Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 5 (1901)
- Issue
- 18 (3.5.1901)
- Article
- Die körperliche Minderwertigkeit der Juden
- Date
- 1901-05-03
- Page
- 4 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 „Die & Welt" Nr. 18 zur Statistik des jüdischen Stammes" von Alfred Nossig.*) Aber ich will die vorliegende Frage hier gar nicht vom erhabenen Standpunkte der Wissenschaft behandeln, sondern mich an den populären Rahmen dieses Blattes halten. Es gibt ja auch eine Reihe volkstümlicher Darstellungen dieses Gegenstandes, welche einem grösseren Publicum wohl zugänglich sind. Hätte Herr Groll er auch nur diese gelesen, so hätte er sich nicht zu der Behauptung hinreissen lassen, dass man bei Forderung von Beweisen für das von ihm gegeisselte Axiom stets auf wortkarge Verlegenheit stosse, die Verlegenheitsphrase höre: „Aber das weiss doch jeder!" Demgegenüber sei hier vor allem an das Referat erinnert, das Professor Mand elstamm auf dem letzten Congres erstattet hat und das wohl auch Herrn Groll er zur Hand ist. M,, der inmitten seiner Volksgenossen einer ausgebreiteten Praxis obliegt und sich aus allgemein-humanen wie national-jüdischen Interessen mit hohem Ernst, in das sanitäre Milieu der russischen Juden vertieft hat, begnügt sich in seinem Vortrage keineswegs mit der blossen Constatierung einer „decrepiden, erbärmlich schwachen Leibesbeschaffenheit", der „furchtbaren körperlichen Verkommenheit". Vielmehr hebt er ausdrücklich, dabei zumeist den Erfahrungen russischer Militärärzte folgend, einzelne Momente der körperlichen Minderwertigkeit hervor: Zurückbleiben in der Körpergrösse (durchschnittlich 162-7 cm gegen 165—170 der Nichtjuden), geringe Entwicklung der Brustknochen und Muskeln, Engbrüstigkeit (bei 60% der jüdischen Gestellungspflichtigen blieb der Brustumfang weit hinter der Norm, das heisst, der halben Körperlänge zurück), gebeugte Körperhaltung, auffallend geringe Widerstandsfähigkeit gegen Tuberculose, starke Verbreitung von scrophulösen Leiden, besonders Hautleiden, von ägyptischer Augenkrankheit und Kurzsichtigkeit, sehr gesteigerte Disposition zu Nerven- und Geisteskrankheiten. Ich selbst füge dieser Uebersicht noch die Thatsache bei, dass nach den Studien, die ein russischer Militärarzt an einem grossen Materiale gemacht und vor etwa zwei Jahren pubiiciert hat, die Eingeweidebrüche bei Juden dreimal so häufig sind wie bei Nichtjuden. All diese Erscheinungen körperlicher Depravation, welche Ble c,h m an n**) unter dem Schlagworte „physiologische Misere" zusammenfasst, finden sich vor allem bei den Judenmassen des Ostens (Russland, Galizien, Rumänien), welche zusammen etwa drei Viertel der gesammten Judenheit darstellen. Die Ursache dieser unterwertigen Constitution sucht Mandelstamm lediglich in dem ökonomischen Elend der proletarischen Ostjuden und liess deshalb in seinem Referate die körperliche Beschaffenheit der Juden des Westens ganz aus dem Spiele. Doch muss ich hervorheben, dass die physische Verfassung auch der westindischen Juden durchaus keine normale ist. Das durch viele Jahrhunderte ertragene Ghetto-Elend der Ahnen hat tiefe Spuren zurückgelassen, die durch 50 Jahre leidlich freier Entwicklung nicht gänzlich ausgemerzt sein können. Die geringere Körperlänge, die Neigung zu Plattfüssigkeit, Krampfadern, Hämorrhoiden und Eingeweidebrüchen, die Disposition zu Zuckerkrankheit und einigen anderen inneren Leiden — sind solche Kennzeichen der Entartung, welche nach dem übereinstimmenden Urtheile aller erfahrenen Kliniker den westeuropäischen Juden in hohem Masse zukommen. Statistisch erwiesen ist ferner, dass die Geburtenziffer der deutschen Juden ständig im Rückgange ist, sowohl gegen die frühere Zeit wie gegen die jetzige Vermehrungsquote bei den deutschen Christen verglichen. (Wenn dennoch die Vermehrung bei den Juden im Verhältnis rascher fortschreitet, so liegt das daran, dass dieses Deficit an Geburten mehr als ausgeglichen wird durch die sorgsamere Behandlung der Kin der, so dass die percentuelle Kindersterblichkeit bei den Juden in Deutschland nur etwa ein Drittel so hoch ist wie bei den Nichtjuden.) Statistisch unzweifelhaft erwiesen ist ferner, dass die Zahl der Geisteskranken unter den deutschen Juden doppelt so hoch ist, als ihrem Bevölkerungsantheil entsprechen würde. Ich darf diesen trockenen Daten wohl noch einige persönliche Eindrücke anreihen, die auf unser Thema auch einiges Licht werfen können. