Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 5 (1901)
- Issue
- 28 (12.7.1901)
- Article
- Über anthropologische, physiologische und pathologische Eigenheiten der Juden
- Date
- 1901-07-12
- Page
- 4 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 4 „Die # Welt" Nr. 28 saische Gesetz die Aufnahme sehr schwer gemacht. Von Moses war den Juden die Versicherung gegeben worden, dass sie zu einem grossen, mächtigen Volke erwachsen würden und dass sie sehr sollten vermehrt werden. In der That ist den Juden eine Vermehrung geworden durch die Fertilität üires Stammes, wie es von keinem anderen Stamme beobachtet worden ist. Ein Beispiel davon ist der Atiszug der Juden aus Aegypten. Nachdem 430 Jahre vorher Jacob mit den wenigen Verwandten eingewandert war, vermehrten sie sich in dieser Zeit auf 2% Millionen Menschen und zogen, 600 000 streitbare Männer stark, aus (Exodus 1. c). Welche Kritik man auch bei diesen Zahlen anwenden mag, immfer bleibt eine ungewöhnliche Vermehrung^ Eine solche Vermehrung war auch nach den damaligen Erfahrungen ungewöhnlich. Als der König Pharao durch den, den Juden auferlegten Frohndienst ihre Vermehrung nicht hindern konnte, wollte er derselben ganz materiell durch Tödtung der neugeborenen Kinder entgegentreten. (Exodus 1. c.) Die Vermehrung setzte sich fort auch nach dem Ausluge aus Aegypten innerhalb ihres Landes Palästina, begünstigt durch die agrarische Gesetzgebung und die Fruchtbarkeit des Bodens. Die Könige von Israel und Juda führten die mörderischesten Kriege unter sich und mit den umliegenden Stämmen, bis sie 588 v. Chr. in die babylonische Gefangensehaft entführt wurden. Alles dies hinderte nicht ihre Vermehrung bei ihrer Zerstreuung in andere Länder. x\ls das jüdische Reich unter Esra wieder hergestellt wurde, welches bis 70 n. Chr. existierte, vermehrten sie sieh immer, so dass bei den letzten Kriegen mit Vespasian und Titus noch 1 300 000 Juden niedergemacht wurden. Der Rest zerstreute sich über den ganzen Erdkreis und vermehrte sich weiter. Auch im Mittelalter haben weder Verfolgungen/noch massenhafte Ausrottungen und Ausweistogen Während der Kreuzzüge die ungewöhnliche Vermehrung der Juden gehindert. Dr. Jacobs rechnet aus, dass im Jahre 1?30 auf der ganzen Welt nur ca. iy2 Millionen. J'uden. gewesen sind und von diesen hat sich die jetzige jüdische Bevölkerung gebildet^ welche jetzt sicher 10 Millionen ubtrtrifft. Das Vorkommen und die Vermehrung der Juden findet ihre Schranken, wo natürliche oder bürgerliche Verhältnisse dieselben hindern oder unmöglich machen. . In welchen Ländern sie sieh mehr vermehren, kann man nicht genau angeben, weil dafür statistische Nachweise fehlen. Volkszählungen mit Unterscheidung der Juden beginnen erst in Deutschland und Oesterreich seit dem. Jahre 1830. Ausserdem erschwert. die Beurtheilung der häufige Wohnungswechsel, die Wanderungen der Juden von Land zu Land usw. Auch bürgerliche Verhältnisse können?cjas Vorkommen der Juden verhindern oder erschweren. Wie ich schon erwähnt habe, war in früheren Jahrhunderten in vielen Ländern der Aufenthalt den Juden verboten. In anderen Ländern, wie'in Polen, wurden sie berufen und privilegiert, um Handel und Wandel zu. schaffen. In Preussen und. Oesterreich vermehrten sich die Juden..bedeutend mehr als die ihnen gegenüberstehende- Bevölkerung. In Preussen stieg die Gesammtbevölkerung in den Jahren 1822—18G 6 ,um circa 10y2 Percent, die Jüdische .Bevölkerung um 15 Percent *(Preuss. Statistik. Bd. .48). In Oesterreich haben sich die Juden in den 50 Jahren von 1820—1869 um JL8 .Percent vermehrt (Schwimmerj:Statistik des Juden thums). In Württemberg hieben sic]h.^^4^:140 ^Op^J^inwohj^r in den 10 Jahren von 1861—1871 die Juden vermehrt um 15-Percent, die evangelische Bevölkerung um-0.17 PerGent, die katholische Bevölkerung hat sich um 0.62 vermindert .