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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1882-04-03 · Heft 13 (3.4.1882) · page 1

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
2 (1882)
Issue
Heft 13 (3.4.1882)
Date
1882-04-03
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Oesterreichisch-ungarische n^tännmiMtinns-fttii^ für Wien und Umgebung und Provinz: Ganzjährig . . fl. 6.— Halbjährig . . fl. 3.— Vierteljährig . fl. 1.50 —\j\j Für das Ausland: Ganzjährig. . fl. 7.— Halbjährig . . fl. 3.50 Vierteljährig . fl. 1.75 inct. Zustellung in'« Hau». V O r g an für die GrZMmt-ÄMWU jüdischer Lantmeu. Erscheint jeden achten Tag. Begründer: Obercantor IcrAoö Mcruev. ״גורלך תפיל בתובינו הבורה אחת יהי לבלגו׳ ״Lheile dein Los mit uns denn ein Land verbinde uns Alle" n ^cdaciton und Administration Lcopoldstadt. Tircusgasse Nr. 20. Inscrate werden billigst berechnet. Manuscrip te werden nicht retoürnirt. 1 Ar. 13. Wien, 3. April 1882. 2. Jahrgang. Znbcrtt: Der österr.-ungar. Cantvrenverein. — Entwurf eines Statutes des österr.- ungar. Cantorenvereines in Wien. — Mustkbriefe. — Kleine Chronik. — Aufruf! — Correspondenz. —Feuilleton: ״Jehirdä ben Halevi.". — Inserate. — Vacauzen. Des' Pessachfeftes wegen erscheint unser Blatt bereits heute._ Der öfterr.-ungar. Cantorenverein! Vor etwa drei Monaten sprachen wir: ״Mit dem Begründen eines Cantorenvereines werden uns die Mittel geboten werden, auch eine Bersorgungscasse für dienstunfähige College», eventuell deren Witwen und Waisen zu schaffen." Als wir diese Worte aussprachen, waren wir vor allem Anderen von der Idee beseelt, in erster Linie den Witwen und Waisen, sobald sie ihres Ernährers beraubt, einen Halt zu schaffen, wir waren darauf bedacht, das Los derselben nach Thunlichkeit zu verbessern und womöglich sicher zu stellen. Wir ließen daher vorläufig alle anderen Projecte wegen Pensionirungen dienstunfähiger Collegen beiseite — wir sagen ״vorläufig" — und beschäftigten uns lediglich nur mit der Lösung der Aufgabe, wie den Witwen und Waisen unserer Collegen am schnellsten und wirksamsten Hilfe zu schaffen wäre. Dank dem vereinigten Wirken unserer Collegen der Gesammtmonarchie, Dank den Collegen, die in Wien selbst ein Comito gebildet und sich, der schwierigen mühsamen Aufgabe unterzogen, wurden jeneStatuten zuStande gebracht, die wir heute veröffentlichen. Vielleicht werden manche Collegen Einiges zur Aenderung beantragt wissen wollen, ungescheut mögen sie ihre Meinung uns sagen und wenn die angestrebte Aenderung durchführbar oder von der Majorität für gut befunden werden sollte, so i wird sie selbstverständlich auch geschehen. Wir haben vorläufig erreicht, was wir angestrebt, der Verein ist gegründet, ein heiliges Werk zum Wohle für Tausende und aber Tausende unserer Collegen ist geschaffen, ungeachtet großer, fast unübersteiglich scheinender Schwierigkeiten, die uns absichtlich entgegengestellt wurden, entgegengestellt wurden von Männern, die wir leider gezwungen sind, ״Collegen" zu nennen, die lediglich nur aus Ehrgeiz gegen unser Schaffen waren, weil sie dominiren wollten, selbstsüchtige Pläne verfolgten und das Wohl und Wehe unserer Collegen .ctatta. a.ftj.eitä. am. Und wir sind dessenungeachtet doch am Ziel angelangt trotz all' dieser Schwierigkeiten oder, besser gesagt, vielleicht gerade deshalb früher als sonst! Doch wir wollen den Frieden, die Eintracht und deshalb' soll auch Vergangenes nicht weiter mehr berührt werden. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß alle Collegen unseres großen, schönen Gesammtvaterlandes dem neu geschaffenen Vereine beitreten werden, daß nicht ein Einziger sich davon ausschließe, denn an solch' einem Werke der Humanität der' Collegialität darf nicht umhergenergelt werden und wenn sich Männer wie Papa Sulz er und Josef Gold stein daran betheiligen, dann darf Keiner — Keiner von uns Zurückbleiben. Sobald die Beitrittserklärungen sämmtlicher Collegen in׳ unseren Händen sein werden, wird der Cantorenverein officiell von der Behörde bestätigt und bitten wir daher alle Collegen der Monarchie, sowie auch des Auslandes, gefälligst die beiliegende Beitrittserklärung auszufüllen und sofort an uns zu übersenden. Noch Vieles muß geschehen.und wenn wir uns nicht sehr beeilen, dann ist all' unsere Arbeit umsonst. Am 28. und 29. Mai a. c. tritt bereits der Cantvrentag zusammen, und bis dahin muß der Verein bereits definitiv bestätigt sein, bis dahin muß der Verein bestehen, damit wir in der Lage sind, weiter schaffen zu können, alles Nützliche und Zweckentsprechende zu besprechen und damit wir auch, nachdem wir durch den Verein der Sorge für das Wohl der Unserigen enthoben sind, den Stand und das Ansehen der Cäntoren überhaupt zu heben und zu wahren vermögen. Die nächste Stummer der ״Oesterr.-ungar. Cantoren-Zeitung" erscheint Donnerstag den 13. April a. e.

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