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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1882-07-21 · Heft 26 (21.7.1882) · page 1

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
2 (1882)
Issue
Heft 26 (21.7.1882)
Date
1882-07-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Oesterreichisch-ungarische fprömm>emIiMS-Pm5^ für Wien und Umgebung und Provinz: Ganzjährig . . fl. 6.— Halbjährig . . fl. 3.— Vierteljährig . fl. 1.50 —\j\j— Für das Ausland: Ganzjährig. . fl. Halbjährig . . fl. 3.50 Vierteljährig . fl. 1.75 I^inrl. Zustellung ia'i (ja«. Zeitunf Organ die GeZmvlnt-IntmMll södiHer Cflntnren. Erscheint jeden achten Hag. Begründer: Obercantor Jakob Warrev. ^ßedaciion unfi Administration LkopolLsta-t, I Circusgasse Nr. 20. Inserate werden billigst berechnet. Manuskripte werden nicht retournirt.!ר Ar. 26. Wien, 21. Juli 1888. 2. Jahrgang. M« sikbxilagen! Als wir vor sieben Monaten dieses Unternehmen, die ״Oefterr.-ungar. Cantoren-Zeitung", in's Leben riefen, waren wir einzig und allein von der Idee beseelt, einen ״Cantorenverein" zu gründen; unser Journal sollte das Mittel hiezu sein, um alle Collegen zu einigen und sie für unser Streben, ״die Bildung dieses Vereines", zu gewinnen. In der Hauptsache nun ist. es uns gelungen. — In den wenigen. verflossenen Monaten wurde Vieles und Tüchtiges geschaffen^wirhaben die. Freud e. erlebt, ,viele der., angesehensten^ hervorragendsten Collegen aüf dem Cantorentage kennen zu lernen und zu begrüßen, wir haben vereint mit ihnen gearbeitet, und geschaffen. Was wir damals anstrebten, ist heute keine Mythe mehr, in wenigen Tagen schon hat unser Verein die Sanction der Regierung und dessen Thätigkeit kann beginnen. Weshalb wir heute so zu sagen Reminiscenzen erwecken, warum wir auf Vergangenes zurückgreifen? < Die ״Ca n t o r e n - Z e i t u n g" wurde gegründet als Bindemittel, als Organ zur Verständigung zwischen den Collegen, doch nicht allein deshalb,, nicht einzig und allein, um den Verein zu gründen, wir wollten auch den Lesern Blutes, Nützliches und Unterhaltendes bieten und wenn wir vielleicht nicht ganz entsprochen haben, so war dies nicht unsere Schuld. Verschiedenes hatte sich uns aufgedrängt, gar Manches trat uns als Hemmniß entgegen und besonders durch die Gründung des ״Ca n Loren verein es", welche unsere ganze Zeit absorbirte, wurden wir allmälig von unserer ursprünglichen Idee abgebracht, die wir beim Erscheinen der ersten Nummer unseres Journales faßten. Wir wollten auch ״nutzbringend" sein, d. h. wir wollten den einzelnen Collegen an die Hand gehen, sich, wo nöthig, musikalisch zu vervollkommnen und zu diesem Zwecke hatten wir auch ursprünglich projectirt, unserem Journale ״eine Musikbeilage" beizugeben. Doch, wie gesagt, wir mußten bisher davon abkommen, heute wollen wir aber dieses Project wieder ernstlich in Angriff nehmen, um so mehr, als sich dieses unser Wollen mit den lebhaften Wünschen vieler unserer Collegen einigt. Wir werden demnach allmonatlich (obwohl uns hiedurch große und bedeutende Mehrauslagen erwachsen), um den Wünschen unserer Collegen gerecht zu werden, unserem Journale eine Musikbeilagc einlegen. Nun kommen wir aus einen heiklen Punkt zu sprechen. Die von uns gebrachten Compositionen sollen keineswegs Abdrücke schon bestehender Compositionen, sondern es sollen neue Schötzfungen..... Viele unserer Collegen sind derart musikalisch gebildet, daß" sie gar manche schöne Composition geschaffen, aber unbenützt im Kasten liegen haben, weil ihnen eben die Ueberzeugung fehlt, daß sie wirklich Gutes geschaffen, das für die Oeffentlichfeit taugt: Nun möchten wir den Vorschlag machen, die Collegen wollen uns freundlichsi zeitweise diese ihre Compositionen übersenden.׳ Ein Comitövon tüchtigen Fachleuten wird dann zusammentreten, die Arbeiten prüfen^ das Beste auswählen und dieses soll dann immer als ״Musikb ei la g e' für unser Blatt dienen/ — Wir sprachen vorher, daß wir auf einen heiklen Punkt zu sprechen kämen und wollen damit Folgendes verstehen: Voraussichtlich werden wir gar manche Composition von unseren Collegen eingesendet erhalten, welche in ausgezeichneter Weise geschrieben und durchdacht ist und doch wird sich wahrscheinlich darunter eine oder zwei befinden, welche aus irgend einem Grunde den anderen Compositionen vorzuziehen sind, ohne vielleicht gerade ein Anrecht zu besitzen, besser zu sein. Für diesen selbstverständlichen Fall müßten wir nun die Ueberzeugung haben, daß sich ein oder der andere College nicht etwa zurückgesetzt fühle. Sind dieCollegen mit unserem Projecte einverstanden, so bitten wir hiermit, uns umgehend eine oder die andere Composition einzusenden, wodurch wir vielleicht in die Lage kommen, schon in nächster 3t ummer eine Musikbeilage zu bringen. Daß wir selbstverständlich nur von Compositionen für Tempelgesänge sprechen, bedarf wohl keiner weiteren Erwähnung. Die nächste Nnmmet -et ״Lestett.-ringat. Cantoten-Zeitnng" etscheint Samstag -en 29. JnLi ». 6.

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