Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 12 (1908)
- Issue
- 33 (21.8.1908)
- Date
- 1908-08-21
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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uns in den Stand, ohne allzu viel Raum zu gebrauchen, in derzeit" den Ausweis sämtlicher, aus allen Ländern" eingehenden Nationalfondsspenden, zu veröffentlichen. Der Ausweis erfolgt erst, wenn die Betfäge bö" der-Kääse unseres-Hauptboireaus1in London oder auch Köln' eingegangensind; und es~ ist demnach der; Ausweis in der „Welt? die - öffentliche Quittung über alle beim Fonds eingehenden Gelder: Seit Januar' d: J. bringen wir jeweils in" der ersten Mönatsnummer der-„Welt" statistische Aufstellungen über die Monatseingänge. Außerdem veröffentlichten wir bisher zwei Vierteljahrs¬ und eine fialbjah'rsstätistife Unsere statistischen Tabellen begegnen dem lebbaftestehTnteresse: der Gesinnungsgenossen" irr allen Ländern. Sie haben sich als Ansporn fürsäumige Organisationen bewährt und der Verwaltung manchen wertvollen Anhalt für die zukünftige Ausgestaltung"" der Propaganda"" geboten. Neben dem Ausweis der Spenden und der Statistik haben wir in der NationaKondsabteuung der „Welt" eine besondere Rubrik für Mitteilungini -unseres Bureaus eingerichtet;- in der wir auch die verschiedenen Anregungen und Vorschläge zugunstendes-Nationalfonds, die uns aus gesinhüngsgenössisch'en' Kreisen zukommen, zum Abdruck bringen.- Ende vorigen Jahres veröffentlichten' wirein alphabetisches Verzeichnis der damals1 bestehenden-Göldenbuchkontf-mit genauer Angabe der Höhe eines jeden Kontos. Ferner haben wir auch, um das Interesse für das Goldene Buch zu heben, in der „Welt" eine Liste sämtlicher bis Mai 1907 erfolgten Eintragungen abgedruckt Eine Aufstellung der GoWenbuchkonti, welche seit Januar 1906 offen sind'und: gemäß1 der frühern" Praxis Ende d:J. erlöschen, soll-demnächst veröffentlicht werden. Die Anfertigung, der Goldenbuchdiplome sowie die Eintragungen ins Göldene-Bucfa. werdendurch unser Bureau bewirkt Die Versendung der Diplome ist stets prompt und rechtzeitig erfolgt Zwecks Kontrollierung der Nätionalfondsbüchsen bzw. ihrer Leerung haben wir» eme'Kart-ottiefcf angelegt welche es uns ermöglichen wird, jede einzelne Büchse in genauer Evidenz zu halten, festzustellen"} welche-Beträge aus:deneinzelnen-Leerungeneingehen, und dafür zu sorgen, daß: die'Sammelbüchsen nicht unbenutzt: bej den Sammelstellen, Vereinen oder Vertrauensmännern liegen' bleiben. Jede^Büchsier hateine Karte, auf welcher durch verschiedenfarbige Reiter alles Bemerkenswerte angezeigt wird. Um unsern Sammelstellen und Kommissären die Evidenzhaltung der von ihnen verteilten Büchsen zu erleichtern, haben wir1 ein Schema für Büchsenkontrollhefte entworfen, welche demnächst gedruckt und" den Sammelstellen sowie Natiönalfondskommissären zur Verfügung -/gestellt? werden sollen; Mit der Verwaltung der „Welt" wurde ein-Abkommen-getroffen, demgemäß <die^„ Welt" dem Hauptbur»au des Jüdischen Nationalfonds zu seinen Zwecken gegen Zahlung von Jl 4800 pro anno '4' Seiten jeder Nummer ihres Blattes zur Verfügung stellt Um unsere' SpSsen zu' vermindern; , haben' wir die" Familientafel des Jüdischen Nationalfonds geschaffen. Leider hat sich diese Einrichtung nicht: bewährt Den VerkatfderTelegrammblankette1 unffN^onalfendsrniarken haben wir; nachdem" auch' die' rassischen Telegratmnblaiikette~feitiggestellt waren,, unseren- Londoner Bureauübertragen undden- Hier liegenden Vorrat dorthin abgeschickt . Wir habenjetzt Telegrammblankette mit* aufgedruckter deutscher,-österreichischer, englischer französischer;- nordamerikanischer und: russischer Währung, Den Verkauf-. der- Broschüren und der. versclnedensprachigen Ansichtskartenhabenwir auch für späterhin-dem hiesigen Haüptbureau vorbefeafieni Unser