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Die Welt · 1897-06-25 · 4 (25.6.1897) · p. 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
1 (1897)
Issue
4 (25.6.1897)
Date
1897-06-25
Page
1 (sequence 4)
Language
German
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a* Wochenkalender. 25. Juni Freitag 25. Sivan 26. Samstag 26. „ Schelach-lecha (3. Perek) 27. Sonntag 27. „ 28. Montag 28. „ 29. Dienstag 29 Rosch-Ehod. Rosch-Ehod. 30. Juli Mittwoch ao! n 1. Donnerstag 1. Thamus Dienstag den 26. Juni. Eintritt der Nacht um 8 Uhr 49 Min. abends. Liqurur-Sereitnng. das doch großentheils in's Ausland wandert. — Man bereitet mit Alpenpflanzen einen hochfeinen, an Wohlgeschmack der echten Oliartreuse völlig Ä gleichkommenden Liqueur, ebenso den feinsten Ältvater. — Auskünfte für Wiederverkäufer ertheilt: Iarov Karrer, Men, Y. Menflraße 9B. Zu haben bei allen Sroguillen. Preis gelb: 50 kr., grün: 60 kr. Im Berlage von Hugo Steinitz, Kerlin, ist erschienen: Die nationale Wiedergeburt der Juden. Eine volkswirtschaftliche Studie von Max Jaffe. Das Mahl des Kindes. Preis 90 kr. Mk. 1.50. Allen Müttern und Kinderpflegerinnen sei das Büchlein bestens empfohlen, denn es enthält wissenschaftlich begründete und auf vieljähriger Erfahrung beruhende Rathschläge eines gediegenen Arztes und medizinischen Schriftstellers für die Pflege des Kindes vom Tage der Geburt bis ins schulpflichtige Alter. Der billige Preis macht es allen Müttern zur Pflicht, das Merkchen anzuschaffen. Ein Kaufmann (Israelit), 42 Jahre alt, seit 18 Jahren offener Gesellschafter einer größeren Provinzfirma, repräsentanzfähig, versirt in allen kaufmännischen Fächern, wünscht in Eigenschaft eines Direktors, Leiters, eines größeren Etablissements oder einer anderen Bertrauensstelle placirt zu werden. Anträge unter Chiffre „Ehrenhaft 2888" befördert Rudolf Masse, Wien, I., Seilerstälte 2. Geburtsscheine;u Schulemschreibungen. Da die Anforderungen um Ausfertigung von Geburtsscheinen für schulpflichtig gewordene Kinder behufs Einschreibung in die Schulen vor Beginn des Schuljahres, insbesonders seit der Einverleibung der Vororte, derart zahlreich sind, daß das Matrikclamt der israelitischen Cultusgemeinde denselben nicht sofort Nachkommen kann, werden die Eltern rc. in ihrem eigenen Interesse erinnert, schon jetzt solche Documente zu bestellen und auch in Empfang zu nehmen. Vom 15. Juli ab können die erwähnten Documente nicht vor drei Tagen nach der Bestellung behoben werden. Die Amtsstunden für den Parteienverkehr sind von 9 bis 12 Uhr Vormittags. vom Biiiriluliuiitc der israclit. Cultusgemeinde in Wien. Rafael ÜYioses Spira empfiehlt bestens den P. T. jüdischen Curgästen sein streng solides Restaurant in Karlsbad, Morgenseilc, Haus Ja,hn$ nächst dem Sprudelsalziverke# Vorzügliche, cur gern ässe Küche, ungarische und palästinensische Weine. Gute, prompte Bedienung. o 9* Drei WoveUen von K. Mork-Kteiner. Dresden, Leipzig» Wien. (E. Pierson's Verlag.) Dresden, Leipzig» Wien. —Ureis fl. 1.20 2 Mark. . Urtheile der Presse: „Neue Freie Presse". Steiner schreibt aus der Unmittelbarkeit einer erfahrungsreichen Vergangenheit, er ist ein vielgereister Mann, und seinen herben Sittenbildern amerikanischen Lebens, sieht man es an, daß sie aus Leiden am eigenen Leibe ihre Farben geschöpft haben. H. Dork ist kein naiver Erzähler, sondern ein Tendenzdichter. Seine Tendenz aber ist groß und edel, und darum gebührt ihm hohe Anerkennung. Steiner-Jork ist Humanist im besten Sinne des Wortes. Sein Aufenthalt in beiden Hemisphären hat ihn gelehrt, daß überall die gleichen brutalen Triebe die gleichen traurigen Erscheinungen im socialen Leben zur Folge haben. Der Antisemitismus in Deutschland hat sein Gegenstück im Antikatholicismus in vielen Staaten der nordamerikanischen Union. Es ist, immer die gleiche Geschichte: religiöser und nationaler Haß dient als Maske für gemeinen Brotneid. „Wiener Fremden-Blatt". Es gibt Autoren, die ihre Bücher mit ihrem Herzblut schreiben. Ein solches Buch ist „Anti^ von Heinrich Steiner, der sich durch seine unter dem Namen H. Jork erschienenen Skizzen nnd Erzählungen in unserer heimischen Literatur bereits auf das Vortheilhafteste bemerkbar gemacht hat. Denn jede seiner lesenswerthen Novellen erzählt uns etwas, was sein geistiges Auge gesehen, ein Erlebniß, das seine künstlerisch geübte Feder symbolisch auf ein höheres Niveau echter Menschlichkeit erhebt. Deshalb sind Aork-Steiner's Novellen Perlen der Er^ählerkunst, denn aus ihnen spricht mehr als das Talent des Novellisten, wir hören den Mund des Dichters, aus dessen feinsinnigen Gedanken die Blume reiner Menschenliebe sprießt. Aehnlich lauten die Urtheile des „Berliner Fremdenblatt", des „Neuen Wiener Tagblatt" und des „Berliner Tageblatt" rc. des „Wiener Tagblatt", der „Volks-Zeitung",

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