Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 12 (1908)
- Issue
- 40 (9.10.1908)
- Date
- 1908-10-09
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 40 Literarisches Vom Bezalel handelt die ca. 44 Seiten starke Oktobernummer der Zeitschrift „Palästina" (München, Pettenkoferstrasse 25. — Abonnement pro Jahr 2.50 Mk.). Aus der . langen Reihe der Artikel, — es sind deren 12, — nennen wir besonders die Abhand- „ hingen von Hermann Struck, Professor B. Schatz und Dr. Ernst Müller-Jaffa, die sich mit interessanten Betrachtungen einstellen. Daneben aber kommen auch sonst eine Reihe Palästinenser zum Wort, so der bekannte Naturwissenschaftler Ahroni, Kantorowicz u. a. Ein Schüler des Bezalel stellt sich mit einer hübschen Skizze („Der Wettbewerb") ein. Daneben kommen noch Fachmänner auf dem Gebiete des Kunstgewerbes und der Teppiche zum Wort (J. J. Rothschild, A. Lobatz), und christliche Stimmen über. das Unternehmen (Redakteur Rotheit, Berlin) usw. Zwei Bilder sind auf Kunstdruckpapier beigegeben. So eignet sich diese Nummer vorzüglich für die Propaganda für den Bezalel, aber überhaupt für die Palästinabestrebungen. Wer daher jemand für den Bezalel interessieren will, muß wohl auf dieses Heft zurückkommen. Der Preis beträgt bei portofreier Zustellung (siehe obige Adresse) 0.50 Mk. und kann in allen Briefmarken zugestellt werden; bei Abnahme von 10 Exemplaren 40 Pf., bei 50 Exemplaren 30 Pf. Da die Zeitschrift nicht sehr viele Exemplare herstellen lassen will; empfiehlt es sich, bald die Nummer zu bestellen, die am 3. Oktober zum Versand gelangt ist D-er Thesaurus der hebräischen Sprache von E. Ben Jehuda, dieses erste vollständige Wörterbuch der hebräischen Sprache hat im Verlage der Langenscheidtschen Verlagsbuchhandlung zu erscheinen begonnen. Bei dem außerordentlichen Interesse, das dem Studium der hebräischen Sprache in weiten jüdischen Kreisen entgegengebracht wird, ist zu erwarten, daß dem bedeutungsvollen Werke von Ben Jehuda, das eine seit jeher bestandene große Lücke in der hebräischen Sprachwissenschaft ausfüllt, jene Beachtung und wohlwollende Förderung zuteil wird, die dieses große Werk voll und ganz, verdient. Alles Nähere über das Werk ersehen unsere Leser aus dem der Gesamtauflage unserer heutigen Nummer beiliegenden Prospekt. Aus der Menge der deutschen Monatsschriften ragen die „Süddeutschen Monatshefte" (Verlag: Süddeutsche Monatshefte, G. m. b. H., München) als eine der besten hervor. Ihr stets aktueller Inhalt, ihre ruhige sachliche und immer interessante Darstellungsweise, der reiche Kreis ihrer Mitarbeiter haben ihr gerade in letzter Zeit eine führende Stellung zugewiesen. Im Septemberheft finden wir u. a. einen hochinteressanten Aufsatz Borchardts über „den Kaiser", indem versucht wird, auf einer vom Alltäglichen abweichenden Weise zu einer gerechteren Würdigung des deutschen Kaisers zu gelangen. Das Tagebuch eines Offiziers aus dem russischen Feldzuge 1812 ist ein wertvoller und lebendiger Beitrag zur Geschichte jener furchtbaren Tage, die Memoirenliteratur ist weiter durch bisher unveröffentlichte Briefe F. Chr. Lichtenbergs vertreten. Scharf; zieht Margarete Siebert gegen Ellen Key zu Felde, der bekannte Schulmann Kerschensteiner veröffentlicht seinen auf dem deutschen Städtetag gehaltenen Vortrag über „die Schulwerkstatt". Das Heft enthält weiter u. a. wertvolle feuilletonistische und literarische Beiträge und einen politischen Teil, eine kritische Beleuchtung der letzten „Taten" Hardens. Das Oktoberheft der „Neuen Rundschau" (S. Fischers Verlag, Berlin) enthält einen epochemachenden Aufsatz von Friedrich Naumann über das „Schicksal des Marxismus". Der Autor führt an der Hand dieses Themas die ganze Entwicklung der Sozialdemokratie und der sozialistischen Probleme bis zur Gegenwart durch. In demselben Heft finden sich höchst wichtige unveröffentlichte Briefe von Liszt an den Großherzog Karl Alexander von Weimar. Albrecht Wirth beschreibt seine Reise in das wilde Albanien. David Koigen gibt eine Betrachtung über den Kulturschmerz, als eine moderne öffentliche Krankheit Richard Dehmel steuert einen ästhetischen Essay bei. Robert Hessen schreibt über den „Luxus der modernen Krankenpflege". Richard M. Meyer gibt eine kleine Geschichte des. deutschen Flugblattes. Alfred Kerr betrachtet die Berliner Theaterverhältnisse. Paul Ernst setzt seinen Roman „Die selige Insel" fort Jakob Schaffner veröffentlicht seine neueste Novelle „Das Kind". Eine Chronik von Junius und verschiedene aktuelle Glossen schließen das Heft Bei der Administration der „Welt" in Köln sind folgende Spenden eingegangen: Für die Chaluka in Palästina l Mehl m Elberfeld . ..............Mk. 12.— DiE^gEi_T Tiefbetrübt machen wir allen Verwandten und Freunden Mitteilung von dem Ableben unseres Vaters, Großvaters, Bruders und Onkels, des Rentners Herrn Jacob Bodenheimer in Stuttgart, welcher nach langem, mit großer Geduld ertragenen Leiden am Ausgang des Versöhnungstages sanft entschlafen ist Köln, 6. Oktober 1908. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Rechtsanwalt Dr. M. J. Bodenheimer. Nur auf diesem Wege bin ich imstande, für die allerseits zahlreich eingegangenen raio rutr-Gratulationen herzlichst zu danken! M WoW Leipzl^ Mitteilungen des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinigung für. Deutschland. Zionistischer Parteisekretär. Wir beabsichtigen, für die Zionistische Vereinigung für Deutschland einen Parteisekretär anzustellen. Die Tätigkeit desselben ist als eine agitatorische gedacht, und zwar soll der Parteisekretär insbesondere die bestehenden Ortsgruppen besuchen und die Gründung neuer Gruppen vorbereiten. Bewerber um diesen Posten sollen sich unter ausführlicher Darlegung ihres Bildungsganges und Angabe ihrer Gehaltsansprüche bis zum 21. Oktober an unser Bureau, Berlin-Charlottenburg 2, Bleibtreustr. 49, wenden. yOST Schreib- Maschine Erste Marke der Welt Schönste Schrift 85 Buchstaben Hebräische Typen Kein schmutziges Farbband The 9ost Typewriter Co. Ltd. 50, Holborn Viaduct, London E. G.