(Württemberg, Jahrbt;1871). ) , ■ *; Die Fruchtbarkeit hei den Juden,ist auch eine grosse. Es ist, eine .Thatsaqhe*;, dass.^::u^ruGhtthare: -Ehgn bei den «Juden selten, kinderreiche Ehen dagegen sehr *hän% :si,nd. /&f&rffi^aW^^ j^indeiil^se Elieiveine grosse Schande. Zur -Bestimmung der ehelichen Fruchtbarkeit kör nutzt die Statistik folgende Erwägungen: Wenn auf je 100 Trauungen 400 eheliche Geburten kommen, ist die eheliche Fruchtbarkeit 4 Percent. Die eheliche Fruchtbarkeit ist in den Culturstaaten der Grundstock der Erhaltung und eventuellen Vermehrung oder Verminderung einer Bevölkerung. Nach der preussischen Statistik war in dem Zeitraum von 1820—1876 die eheliche Fruchtbarkeit der Juden 5 Percent, bei der übrigen Bevölkerung 4 Percent (Preuss. Stat. 1. c). Für Oesterreich hat Dr. Schwimmer eine Statistik (1861—1870) zusammengestellt. Nach seiner Ausrechnung stammen aus einer jüdischen Ehe 10.1 Kinder, und aus einer Ehe anderer Confessionen 4.5 Kinder (Stat. des Judenthums, S. 5.). Meine Herren, unabhängig von der Statistik hat es eine physiologische Berechtigung, von dem Judenstamme eine grössere Fruchtbarkeit zu erwarten, weil sich dieser Stamm seit Jahrtausenden niemals mit anderen Stämmen gemischt hat, also einen rein erhaltenen Stamm darstellt. In der Physiologie der Thiere und Pflanzen ist es durch Erfahrung festgestellt, dass bei ungemischten Arten und Species die Fruchtbarkeit grösser ist als bei Vermischung und Kreuzung mit anderen Species und Arten. Charles Darwin erkennt geradezu in verminderter Fruchtbarkeit bei Pflanzen und Thieren die Wirkung einer Mischung. Ebenso beweisen die statistischen Daten Preussens, dass die jetzigen gemischten Ehen der Juden sehr oft kinderlos sind. 3. ■Verhältnismässig geringere Zahl der Todesfälle bei den Juden (geringere Sterbeziffer). Unter Sterbeziffer verstehen wir die Zahl der auf je 1000 Lebende des einen Stammes Gestorbenen. Die Geburtsziffer ist die Zahl der alljährlich auf 1000 Einwohner Lebendgeborenen. Wenn die Sterbeziffer und die Gebürtsziffer bei einer gegebenen Bevölkerung in einem grösseren Zeiträume gleich sind, nimmt die Bevölkerung nicht zu, nicht ab; ist' die Geburtsziffer grösser als die Sterbeziffer, nimmt die Bevölkerung zu, umgekehrt aber ab. Das Endergebnis ist, dass eine Bevölkerung mit niederer Sterbeziffer gegenüber der Geburtsziffer sich vermehrt unabhängig von der absoluten Grösse der Geburtsziffer. Bei den Juden also zeigt sich eben eine geringere Sterbeziffer.' J. G. II offmann hat in seinem Werke „Betrachtungen über den Zustand der Juden im preussischen Staate" auf die rasche Zunahme der Juden durch das TJebergewdcht der Geburten über die Sterbefälle und die geringere Kindersterblichkeit aufmerksam gemacht. In den 18 Jahren (1822—1840) war die Sterbeziffer bei den Juden 21,61, bei den Christen 29,61. Das Resultat war, dass bei den Juden eine grössere Vermehrung stattfand als bei den Christen. Die Christen vermehrten sich in dem achtzehnjährigen Zeitraum um. nicht ganz 28, die Juden um beinahe 343/7 Procent. Ausserdem ist bei den Juden die Zahl der Todtgeborenen gering; nach Wappaeus bei den Juden 2 auf 100. Auch Berimouilli hat in seinem Lehrbuch der Populationistik auf die geringe Zahl der Todtgebörenen aufmerksam gemacht. '4. Mehrzähl von Knaben bei den Juden, Das Geschlechtsverhältnis der Neugeborenen stellt sich, wie bekannt, mit'einer Regelmässigkeit dar, dass es als ein N aturgesetz' erscheinen kann. Wenn man die Untersuchung auf eine genügend grosse Menge von Zahlen ausdehnt, so findet man immer, ctass auf je 20 weibliche 21 männliche Geburten kommen, dass in jedem Lande, selbst inmitten aller möglichen Störungen die Geburten männlichen Geschlechts die Geburten weiblichen Geschlechts übertreffen. Nun war es aber allen Statistikern (Burdach, Hufeland, Qwielet, Berhoidlli Boffmann und Wappaem) aufgefallen, /lais bürden Jüdeü :aas^(?esclilec1^ WkrM schon bei!Ä