Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 2 (1882)
- Issue
- Heft 4 (23.1.1882)
- Date
- 1882-01-23
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Oesterreichisch-ungarische a f^räniinifrntiDiis-freis ] j für Wien und Umgebung j i und Provinz: S Ganzjährig . . fl. 6.— '! Halbjährig . . fl. 3.— j I Vierteljährig . fl. 1.50! Organ fiir die Oesammt-Juieressm jüdischer Lantorm. Erscheint jeden achten Hag. j 2ldmrniftraLion «'׳• ** <£י §c tl a ctton! 2ldminiftraLion Lropol-sta-t, Circusgasse Nr. 20.! Für das Ausland: Ganzjährig . . fl. 7.— Halbjährig . . fl. 3.50 Vierteljährig . fl. 1.75 incl. Zustellung in'» Haus. Begründer: Obercarltor Icrkoö Wcrrrerr. ""גורלך תפיל בתומנו הבורה אחת יהי לבלבו ״Thcttc -ein Los mit uns, denn ein LnnL vcrbin-c uns Alle". " Inserate! werden billigst berechnet.! > Manuscripte werden nicht!! retournirt. Nr. 4. Wien, 23. Jänner 1882. 2. Jahrgang. Inhalt: Leitartikel: Verein und Cantoreuschule. — Andeutungen über das Recitativ. — Die Judenverfolgungen in Rußland. — Kleine Chronik. — Offener Sprechsaal. — Vereinsnachrichten. — Israelitische Allianz in Wien. — Correspondenz. — Feuilleton: Die Tochter des Chasan.— Inserate. — Bacanzen. . Verein nnd Lantoreuschule. Eine besonders erfreuliche Thatsache zu constatiren sind wir Heute in der angenehmen Lage eine Thatsache, welche auf die Stellung der Cantoren gar mächtigen Einfluß ausüben wird. — Der Cantorenverein ist in regster Th ätigkeit! Unter dem Vorsitze unseres hochverehrten Papa S ulz er hat sich, wie wir bereits berichteten, ein Comito aus der Mitte unserer Wiener Cantoren gebildet — und dieses Comitö geht nun rüstig daran, zu schaffen. Es soll ein ernstes^ rüstiges Schaffen sein — denn gar ernst und wichtig ist auch die Aufgabe, deren Lösung an uns herantritt. .... Doch das Comite ist sich heute bewußt, was es will und die Zweifel, welche zum Beginne des großen Werkes auftauchten, w elch e dasselbeanzükr a n k e l n b e gan n en, ja selbes so gar .gefährdeten, sind mit einem Male geschwunden. In seiner letzten Sitzung hat dieses Comite den Beschluß gefaßt, in erster Linie einen Cantorenverein in's Leben zu rufen und die seinerzeit aufgeworfene Frage wegen Gründüng einer Cantorenschule vorläufig fallen gelassen. . And das Komits Hat Vortrefflich entschieden, entschieden im Sinne aller unserer Gollegen in der Provinz, deren Stimmen Hundert und aber Hundert zu uns dringen und uns zurnsen: ״Wir wollen einen Gantorenverein, der stch für das Schicksal unserer Gollegen, nnserer Krauen und Kinder interessirt!" Wochen! Jänner 1882 j 5642 Kalender Montag ... 23 3 Schewat i 24 4; 25 5 26 6 ' 27 7 28 8 10. Sabb. 29 9 30 10 Dienstag. Mittwoch . Donnerstag. Freitag ..!Samstag. Sonntag. Montag. ^Wiretaffew-aE dew vielen^ an^unLindieser-Frage--ergangenen Zuschriften einen unserer Collegen im Nachfolgenden selbst sprechen: ״Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern!" Ja, das wollen wir und es hat lange genug gedauert, bis diese Erkenntniß den Muth fand, an's Helle Tageslicht zu treten. Allein, es wird der Müh' und Arbeit genug kosten, bis diese Erkenntniß sich Bahn brechen und einziehen wird in jene Kreise, die nunmehr berufen find, sich zu fchaaren um das Banner der Zusammengehörigkeit. Wir wollen .uns vereinigen zu einem Bunde, der schon in seinem Beginne gezeigt, welche Fülle von Kraft in ihmwohnt, eine Kraft, die nur des erlösenden Weckrufes wartete um sich zu segensreicher Thätigkeit zu entfalten. Zu einem Bunde, dessen Wirken von äußeren Umständen gar nicht beeinflußt ist und der also ungestört nur dem einen Ziele zustreben soll, uns in unserem gewiß nicht leichten Berufe die Beruhigung einzuflößen, der Zukunft minder furchtsam entgegen zu sehen. Liegt doch in diesem Bewußtsein ein mächtiger Sporn für uns Alle, unverweilt und sei es auch das kleinste S teinchen zu dem Baue beizutragen, um für uns, für Weib und Kind, Vorsorge zu treffen. Wissen wir doch nicht heute, was das ״morgen" bringen kann. Wir wollen uns vereinigen und gewisse Vorurtheile, die in Bezug auf den Chasan mit mehr oder weniger. Berechtigung, nicht nur in Laienkreisen, sondern, wie ein Schreiben eines sehr geehrten Herrn Collegen in Nr. 3 der ״C.-Z." bewies, auch