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Die Welt · 1908-08-14 · 32 (14.8.1908) · page 1

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Journal
Die Welt
Volume
12 (1908)
Issue
32 (14.8.1908)
Date
1908-08-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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KÖLN AM RHEIN, KAROLINGERRING I ZENTRALORGAN DER ZIONISTISCHEN BEWEGUNG XII. JAHRG. KÖLN, 14. August 1908 p-)Tr> 3N T*' DIE ZIONISTISCHE JAHRESKONFERENZ Dienstag den n. August Vonnittagssitzung Zur Jahreskonferenz sind folgende Mitglieder erschienen: A. Idelsöhn L. Keßler. Schmarjahu Levin Dr. Camile Levy Dr. Mahler Dr. Moscovitz I. Moser A. Nossig A. Podlischewski M. H. Schein M. Scheirikin S. Seeligmann N. Sokolow A. Stand ~ Davis Tiietsch E. W. Tschlenow . I. E.'Weißenberg Sekretär Berger als Protokollführer. Präsident Wolffsohn J. H. Kann ■ Prof. Dr. Warburg Herbert ßentwich Dr. Franzie-Berenstein Dr. Bernstein-Kohan Dr. M. Bodenheimer lV* Dr. Braude Josef Cowen . Berthold Feiwel Jean Fischer - Dr. Friedemann - Dr. L Friedländer . -; ■ : Dr. Heinr. Gabel B. Goldberg J. L. Goldberg Rechtsanwalt Gronemann Dr. Hantke Bezalel Jaffe Präsident Wolffsohn eröffnet um 101/« Uhr die Sitzung mit einer kurzen hebräischen Anspräche. Deutsch fortfahrend, erinnert er an den Beschluß des letzten Kongresses, wonach die hebräische Sprache-als offizielle Sprache der Bewegung mit der Zeit, soweit möglich, eingeführt werden solL Demgemäß habe er sich verpflichtet gefühlt, auch die Jahreskonferenz in ^hebräischer Sprache zu eröffnen. Sodann begrüßte er die Anwesenden und teilte mit, daß ein gedruckter Bericht über die Tätigkeit des Engeren Aktions- Komitees vorliegt . Ehe zur Verlesung des Berichtes geschritten werden könne, müsse die Frage der Zulassung von Gästen beredet werden, Herr Prof. Friedländer weilt hier als Stellvertreter des Präsidenten der amerikanischen Federation. Außerdem sind noch hier: .: Herr Dr. Mettmann aus Palästina und Herr Kaplan-Kaplansky, dieser als Vertreter der „Poale-Zion". Die Poale-Zion haben uns . erstgestern mitgeteilt, daß sie bisher 1500 Schekel einkassiert \ und den entsprechenden Betrag nach Abzug von 40»/« an . die .„Jüdische Kolonial-Bank abgeführt hätten. Die restlichen 1500. Schekel stellen sie uns bestimmt in Aussicht Nach dem Wortlaut <udes Organisationsstatuts kann indessen eine Federation, die «nicht t; ." im Laufe eines Jahres 3000 Schekel aufgebracht habe, als Federation nicht anerkannt werden, und hat demgemäß auch kein Recht > ■ einen Delegierten zur Jahreskonferenz zu entsenden» Aus diesem . Grunde möge Herr Kaplansky, wenn die Jahreskonferenz überhaupt? - Gäste zulassen wollte, als Gast hierbleiben. Herr Kaplan-Kaplansky wendet sich gegen * diese Ausv .\.fuTuTingen; die Jahreskonferenz habe nicht das Recht, ihn von . ihren Sitzungen auszuschließen. .- "i: Präsident Wolffsohn verweist demgegenüber nochmals auf .d^.Organisationsstarut und läßt auf Wunsch des Herrn Kaplansky. - "von ihm erwähnten Brief des Poale^Zionverbandes wörtlich JEr wiederholt seine Erklärung,. wonach der. in diesem Briefe gestellte. Antrag, einen Vertreter der Poale-Zion als Mitglied der Jahreskonferenz zuzulassen, unzulässig sei und daher auch nicht zur Abstimmung gelangen könne. Es entspinnt sich eine Geschäftsordnungsdebatte, über diesen. Punkt- Die Herren Feiwel und Idelsöhn unterstützen den Antrag auf Zulassung des Herrn Kaplansky, während" die Herren. Dr. Bodenheimer, Dr. Hantke und Dr. Franzie-Berenstein die Zulässigkeit eines solchen Antrages bestreiten. Der § 25 des Organisatiönsstatuts laute: „Zur Gründung einer neuen Federation. ist . es notwendig, daß sich mindestens 3000 Schekelzahler zusammen-:; schließen. Sie kann . sich, nur mit Genehmigung des Engeren A. C.: < bilden." Diese Genehmigung sei aber in diesem Falle weder eingeholt noch erfolgt Darauf wird der Antrag angenommen, die Herren Mettmann und Kaplansky als Gäste mit beratender Stimme zuzulassen. Im Anschluß daran stellt ,Herr Prof. Friedläiider.fest, daß er ausdrücklich als Vertreter des Präsidenten der amerikanischen Federation erschienen sei und demgemäß alle Rechte eines Mitgliedes der Jahreskonferenz habe. Präsident Wolffsohn stimmt dieser Konstatierung zu. Hierauf verliest der Generalsekretär N. Sokolow nachfolgenden Bericht des Engeren Aktions-Komitees I. Allgemeine Betrachtung Ein Jahr voll mühsamen Schaffens und neuer organisatorischer Anstrengungen ist über uns dahingegangen. Bekanntlich ist infolge des Beschlusses des letzten Kongresses der Mittelpunkt der oberen zionistischen Leitung mehr konzentriert, die Zahl der Institutionen hingegen vergrößert worden. Eine leichte Aufgabe war es nicht, die übernommen worden ist, undumsiezu vollführen, braucht man vor allem Zeit und Ausdauer. Manche Projekte haben sich im Laufe des Jahres in Taten umgesetzt und manche Bestrebungen zu neuen. Unternehmungenverdichtet. Die neugeschaffenen Einrichtungen begannen sich an die längst bestehenden anzugliedern,, und die Propaganda hätte die Aufgabe, bald für die einen, bald für die andern Ansätze die Mitwirkung, der zionistischen Gesamtheit in , Anspruch zu nehmen.. Die Arbeit in den verschiedenen Ländern wies wie gewöhnlich neben großem Eifer auch manche Mattigkeit auf,' die doch mehr mit zufälligen lokalen Hemmnissen als mit einem Rückgange der Idee in einen innern Bezug, gebracht werden-kann. Wir verzichten darauf, ein Gesamtbild der Lage unserer Organisation in den verschiedenen Ländern zu entwerfen, da dieses Bild mit alL seinen Licht- und Schattenseiten, mit den schimmernden Linien .achtungswerter Leistungen, wie auch., mit,den

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