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Die Welt · 1901-07-05 · 27 (5.7.1901) · p. 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
5 (1901)
Issue
27 (5.7.1901)
Article
Über anthropologische, physiologische und pathologische Eigenheiten der Juden
Date
1901-07-05
Page
11 (sequence 2)
Language
German
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- Nr. 27 „Die # Welt" Seite 11 grösstenteils gerade mit beweglichen Nasenlöchern. Die Lippen sind oft dick. Wenn auch einzelne dieser Merkmale nicht immer zutreffen, wie Farbe der Haare, der Pupillen usw., so bestätigen sie nur eine von Darwin und anderen ermittelte Erfahrung der Variabilität einzelner Erscheinungen der Rasse und des Typus. Das Charakteristische für den Judenstamm bleibt aber immer das relative Verhältnis der Entwicklung des Rumpfes zu den Extremitäten und die Brachycephalie. Dr. G. Schultz hat in Forieps neuen Notizen, Bd. 36, einen Bericht über Messungen von Personen verschiedener Nationen zur Ermittlung der Körpervehältnisse veröffentlicht.Die Messungen umfassten Russen, Juden, Tschuwassen, Tscherkessen, Neger und Esthen. Das Resultat derslben ergab, dass: 1. Die Juden unter diesen sieben verschiedenen Völkerstämmen die geringste Körperhöhe hatten. Bei allen anderen Kategorien schwankte die Körperhöhe zwischen 16S bis 173 cm., bei den Juden betrug sie nur 164 cm. durchschnittlich. 2. Ergab es sich, dass bei den anderen Völkern die Klafterw.eite (d. h. die Entfernung der Mittelfingerspitzen von einander bei horizontal ausgestreckten Armen) die Körperhöhe übertraf bis zu 20 cm. zugunsten der Klafterweite, bei den Juden fand sich die Ausnahme, dass die Klafterweite die Körperhöhe nicht ubertraf, oft hingegen unter der Körperhöhe zurückblieb. Die Juden hatten also nach seinen Messungen einen relativ langen Rumpf und kurze Gliedmassen. 3. hatten die Juden den relativ längsten Kopf und Hals. Der Brustumfang ist bei den Juden sehr oft weniger als die Hälfte der Körperlänge, so dass ein grosser Theil der Juden bei der Militäraushebung sich als dienstuntauglich ergibt. Der Judenstamm hat auch in seiner Physiologie Merkmale seiner Besonderheiten, und zwar: 1. in der relativ Meinen Variabilität seiner körperlichen Gestaltung und seiner geistigen ThätigJceit. 2. in seiner Vermehrung und Fruchtbarkeit. 3. in seiner relativ geringen Sterblichkeitsziffer. 4. in der Mehrzahl von Knabengeburten. 1. Die relativ Meine Variabilität der körperlichen Gestaltung und der geistigen Thätigkeit der Juden. Die Juden haben von Abraham an bis heute sich ausschliesslich in ihrem Stamme erhalten nnd fortgepflanzt. Es ist dies ein geschichtlich constatiertes und sich auch jetzt fortsetzendes Factum. Die Juden werden nur durch Abstammung, nur durch Geburt Juden. Sie machten und machen keine Proselyten unter anderen Stämmen. Die Bekehrung der anderen Völkerstämme zum Judenthum'war immer mit den grössten Schwierigkeiten verbunden. Einzelne Fälle können diesen Charakter des Judenstammes nicht alterieren. In der Bibel, in den Apokryphen imd in der jüdischen Geschichte von Josephus Flavius wird von wenigen Mischehen erwähnt, so z. B. von der Ehe Boas mit Ruth, von der Ehe Salonions mit ägyptischen, assyrischen, babylonischen etc. Frauen, von Herodes usw.; aber, wenn eine Reinheit eines Stammes behauptet wird, so setzt doch sicherlich niemand voraus, dass niemals Mischehen mit anderen Elementen, sondern wohl nur, dass sie seltener als bei den anderen Völkern und keinesfalls im genügenden Masse stattgefunden hätten, um den semitischen Rassentypus zu alterieren. Ausserdem sind alle Stämme, mit denen die Juden in älterer Zeit Mischehen eingegangen sind, Semiten resp. Semitinnen gewesen. Die geographische Lage der Juden in Palästina und Syrien brachte in der That mit sich, dass sie, weil ringsum von Semiten umgeben, sich nur mit diesen verbinden konnten, also stets in der nämlichen Basse