Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 12 (1908)
- Issue
- 48 (4.12.1908)
- Date
- 1908-12-04
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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{(jüeDiscHeR nATionÄL-Fort ds >; Der Jüdische Nationalfonds ist dazu bestimmt, palästmensiscfien Boden als Gesamteigentum des jüdischen Volkes zu erwerben und auf ewige Zeiten zu erhalten. Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, besitzt er gegenwärtig ein Vermögen von annähernd l -'L Millionen Mark. MITTEILUNGEN DES HAUPTBUREAUS DES JÜDISCHEN NATIONALFONDS IN KÖLN Eine neue Ansichtskarte des Jüdischen Nationalfonds. Die Einrichtungen und Sammelmittel des Jüdischen Nationalfonds haben mehr oder weniger die Opferwilligkeit der Freunde des Fonds zur Voraussetzung. Demgemäß wirkt der Nationalfonds durch die vielfachen Möglichkeiten, die er zur Betätigung selbstloser, gemeinnütziger Gesinnung bietet, abgesehen von seinem eigentlichen Zwecke, auch in hohem Grade erzieherisch auf weite Kreise unseres Volkes. Dieses Moment tritt jedoch bei den Ansichtskarten ■des Jüdischen National - fonds weniger hervor. Vielmehr ging die Nationalfondsverwaltung bei der Herausgabe besonderer N.F.-Karten von ' der Erwägung aus, daß damit den Förderern unserer Bestrebungen die Möglichkeit geboten werden soll, zur Mehrung des jüdischen Volksschatzes beizutragen, ohne das geringste Opfer an Geld und Mühe bringen zu müssen. DieBenutzung illustrierter Postkarten hat sich in den 15—20 Jahren, die seit deren erstem Auftauchen verflossen sind," in allen Ländern und bei allen Bevölkerungsklassen "^dermaßen eingebürgert, daß man sagen kann: Jeder, der überhaupt korrespondiert, bedient sich heute für seinen Briefwechsel — mehr oder minder häufig .— der Ansichtskarte. Ansichtskarten * mit " jüdischen Sujets sind von den verschiedensten jüdischen und mchtjüdischen Verlagsunternehmungen hergestellt ond in den Handel gebracht worden. Es lag also nahe, dem Jüdischen Nationalfonds durch Schaffung künstlerisch ausgeführter N. F.¬ Ansichtskarten eine neue Einnahmequelle zu erschließen, die um so ergiebiger-zu werden versprach, als ja der Ankauf i dieser Karten, wie gesagt, mit keinerlei Opfer verbunden ist, vielmehr eine Beitragsleistung für den Nationalfonds darstellt, für die der; Beitragende den vollen Gegenwert empfängt. ^MÄßiN^r-önx" v d n --o s ■ ^3*^3&s^l^^^isV4S?t^?^ Bisher sind ca. 64 000 Stück N. F.-Ansichtskarten mit verschiedensprachigem Text angefertigt worden, und zwar ließ das frühere Wiener Zentralbureau des J. N. F., bzw. dessen verdienstvoller Leiter Herr Kremenezky, ca. 44 000 Stück herstellen, während dieKölner Verwaltung weitere 20 000 Stück zu einem billigeren Preise herausgab. In der Zeit von September 1907 bis Ende Juli 1908 wurden von diesen Karten ungefähr 23 800 Stück zu insgesamt. Jt954.28 abgesetzt. Der Verkauf von Anfang August bis EndeNovember d. J. beziffertsich auf8500Karten zum Gesamtpreise von «^332.65. Da vielfach der Wunsch kundgegeben wurde, die Kollektion der N. F.-Ansichtskarten durch neueMusterzubereichern,stellte uns unser ausgezeichneter Gesinnungsgenosse Salomon Roukhomovsky in Paris, derselbe Künstler, von dem auch die Zeichnungen für die bisherigen Ansichtskarten herrühren, in liebenswürdigster Weise einen Entwurffür neue Ansichtskarten völlig kostenlos zur Verfügung. Der Künstler hat darin die national-jüdische Befreiungsideetreffend versinnbildlicht und ein neues, meisterhaftes Herzlbildnis geschaffen, das sicherlich von allen Gesinnungs genossen als willkommenes Chanukkageschenk begrüßt werden wird. Wir bringen hier eine Abbildung der neuen Roukhomovskyschen Karte, die in den nächsten Tagen zur Ausgabe gelangt Die hebräische Aufschrift ist auf der nebenstehenden Reproduktion nicht ganz korrekt wiedergegeben; die Originalkarte enthält den richtigen Text. Bestellungen auf die neue Nationalfondskarte können schon jetzt an die Landessammelstellen des Jüdischen Nationalfonds ' gerichtet werden.