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass auf deutschen, mindestens ostdeutschen Gymnasien die jüdischen Schüler ein Monopol auf die letzte Turnriege haben; als ich Gymnasiast war, hatten wir in dieser Judenriege buchstäblich Minjan und erhielten schon dadurch allein sehr früh einen tiefen Eindruck von unserer nationalen Eigenart und körperlichen Minderwertigkeit. Auch in den akademischen Hörsälen fallen die Juden ebenso durch ihren unermüdlichen Fieiss, wie durch die Schwächlichkeit ihrer ganzen Natur auf- Würde man sich den Spass raachen, alle Mitglieder eines „gemischten" akademischen Vereines in Reih und Glied antreten zu lassen, so könnte man hinter der Frent fast die verschiedenen „Confessionen" sondern: von dengrossen, breitschultrigen, starkknochigen, stramm gehaltenen Gestalten sind mindestens 80 % Nichtjuden. Oder man gehe einmal in eine Badeanstalt und studiere die unverhüllte Körperlichkeit der versammelten Jünglinge! Die jüdische Jugend weist da wohl zumeist einen hinreichend kräftigen Knochenbau, bisweilen auch ein ausreichendes oder üppiges Fettpolster auf. Aber wie selten entdeckt man an ihr das ästhetisch erquickende, ausgearbeitete Muskelrelief, besonders der Arme, ein Bild kraftvoller Männlichkeit, das man beim Durchschnittsarier nur in relativ wenigen Fällen vermisst. Kurz, in all den berührten Situationen erlebt man an sich immer von neuem die peinliche Empfindung, der die Kundschafter in den Worten Ausdruck liehen: flDort sahen wir die riesenhaften Söhne Anak's und wir kamen uns selbst wie Heuschrecken vor und mussten auch in ihren Augen so erscheinen" (IV. B. M. 13, 33). Das hier beigebrachte Material redet eine deutliche Sprache und reicht jedenfalls aus, das Axiom von der körperlichen Minderwertigkeit der Juden zu stützen. Immerhin ist es sehr wünschenswert, dass für dieses Capitel durch planmässige Untersuchungen an einem grossen Menschenmaterial festere und breitere Unterlagen gewonnen würden. Aber selbst diese flüchtige etnographische Skizze rechtfertigt das Urtheil, dass das vollendete Bild von der physischen Eigenart des Judentums düstere Züge aufweisen wird. Und welcher Art ist das Beweismaterial, das Groller gegen unsere These ins Feld führt? Er stützt sich auf gewisse physische Höchstleistungen, von der Theorie ausgehend, dass bei Behandlung des vorliegenden Problems viel weniger der Durchschnitt, als die Maximalwerte zum Masstab dienen müssen. Würde Groll er diesem Princip auch beipflichten, wo es sich z. B. um die Frage der Finanzmacht des Judenthums handelt, so käme er unfehlbar, gleich den Antisemiten, zu den Schluss, dass das „jüdische Capital" übermächtig auf dem Weltmarkt laste; denn es lässt sich nicht leugnen, dass, wenn nur die capitalistischen Höchstwerte in die Statistik eingestellt werden, auf die Juden ein relativ höherer Antheil entfällt, als auf die Nichtjuden. Doch G r o 11 e r selbst sagt an anderer Stelle, dass es „ein altes Unrecht ist, ein ganzes Volk nach gewissen Ausnahmserscheinungen zu beurtheilen." Darum beweist es für das Judenthum, als ethnologische Einheit genommen, zunächst sehr wenig, wenn es sich herausstellt, dass es zu den Spitzen der internationalen Artisten- und Sportwelt ein stattliches Contingent stellt. (Groll er hätte auch erwähnen können, dass die jüdischen Studentenverbinduogen allenthalben die besten und gefürchtetsten Schläger stellen.) Die Hauptzüge erhält das statistische Gesammtbild eben durch die Mittelwerte; Maximaileistungen—jund auch Minimalwerte! — haben daneben wohl auch Interesse, aber sie erlauben nur Schlüsse in ganz bestimmter .Richtung. Nun, auch die von G. angeführten Höchstleistungen lassen einiges erschliessen : dass nämlich die Rasse nicht an sich und von Grund aus verderbt sein kann, welche solche physische Kraftmenschen überhaupt noch hervorbringt. Wie es denn überhaupt schon ein Zeichen ausserordentlicher Rasseneigenschaften ist, dass „das Judenthum eine solche Zähigkeit im Ertragen von Hunger und Noth bekundet hat und nach einem mehrtausendjährigen Tschandala- Dasein nicht noch ärger heruntergekommen ist". Hier kann ich G. durchaus beistimmen. Aber der wesentliche Irrtum in G.'s Auseinandersetzungen ist eben der, dass er nicht das Urbild der Rasse, ihre eingeborene körperliche Begabung, von dem Zeitbilde derselben, ihrer momentanen physischen Verfassung, zu trennen weiss, Denn dass die Körperliche Mangelhaftigkeit nicht eine der Rasse selbst anhaftende Eigenthümlichkeit ist, dagegen spricht schon das Zeugnis, das einst Tacitus*) den Juden ausstellte: Corpora hominum salubria et ferentia laborum." Man lese auch bei Nossig, Socialhygiene der Juden**), nach, was er über die „biotischen Vorzüge" des jüdischen Stammes beibringt; aber auch er constatiert in seinem Schlussworte eine „Schwächung des Körperbaues und der Musculatur" und fährt dann fort: „Hätte die socialhygienische Gesetzgebung der Bibel körperliche Uebungen vorgeschrieben, hätten Talmud und Schulchan Aruch dieser Vorschrift energisch Nachdruck verliehen, hätte Maimonides in „Yad haehasakah" körperliche Arbeit nicht nur zur Förderung der Verdauung, sondern zur Pflege der Muskelkraft empfohlen, *) Wien 1887. **) Beitrag zur Anthropologie der Juden. *) Hist. V. 6. **) Stuttgart, Wien 1$94,