heirateten, Ob diese Semiten resp. Semitinnen den jüdischen Glauben hatten, ist völlig einerlei. In der Rasse liegt, wie Prof. Chivolsohn trefflich und unwiderleglich nachgewiesen hat, der Kern der Frage. Der amerikanische Anthropologe Joseph Jacobs beweist in seiner Abhandlung „Are the Jews Jews?" (Sind die Juden Juden?) in den Annälen der Londoner anthropologischen Gesellschaft (1899), dass die Juden in Hinsicht der Rasse seit der Zerstörung des Tempels bis zur neueren Zeit rein geblieben sind. Er sagt: Hätte eine bemerkliche Zahl Europäer irgendwann den jüdischen Glauben angenommen oder hätte eine erhebliche Zahl Mischehen stattgefunden, dann wäre es sicherlich angegeben in den Jahrbüchern der Geschichte. Aber alles Suchen der Historiker in dieser Hinsicht führte zu keinem Resultate. Wohl sind in der jüdischen Geschichte zwei grosse Bekehrungen zum jüdischen Glauben angegeben, nämlich der Fellahen in Abessynien und der Chasaren in der Krim, lieber die Existenz der Fellahen wusste man nichts bis zur letzten Zeit, und die Chasaren sind jedenfalls in Europa ohne Einfluss auf die jüdische Bevölkerung gewesen und haben später grösstentheils den Mohammedanismns angenommen. In allen Geschichtsbüchern wird im Gegentheil von Bekehrungen der Juden zum Christenthum und Mohammedanismus erwähnt. Ueberall, wo im Mittelalter die Juden verfolgt wurden, gieng eine grosse Anzahl derselben, wie in Spanien, Portugal und in den türkischen Provinzen, zur herrschenden Religion über und assimilierte sich mit der übrigen Bevölkerung. Also sind alle historischen Daten dafür, dass der Rest der Juden sich rassenrein erhalten hat. Als zweiten Beweis gibt Dr. Jacobs an die Existenz der Nachkommen des Oberpriesters Ahron bei den Juden, die sogenannten Kohanim. Ihre Zahl betrifft jetzt bei den Juden 5 Percent. Ihnen war immer nach den mosaischen Gesetzen strengstens untersagt, Mischehen einzugehen, folglich haben sie sich am wenigsten mit den anderen Stämmen vermischt. Dem Typus nach unterscheiden sich aber die K oh an im in keinem Zuge von den übrigen Juden; folglich ist der Judenstamm in Hinsicht der Rasse rein geblieben, wie er bei der Ansiedelung in Europa gewesen ist. Dr. Jkow hat auf Grund der Untersuchung einer Collection Schädel aus einer alten jüdischen Grabstätte in Bulgarien, welche sich als dolichocephal erwiesen, die Behauptung aufgestellt, dass die Juden in alter Zeit dolichoeephal, aber in neuerer Zeit durch Vermischung mit anderen Stämmen und Völkern durch geschlechtliche Zuchtwahl brachycephal geworden sind, mit anderen Worten, dass die jetzigen Juden nicht Semiten sind, sondern Iraner jüdischer Confession (Archiv f. Anthropologie Bd. 15). Aber diese Behauptung ist hinfällig schon a priori deswegen, weil es sehr zweifelhaft ist, ob die. Grabstätte, aus welcher die Schädel stammten, den Juden gehört. Ausserdem hat der Archäolog Bertin nachgewiesen, dass schon im grauen Alterthum zwei jüdische Typen vorkamen, der eine mit brachycephalen Schädeln, der andere hingegen mit doliehocephalen (Berlin : „The Races of the Babylon Empire", im Journal of the Anth. inst. London. Bd.XVIII. Nr. 2). Aus allen meinen Angaben können wir schliessen, dass die Juden seit etwa 4000 Jahren nicht bloss die Leiber, sondern auch die Geister in einem Stamme in einer bestimmten nur ihnen eigenthümlichen Lebensweise fortsetzen. Es ist ein allgemeines Naturgesetz, dass die elterlichen Eigenschaften, die körperlichen und die geistigen, die physiologischen und pathologischen auf die Nachkommen sich fortsetzen innerhalb der Grenzen der Art und Speeies. Das Vererbungsgesetz ist unabänderlich, durchschlagend gegenüber allen anderen zufälligen Einflüssen, wie Klima, Nahrung, Erziehung usw. Das Kind wird auch Erbe der elterlichen Eigenschaften, aber in einer durch biologische Gesetze geregelten Mischung zu einem selbständigen drit-

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