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Die Welt · 1901-11-01 · 44 (1.11.1901) · p. 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
5 (1901)
Issue
44 (1.11.1901)
Article
Die Palästina-Bibliographie des "Vereines für technische Studien in Syrien und Palästina"
Date
1901-11-01
Page
1 (sequence 1)
Language
German
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Redaction und Administration: WIEN IX., Türkenstrasse Nr. 9. Telephon 14199. Erscheint jeden Freitag. Zuschritten sind nicht an einzelne Personen, sondern an die Redaction oder Administration: Wien, IX., Türkenstrasse Nr. 9, zu richten. Unfrankierte Briefe werden nicht angenommen und Manuscrlpte nicht zurückgesendet. Sprechstunden der Redaction: Montag, Mittwoch und Freitag von 11-12 Uhr. Preise der Anzeigen: Die viermal gespaltene Petitzeile 20 Heller. Der Inseratentheil wird Dienstag abends geschlossen. Einzelne Nummern 30 Heller. Oester reich- Ungarn: ganzjährig Kr. 12.—, halbjährig Kr. 6.—, vierteljährig Kr. 3.—. F ii r d a s Ausland: Deutschland ganzjährig Mk. 13.70, halbjährig Mk. C.85, vierteljährig Mk. 3.45, England ganzjährig Shg. 14.—, halbjährig Shg. 7.—, vierteljährig Shg, 3.10, Russland ganzjährig R. 7.—, halbjährig R. 3.50, vierteljährig R. 1.75, Schweiz, Frankreich, Italien, Türkei, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Griechenland, Aegypten ganzjährig Frcs. 17,—, halbjährig Fr es. 8.50, vierteljährig 4.25, Amerika ganzjährig Doll:3.40, halbjährig Doli. 1.70, vierteljährig Doli. —.85. Nr. 44. Wien, I. November 1901. 5. Jahrgang Die Palästina - Bibliographie des „Vereines für technische Studien in Syrien und Palästina". Von A. Neufelä, cand. cam. (Wien). Am 27. April 1898 wurde Kiaotschau zu einer deutschen Colonie proclamiert, unmittelbar darauf eröffnete das in Berlin gegründete ,,lndustrie-Syndicat zur wirtschaftlichen Erschliessung von Kraotsehau und Hinterland4' seine Thätigkeit, die Deutsch-Asiatische Bank in Shanghai schritt an die Errichtung einer Filiale in Tsingtau, der Hauptstadt von Kiaotschau, die Presse fand dort ihren Vertreter in der „Deutsch-Asiatischen Warte44, das am 1. Juni 181)9 ■mit einem Capital von 54 Millionen Mark (Capital der Jüdischen. Colonialbank nur 40 Mill. Mk.) ins Leben gerufene ,,Schantung-Eisenbahn- und Bergbausyndicat" trat an die Verwirklichung seiner großangelegten Pläne und — — schliesslich richtete im Januar 1899 eine Hebamme aus Köln die Anfrage an den Gouverneur von Kiaotschau, ob dort für ihre Berufstätigkeit günstige Aussichten vorhanden wären. So colonisieren die Deutschen in einem Lande, welches fast unerforscht, fast unbekannt ist, von welchem die vorhandene Literatur kaum an den Fingern einer Hand abgezählt werden kann. Und was thun die Juden? Sie haben ein Land, welches seit Jahrtausenden bekannt ist, dessen Bibliographie ein paar tausend Octavseiten ausfüllt, in welchem fast jeder Stein von den vier Palästina-Forschungs-Cesellschaften erforscht und beschrieben worden ist, welches im Alterthum auf dem Gipfel der antiken Civilisation stand; sie haben ein Land, welches nach allen Richtungen hin von den Pflanzstätten der alten Civilisation umgeben ist, sie haben ein Land, welches durch die Ausgestaltung der theilweise geplanten, theilweise in Ausführung begriffenen 'Verkehrswege zur Rolle des modernen Phöniziens prädestiniert ist, und — sie versuchen das Zustandekommen der Jüdischen Colonialbank zu vereiteln, der Bank, welche durch die letzten Pfennige der hungrigen Massen erst nach vielen Schwierigkeiten und Mühen actionsfähig geworden ist. Wo sind die reichen Finanzbarone und Börsenfürsten geblieben? Bei der Jagd. Bei der Jagd nach dem Titel des General-Consuls irgend einer Negerrepublik; bei der Jagd nach dem verkäuflichen Orden irgend eines Duodez- Fürsten, der sich immer in augenblicklicher Geldverlegenheit befindet; bei der Jagd nach dem Umgang mit den Machthabern eines Staatswesens, welches den Geldbedarf für seine fortdauernden Revolutionen durch innner neue Emissionen, von (im voraus an die philatelistischen Grosshändler verkauften) Briefmarken zu decken sucht. Die jüdischen Börsenpotentaten wissen eben, dass ihnen das Judenthum vorläufig keine Titel und Orden zu bieten vermag; daher vergeuden sie ihr Capital an diejenigen Staatswesen, die die besten Aussichten haben, sich in kürzester Zeit bankerott zu erklären. Hingegen haben viele von unseren Financiers, wie den Eingeweihten bekannt ist, versucht, das Zustandekommen der Jüdischen Colonialbank mit den hässliehsten Mitteln zu vereiteln. Dass die Finanzthätigkeit der Bank von unseren Finanzmachthabern perhorresciert und das Capital der Colonialbank nicht vielfach überzeichnet wurde, dass Leute, die nichts als ihr Geld bieten können, von der Bank ferngeblieben sind, das ist zum Theile — ich scheue mich nicht, es hier auszusprechen — die Schuld der Bankleitung. Sie wollte durch ihren .Prospect nur auf das Gemüth des Lesers wirken, sie vergass aber, dass der dem Zionismus durch seine Gemüthsveranlagung zugängliche Jude gewöhn lieh kein Capitalist ist, und dass der Capital ist hinwiederum sich leider nur von materiellen Erwägungen beeinflussen lässt, allem Jüdischen gegenüber misstrauisch gesinnt ist, gar erst einer von intellectuellen, in Geldgeschäften unerfahrenen Juden begründeten. Unternehmung, wie die Jüdische Colonialbank, deren Leitung leider im Aufrufe zur Actienzeichnung unterlassen hat, was jedes kleine Actienunternehinen in seinem Emissions-Prospeet bietet — reelle, ziffernmässige Belege für ihre Rentabilität anzuführen und ein Bild von ihrer voraussichtlichen zukünftigen Gestaltung zu entwerfen. Es war die Pflicht der Bankleitung, einen solchen geschäfts- und ziffermässigen Prospect, wenn auch nicht für die grosse Masse des Volkes, so doch für die kleine Schar unserer Haute finanee auszuarbeiten. Und n'ichts war und wäre auch jetzt noch für die Zwecke der Bank förderlicher, als die Veröffentlichung einer entsprechenden systematischen, wenn auch nicht vollständigen, so doch in der luiturwirtschaftlich-technischen und politiseh-diploinat ischen Richtung Näheres darüber Zeilen sein. Es ist kaum ben worden, wie erschöpf cm den Pal ä st i na- B i bli ogra p h i o. zu sagten, wird den* Zweck nach folgender über ein Land so viel zusammengeschrieüber Palästina. Die Statistiker, die es lieben, mit grossen Zahlen zu jonglieren, finden eine dankbare Aufgabe darin, auszurechnen, wie viel Buchstaben zur

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