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Die Welt · 1901-08-16 · 33 (16.8.1901) · p. 14

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Journal
Die Welt
Volume
5 (1901)
Issue
33 (16.8.1901)
Article
Zweierlei Juden
Date
1901-08-16
Page
14 (sequence 3)
Language
German
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Seitojl4 „ßJe & Welt" Nr. 33 ElMfen&ufte 4e#:,Piuuze$8fn, JCau^Hw*?seijt;,0.heiim^ der;Reichsgraf von; Wefctersteift ist dij.it ßiner Mevzögin von,, Rothenberg vernmhjt, und ,e£ ist; gan^i^UBgestÜlilpss^ny das» er Emrayt seiileH Verwandten nicljt vorstellen?.)ß&Ht«.->' \ -iUiid wenn. Eminy; mit seiner Tante und .seiner ,;6(*hw^teiv.iverkel]rfc,.',öaiiri. ist' auch der.:.Verkehr zwischen mir und der , ^veildiqben Aristoka-atie angebahnt; ich werde dami nicht mehr d^Seluind,e< erleben, nieine Soireen von keinem einzige»..Aristokraten• besucht zu sehen, und ihr selbst werdet endlich Innrem gegenwärtigen:Milieu entrissen, Ihr werdet endlich zur. feinen Gesellschaft'und nicht zum ..Judenpack gehören." „Meine Hebe Mary, was Du mir da in Aussicht stellst, habe ich;durch Deine Heirat, mit dein Grafen Stein wählt zu erringen gehofft. Leider habe ich mieh^ habeii^ wir alle, uns getäu.sclit. Graf '£tefn\vaTdt' ist ein feiner Mann . . . ■. . - 9>Wk Kutscher ist :er!" warf täie Gräfin dazwischen. „Ein Aristokrat kann ein Ivutscher sein und ist doch ein feiner Mann. Er bleibt Aristokrat durch und durch, nur kümmert er sich weder um unsere, noch um seine Gesellschaft/' „Das wird alles ganz anders, wenn einmal Graf Brandt zu unserer Familie gehört.*' „Das glaube ich selbst, und deshalb soll er ja auch mein Schwiegersohn werden. Doch Geduld, Geduld! Die öffentliche Verlobung kann erst in einigen Monaten stattfinden." (Fortsetzung folgt.) Bücher* und Zeitschriften-Rundschau. )|ücb^ÄBiolaaf. Illustrierter israelitischer Vofkskalehder für das Jahr der Welt 5062 (1901/1902). .Eigenthum und Verlag von Josef Schlesinger, Wien, Seitenstettergasse Nr.: 5 und Budapest, Königsgasse Nr. 1. jn^T isn ♦jVfcKp •« r.y^siy."» /Jm^a,, rSx px mr;i &byy\ •yi pa a^amtMj; h nyi» "ü"X„ cir>%7n3T3%x ppNsr j po Bcsensrö •in*» 'aayS üv bsi* •aronn wisn ,pjam *n -pn nana amy:n *:a niaSa vr;S huvjn ♦rnirrS jvan tto 4pDrca any23vtk-. nur nss /irmas M*a6 ,nam scojns Ai*wr p»a c^nsn naiöS irnp./B«n 10 manen ♦p"&S K'D-in n:tr ♦^unm n»lTH («. -(rairav h "m,Trana, ♦p"e6 s"o"n n:tr a-nänyöye irc „L' Echo Sioniste" weist in seiner jüngsten Doppelnummer (17—18) vom 20. Juli — 5. August d. J. womöglich noch einen gediegeneren Inhalt auf als in den bisherigen Heften. Auser dem Artikel „Eine Geschichte der Israeliten" von Max Nordau, den wir in erster Stelle unserer heutigen Nummer abdrucken, finden wir noch folgende Beiträge: „Unsere Nationalspraehe" von B. Chapira, „Einigkeit macht stark" von A. Ludvipol. In diesem Artikel polemiesiert Herr Ludvipol in ausgezeichneter Weise gegen einen in „Hazefirah" erschienenen Aufsatz von Josef Klausner, in dem dieser sich als „politischen Zionisten, aber Gegner der Diplomatie" bekennt. Femer schreibt Ludvipol in dieser Nummer noch über „Die Allianz, der Hilfsverein und der Zionismus" und über den Neunten Ab der Assimilierten". Den neunten Ab hat auch ein Artikel von Dr. A. Ras k i n e zum Gegenstande. A. Rokeach beschäftigt sich mit dem Jargon und seinen Schriftstellern. Das Blatt druckt auch die beiden Briefe Dr. Herzls an die amerikanischen Zionisten ab. J. D. berichtet über die Gründung des „Französchen Zionistenbundes" (vgl. „Die Welt" Nr. 32). Auserdem enthalt die Nummer eine Rundschau üher die zionistische Bewegung in allen Ländern und einige bibliographische Notizen. Das „Centraleomiie' der rumänischen Zionisten für Organisation und Propaganda" in Braila gibt seit kurzem eine Monatsschrift unter dem Titel „Correspondenta Mensuala" heraus. Das ausgezeichnet redigierte neue Bruderorgan enthält Beiträge in deutscher, rumänischer und jüdischer Sprache. Aus dem deutschen Programmartikel in der ersteu Nummer ist der Zweck der neuen Zeitschrift ersichtlich. „Wir wollen arbeiten, zur Arbeit im Dienste des Zionismus anspornen und alle Gesinnungsgenossen mit