eben erwähntes Londoner Bureau stellt eine Abteilung de^ JeWish^Colcufiak Trust das Ferner wurde unsern Sammelstellen zwecks Unterhaltung, von Bureaus, Deckung von Propagandaspesen usw. ein Abzug, bis zu Höchstbetrage-'von 10°/o von den Spendeneingängen, und einzelnen Landessammelstellen im Laufe d. J. für außerordentliche Ausgaben besondere Spesenzuschüsse bewilligt. Schließlich > haben wir mhr dem Zionistischen Zentralbureau ein Abkommen getroffen, wonach uns dieses für unser Bureau zwei größere Zimmer sowie eine kleinere Vorratskammer inkl. Licht, Heizung, Reinigung und Bedienung usw. gegen Zahlung einer Pauschalsumme von *M 1500 pro Anno zur Verfügung stellt b) Propaganda Die vomehemaligen Wiener Zentralbureau herausgegebene Broschüre: „Was" ist und was bezweckt der Jüdische NationaL fonds?", welche als erschöpfende Darstellung des Wesens, der Ziele und der" Mittel des Nationalfonds der Agitation sehr gute Dienste geleistet hatte, war infolge der Legalisierung des Jüdischen Nationalfonds: und" der hierdurch geschaffenen neuen Sachlage veraltet und bedurfte einer gründlichen Umarbeitung. Wir haben diese vorgenommen und die Broschüre unter dem Titel „Was ist und will der Jüdische Nationalfonds?" in einer Auflage von 10 000 Exemplaren drucken lassen. Beim Einzelbezug durch das Hauptbureau verkaufen wir diese Broschüre zum Preise von 20 Pfg. pro Stück, dagegen stellen wir dieselbe den Landessammelstellen zu systematischer Propaganda je nach Bedarf gratis zur Verfügung. Wir selbst haben diese Broschüre nebst einem geeigneten Zirkular bereits an sämtliche deutsche Kultusgemeinden, Rabbiner, Lehrer und Kantoren versandt und beabsichtigen; dieselbe auch den jüdischen Vereinen Deutschlands noch zuzuschicken. Außer verschiedenen kleinen Änderungen ist in derselben neu hinzugefügt: ein Abschnitt über die Legalisierung des Nationalfonds, ein kurzer Anhang über die jüdische Bevölkerung und die jüdischen Kolonien Palästinas, eine Kartenskizze der palästinensischen Kolonien mit'besonderer Bezeichnung der Besitzungen des-Jüdischen Nätionalfönds und endlich ein Verzeichnis unserer Landessammelstellen. Bevor wir dieneue Broschüre ausgegeben haben, haben: wir den kleinen Rest der -alten unserer Wiener und'Berliner Sammelstelle völlig unentgeltlich zu Agitationszwecken zur Verfügung, gestellt Eine spaniolische Übersetzung der neuen Broschüre hat vor kurzem in 2000 Exemplaren die Presse verlassen. Eine hebräische und Jargonübersetzung wurde dagegen noch nicht veranlaßt da in diesen Sprachen noch ein sehr großer Vorrat der alten Broschüre vorhanden ist Die Drucklegung der englischen Übersetzung ist bedauerlicherweise von der englischen Landessammelstelle trotz mehrfacher Urgenzen nach nahezu dreiviertel Jahren noch immer nicht beendet worden] Neben dieser umfangreichen Broschüre war für die Zwecke der Propaganda ein kleineres, volkstümlich gehaltenes Flugblatt notwendig. Auf Grund eines Entwurfs des Gesinnungsgenossen Hugo Schachtel, verfaßten wir ein solches Flugblatt das im November vorigen Jahres unter dem Titel: »Etwas zum Nachdenken" (Flugblatt Nr. 1) herauskam und sogleich zur Versendung an unsere Sammelstellen und. einzelne Vertrauensmänner und Vereine in den Ländern deutscher Zunge gelangte. Von diesem Flugblatt ließen wir eine spaniolische, ferner eine hebräische, eine-jüdische (Jargon-) und eine ungarische Übersetzung herstellen. Eine französische und eine englische Übersetzung befinden sich in Vorbereitung; Anläßlich des Purimfestes gaben wir ein zweites, ganz kurzes Gelegenheitsflugblatt heraus, welches wir ebenfalls den-einzelnen Sammelstellen und zionistischen Organisationen in größerer Anzahl zur Verfügung stellten: Em. drittes; Flugblatt „Zum 9.- Ab**, ist soeben in deutscher untf hebräischer Sprache zur Ausgabe gelangt (Fortsetzung folgt)