Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 2 (1882)
- Issue
- Heft 5 (31.1.1882)
- Date
- 1882-01-31
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Oesterreichisch-ungarische O r g a 11 PrünnmeilltwiiL-PreiL für Wien und Umgebung; -und Provinz: Ganzjährig . . fl. 6.— ' Halbjährig . . fl. 3 — ' Vierteljährig . fl. 1.50 j -\A» I Für das Ausland:; Ganzjährig . . fl. 7.—! Halbjährig . .fl. 3.50; Vierteljährig . fl. 1.75 i»rl. JnfttUsn^ in’s {ans. für die GrZllmmt-Iuiere5Zrll jüdischer Cantoren. Erscheint jeden achten Hag. Begründer: Obercantor IcrUoö Mcrirerr. ״גורלך תפיל בהוביבו הבורה אחת יהי לבלבו׳־ ״Thrilr -rin Los mit uns, denn ein Land verbinde uns Alle" und Administration Lropoldjtadt, Circusgasse Nr. 20. Inserate werde:, billigst berechnet. Manuscripte werden nicht retournirt. Uv. 5. Wien- 31. Jänner 1882. 8. Jahrgang. gttßaCt: Leitartikel: Der Verein in Thätigkeit. — Vereinsnachrichten. — Andeutungen über das Recitativ. — Original-Correspondenzen. — Kleine Chronik. — Offener Sprechsaal. — Correspondenz. — Feuilleton: Die > Tochter des Chasan. -^ Inserate. — Dacauzen. •:;c; Der Verein in Thätigkeit. An anderer Stelle haben wir bereits einen ausführlichen Bericht über das Resultat der letztstattgehabten Sitzung gebracht und erübriget uns daher nur noch, unsere Meinungen und Ansichten hierüber, sowie überhaupt über die Gründung des Vereines kundzugeben. Wir sprechen im Nachstehenden nicht etwa unumstößliche, beschlossene Thatsachen aus, es sind lediglich Ansichten; — Ansichten, wie sie unsere Herren Collegen in der Provinz vielleicht theilen, — vielleicht auch nicht. Und für den letzteren Fall bitten wir selbe, Dasjenige uns bekannt zu geben, was gegen unsere Meinung ist — und wofür sie eigentlich stimmen wollen, in welcher Weise sie sich, diese so wichtige, heilige Sache zum Abschluß gebracht, denken. Wir haben selbstverständlich in unserer nachfolgenden klaren Darlegung, hauptsächlich das Interesse der Cantoren in der Provinz vor Augen, — wir handeln also speciell in erster Linie für sie. Das Comits hat das zu besprechende Material der am 28. d. M. abgehaltenen Sitzung, der leichteren Uebersicht wegen, in zwei Gruppen getheilt: A. Die Einberufung eines Cantorentages; B. Förderung eines Cantorenvereines. Der Cantorentag, d. h. die Generalversammlung jüdischer Cantoren, soll einerseits in Folge der durch das persönliche Gegenübertreten gewonnener Eindrücke alle Collegen in gewisse, zweckentsprechende Beziehungen zu einander bringen und eventuell einen klaren Ueberblick bezüglich der aus unseren Kreisen Wochen J Jänner 1882 5642 Kalender Dienstag. ...! 31 11 Schewat Mittwoch. ...: 1 12 Donnerstag. . .! 2 13 Freitag. .. .! 3 14 Samstag.! 4 15 Sonntag. .... 5 16 20. Sabb. Montag. ... 1 6 1.11.. . - Dienstag ~... ד.־ rr:.: ־. .:vj-; y 18 l selbst zu erwartenden Mitarbeiterschaft gewähren anderseits durch Rede und Gegenrede, durch directen Gedankenaustausch und nachträgliche Abstimmung all' die Normen feststellen. welche dem zu gründenden Cantorenverein eine dauernde, unerschütterliche Basis zu verleihen geeignet sind. — Die Theilnehmer an der Generalversammlung, beziehungsweise die Betheiligung an der Debatte, bietet jeden Collegen die Garantie, daß der Aufbau unseres Unternehmens keineswegs nach dem Machtspruche einzelner Sach- Walter, sondern unter Mithilfe sämmtlicher Collegen begonnen und auch zu Ende geführt werden soll. Mit der Gründung eines Cantorenvereines wird, wie bereits im Sitzungsberichte angedeutet wird — ״die Hebung unseres S tandes nach jeder Richtung hin bezweckt". Es erscheint daher, zur Vermeidung trauriger Vorkommnisse, welche die eintretende LeistungsunfähigkeiL oder gar der Todesfall eines Collegen im Gefolge hat, nothwendig, eine Pensions- und Unterstützungscasse für israel. Cantoren nach später aufzustellenden Grundbedingungen in's Leben zu rufen; hiebei soll auch einem dringenden Bedürfnisse dadurch Rechnung getragen werden, daß den beim Synagogenchor stabil mitwirkenden Männern, die ihnen gebührende, aber bis nun noch nicht gewordene Berücksichtigung insofern zugewendet würde, als denjenigen, die zur Aufnahme in den Verein als würdig erkannt, eine nothwendige Unterstützung aus der Vereinscassa nicht vorenthalten werden soll. Wenn wir auch die beim Synagogenchore wirkenden