kräftigem Rucke aus dem ..Schlafe aufrütteln, in den sie, Gott sei es geklagt, durch arge Verschleppung urrd' Ühthatigkeit geworfen worden sind'4. Die Nummer enthält ausserdem eiuen Artikel über „BankundShare-Clubs", einen Schekelaufruf, ein Mitglieder- Verzeichnis der rumänischen Vereine und kurze Berichte aüsN dem inneren Vereinslpben. Die zweite Nummer bringt «inen Artikel über den Empfang: Dr. Herzls beim Sultan, Berichte über die Thätigkeit der „Share-'Clübs" in Rumänien, eine Uebersicht über die Fortschritte der Bewegung ausserhalb Rumäniens, Vereinsnachrichten, Instructionen etc. Das Organ der zionistischen Vereinigung für Deutschland, die „Israelitische Rundschau" in Berlin bringt wertvolle Beiträge bekannter Schriftsteller. Wrir registrieren u. a.: Dr. J. Rülf, Bonn : „Das religiöse Prineip des Zionismus", Dr. El ias: „Die Judeu im EUass". „Ein Discassionsabend in der Studentenschaft" und einen Aufsatz über „Die polnische Schlachta und ihre Juden." Aus dem vorliegenden Hefte können wir die Rührigkeit und die guten Erfolge der zionistischen Propaganda unter den deutschen Juden constatieren. Die Brünner „Jadische Volksstimme" weckt und leitet die Agilität ihres Kreises für den Zionismus in bewährt zielbewusster und schätzbarer Weise. Das Project, für das sie neuestens eine rege Agitation entfaltet, ist die Versiehe^ rung Conditionsloser und die meisten Artikel im politischen Theile haben darauf bezüglichen Inhalt. Sonst sind hervorzuheben die Aufsätze: Egon Lederer: „Zwangsversicherung der Privatbeamten", S. M eis eis: „Der Zionismus und seine Phasen" und „Ein Wort über den culturellen Zionismus". In dem Correspondenzen-Theile finden wir neue Informationen über den Stand der Bewegung in den östlichen Sudeten. Die Stellenvermittlung gibt den Inteiessenten ihre Nachweise. ffas dei) \)ei*eii)«i) Voranzeigen. Kolomea. Am 18. August veranstaltet der Verein „Belh- Israel" einen Ausflug nach dem Beskidendorfe Dora- Jaremcze, wo ein grosses jüdisches Volksfest mit reichhaltigem Programme stattfinden wird. Berichte. Radautz. Am 22. Juni 1. J. fand ein Herrenabend des Vereines „Dorsche Zion" statt, zu dem nebst zahlreichen Mitgliedern auch eine Anzahl Gäste erschienen war, um insbesondere den Ausführungen des Actionscomit£s-Mitgiiedes Herrn Dr. M. E b n e r zu folgen. Nach Eröffnung der Versarrimlung ergriff Herr Dr. J. B i er e r, Obmann des Vereines, das Wort, um in beredter Weise die Fortschritte des Zionismus in den letzten Monaten zu besprechen. Sodann ergriff Herr Dr. M. Ebner, mit lebhaftem Beifalle begrüsst, das Wort, um nach längerer Einleitung über die ethischen Ziele des Zionismus auf die sogenannte jüdische Realpolitik zu kommen, für die etsich sehr einsetzte. Nachdem Redner unter anhaltendem Applaus seine Auseinandersetzungen geschlossen hatte, entspann sich eine Disc »ssion, an der besonders die Herren J. Menschel und stud. jur. Guter theilnahmen. Kolomea. Anlässlich des Sabbath-Nachmu veranstaltete der Verein „Beth-lsrael" am 27. v. M. in seinen Localitäten einen Festgottesdienst, welcher zahlreich besucht war. Am Schlüsse desselben hielt der als Gast geladene Dr. Mayer Ebner aus Czernowitz einen glänzenden Vortrag über das Thema : „Der Zionismus und sein Gegenwartsprogramm", welcher mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurde. Jarostau. Die am 7. August 1. J. tagende General-Versammlung des akademischen Vereines „B a r - K o c h b a* in Jaroslau hat folgenden Ausschuss gewählt: Präses: stud. jur. E.Friedwald, Vicepräses : stud. jur. L. S t e r n h e 1 I, Secretär: stud. jur. J. G o 1 d e n t h a 1, Bibliothekar: btud. jur. B. Schlager. Zu Mitgliedern des Ehrengerichtes wurden stud. jur. E. Eber söhn als Vorsitzender, stud. jur. M. E 111 i n g e r als Stellvertreter, stud. jur. L. S t e r nh e 11 als Ankläger seitens des Vereines gewählt. Bieütz. (Die jüdisch-akademische Fer i a 1- Verbindung „Emuiia h") veranstaltete am 3. d. M. ihren Eröffnungscommers. Nach Begrüssung der Festgäste durch Bundesbruder cand. jur. W. Wagner, hält der Präses, cand. jur. Leo Blum eine beifällig aufgenommene, inhalts-

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