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Die Welt · 1908-10-23 · 42 (23.10.1908) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
12 (1908)
Issue
42 (23.10.1908)
Date
1908-10-23
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Aus einem Bnefe des Gesinnungsgenossen Felix Theilhaber in München an das Hauptbureaü des Jüdischen Nationalfonds führen wir nachstehend einige recht beachtenswerte Anregungen an. Wir bemerken hierzu, ,daß wir, soweit es an uns liegt, bestrebt sein werden, die in dem Schreiben des Herrn Theilhaber berührten Übelstände nach Möglichkeit abzustellen. Die betreffenden Briefstellen 'lauten wie folgt: „Sie werden einem Zionisten, der seit vielen Jahren die praktische Seite der Bewegung studiert, einige Worte zum Kapitel _ Nafionalfonds gestatten: So überaus zu begrüßen die Reorganisation des N. F. ist, so ist doch das System nur zur Hälfte ausgebildet 1. Die Ausweise der „Welt" enthalten keineswegs die wöchentlichen Eingänge aller Länder. Lediglich Deutschland, Österreich, Rumänien, Ungarn und Rußland liefern einigermaßen pünktlich ab. Das müßte unbedingt anders werden. Sicher ist es noch so weit zu bringen, daß zumindest die größern Landessammelstellen allwöchentlich, 'die kleinern aber wenigstens allmonatlich die bei ihnen eingehenden Spendenbeträge abliefern. 2. Veröffentlichen viele Leute noch immer in der „Welt" . ihre Spezialeinsendungen. Das sollte nicht mehr sein. Unsere Gesinnungsgenossen müßten doch so viel Parteidisziplin besitzen, um einzusehen, daß zur Entgegennahme und zum Ausweis der einzelnen Spenden ausschließlich-die Landessammelstellen bzw. deren Publikationsorgane da sind. Sache des Zentralorgans kann es nur sein, die Spendeneingänge der Landessammelstellen summarisch auszuweisen. Besonders wären meiner Meinung nach die Amerikaner darauf aufmerksam zu machen, daß sie ihre Spezialausweise in ihren Landeszeitungen veröffentlichen. 3: Es wäre durchaus geboten, daß die Spendenausweise des N. F. in den einzelnen Landesorganen in würdiger und möglichst auffälliger Form gedruckt werden. So ist es wohl hauptsächlich dem Umstände, daß die Publikation in dem „Israelitischen Wochenblatt für die Schweiz" keine angemessene ist, zususchreiben, daß die Sammlungen in der Schweiz etwas Unstetes an sich' haben. Als ob der Nationalfonds auf gleicher Stufe stünde mit irgendeinem lokalen Wohltätigkeitsunternehmen, das den gleichen Ausweismodus hat. — Gerade bei den Nationalfondsausweisen müßte die ästhetische Form mehr gewahrt werden. Auch vergesse man nie, über alle Sammlungen die genaue Zweck angäbe zu setzen, wie es die „Jüdische Zeitung", Wien, und die „Jüdische Rundschau", Berlin tun. Vielleicht ließe sich für billiges Geld eine hübsche künstlerische Oberschrift „Jüdischer Nationalfonds" als Cliche herstellen, nebst einigen Randleisten, die den einzelnen Zeitschriften zur Verfügung gestellt würden. — Oberhaupt sollten die Sammelstellen und zionistischen L^esorganisationen versuchen, Zeitschriften, die einen grölten jjichtzionistischen Leserkreis besitzen, für die Veröff.e0tlichung ihrer Spendenausweise zu gewinnen. Es gibt fl°ch imnief viele Juden, — so unglaublich dies auch manchem ZiPnisten scheinet? mag, — die den N. F. überhaupt nicht kennen- Ferner möchte ich vorschlagen, daß die Chafgenrflitteilun§en rder jüdischnatipnalen ».Verbindungen fortan nur menr irfl N. F.-Teil3 der iWeife" Wlfcn zeige in übersichtlicher ^ot(° Veröffentlicht werden sollen. Der Preis müßte sich je nach ^er Größe.auf zrft 2.50 und höher zugunsten des N- F. stellen- Die Verwaltung des N. F. soll eine Anfrage an sämtliche jn Betracht kommenden jüdischen Korporationen, Feriah/erejije Usw. richten und um deren Einvernehmen nachsuchen, dfi^e wohl kaum eine nationale Verbindung geben, die siC}j d^nji diesem nobile officium entziehen wollte, um so mehr als ^je jetzige Form der Publikation den Vereinen vie1 größere Ofjfer auferlegt. So teilen die zionistischen Verbindungen in D^u^ch' land zu Semesterbeginn den meisten österreichischen fjlätterfi ihre Chargenwahlen mit, was einen größeren Portoaf^nd bedeutet. Auch der Zeitverlust der vielen Schreibereien i^me \fi Fortfall. Die Publikation soll möglichst in wenigen ^u^ern erfolgen, damit der Eindruck der Ankündigung Unserer s'cher auf 50 sich belaufenden akademischen Vereine ein impOniereHder sei. (Die meisten Korporationen Münchens z. B. inserieren ja ohnedies in der Tagespresse und haben an insertionsaiJsla§en zirka 50—100 t# pro Verein jährlich. Diese Summe Könnte dem Nationalfonds zugeführt werden.) Vielleicht ließe sich später auch arrangieren, daß äUe Vorstandschaftsneuwahlen der zionistischen Ortsgfnppefl und Vef* eine usw. gleichfalls zusammen in der N. F.-Rubrik der *Weit" ausgewiesen würden, wofür mäßige Spenden zugunsten de5 N. F. zu entrichten wären. Bei der großen Zahl der zionistischen Vereine ist es ohnedies nicht angebracht, den Text d&r *Weit" mit derlei Ankündigungen auszufüllen. Der einzelnen ÖrUppe wird ein kleines Opfer die Aktionsfähigkeit nicht beschicken, dem N. F. aber eine stets gleichmäßige £innahrrtequ.elle sichern . . . . " Zur gefl. Beachtung! Die Adresse der Berliner Zentralstelle für die SarnmiunS ujid Verwertung von Postwertzeichen für den Jüdischen N^tion^Onds lautet von nun ab: Dr. med. Julius Loewenheim, B«»1Ii»^» s°* Neue Bayreuther Straße 8. Spendenausweis Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Deutschland: (Adresse: Max "Wollsteiner, Berlin-Charlottenburg, Sybelstraße 50. — Publikationsorgan: „Jüdische Rundschau", Berlin.) Vom 2.—9d. M. eingegangen und in Nr. 42 der „Jüdischen, Rundschau" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden . ............ Jt 77.46 Büchsen................ •.....„ 53.30 Goldenes Buch (Teilzahlungen): . > . . - ...-.„ 60.54 Ablösung von ^eujahrsgra-tulationeo:'.....„ 2.50 Summe JC 193.80 Sammelstelle des Jüdischen Nati0&alforj<*s für Österreich: (Adresse: Wien DC, Türkenstraße 9. — Pubükatäonsor^: „Jüdische Zeitung", ebenda.) Vom 28. September bis 5. Oktober d. J. eingegangen üfid in Nr. 41 der „Jüdischen Zeitung" detailliert ausgelesen: Allgemeine Spenden..........• . KT' 4^4.98 Selbstbesteuerirng . . ...........• . r „ *Si.94 Sammelbogen............ .- l$g43 Büchsen . . . ............ .'•)---„ -2^48' Summe Kr. 1032-83 a«" J, 877.90

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