seitenfleltengasse 4. Für Coupon blos st. 3 70, daher ein Rest von 80 kr. bleibt. F r. i n - t. In dieser Nummer nicht mehr möglich, in nächster sicher. Besten Gruß. W. in T. Bild Sulzer's (Seitenstettengasse, Buchhandlung schloßberg), das Andere uns unbekannt. Wollen Gewünschtes privat beantworten, diese Fälle kamen schon häufig vor. G. i n R. Wollen vorläufig gedulden. Wegen Raummangel folgt die Fortsetzung des Feuilletons ״D erVerflnchte" in der nächsten Nummer.