Mannheim
Compact Memory

Die Welt · 1908-04-10 · 15 (10.4.1908) · page 19

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
12 (1908)
Issue
15 (10.4.1908)
Date
1908-04-10
Page
– (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3315709-3316296-3316312--50502-3377632
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

No. 15 die^elt 19 PARTEIFONDS Beim Zionistischen Zentralbureau in Köln eingegangen: Möns, und Mine. J. Grünberg, Genf Jt 8.09, Frau Minnie Lewy in Trautenau durch Dr. Emil Margulies, je 5 Coupons Jewish Colonial Trust Nr. 2 und 3 -JC 5.75, ferner 5 Coupons Nr. 4 — noch nicht fällig'. . . zus. Jl 13.84 Beim Jewish Colonial Trust, Londoa, eingegangen: Sammlung der English Zionist-Federation, London . . . £ 50.0.0 Sammlung der Federation of American Zionists, New York: New York: E. W. Lewin-Epstein 10.—; E. St. Louis III.: E. St. Louis Hebrew Assn. 39.50; Cleveland, O.: Per Ezrath Chovevi Zion: Dr. B. Levenberg, Max Kolinsky, Max Morritz, William Wolinsky, Louis Wachsmann, Hillel Mark, L. C. Bergsman, E. Rumen ä 1.—, zus. 8.—; New York: Per Hatechija: E. L. Jaffe 1.—, Mr. Walitzky, S. Cohen ä —.50, S. Schwartz 1.— , B. Grabelsky, A. Grabelsky, Ph. Rubin ä —.50, Miss L. Aronson," Miss E. Kabonitzky ä —.25, zus. 5.—........zus. $ 62.50 Sammlung der Anglo Palestine Co., Jaffa.......£ 0.7.11 Sammlung des Herrn Jean Fischer, Antwerpen: Belgische Zionistenfederation: Karl Topper Frcs. 5.—, S. Heiiporn 20.—, Adolf Fischer 15.—, Isidor Lamm 5.—, N. Fuchs 5.—, K. Weinberg 25.—, D. Goldmuentz 5—, Bamdas 20.—, Josef Presse! 5.—, Sam. Fischer 5.—, v Henri Fischer 10.—, Paul Horowitz 5.—, Golupkin 20.—, zus. 145.—; Verein Zeirei Zion: Oscar Kohn 10.—, J. Scharff 5.—, M. D. Horowitz 10.—, zus. 25.—; Verein Ahawath Zion, Brüssel: S. Loewenthal, Mlle. ■ Polosinsky, I. Kubrowitzky, Mlle. Sudowitz, A. Garfunkel ä 5.—, A. Weißhausen, J. Dorn ä 20.—, J. .Maso, Polosinsky Fils ä 10.—, Max Geissen berger, I. Klinger ä 20.—, zus. 125.—............zus. Frcs. 295.— Insgesamt Jf. 1540.34. Die zionistische Presse und der Parteifonds In der Märznummer des „Maccabaean" schreibt Mr. Simon Goldman aus St. Louis unter der Überschrift: „Warum führen Sie nicht?": „Ich habe mit Ungeduld nach den letzten drei Nummern des „Maccabaean" gegriffen, in der Hoffnung, doch ein Lebenszeichen, ein ernstes Wort über das zu finden, was ich als die zurzeit brennendste Notwendigkeitin der zionistischen Welt betrachte; leider wurde ich enttäuscht. Der achte Zionistenkongreß hat uns deutlich erklärt, daß wir, wenn wir wollen, daß unsere' Bewegung lebendig sei, der Zentralleitung die Mittel zur Arbeit geben müssen. Er verpflichtete jeden Zionisten zur einmaligen Zahlung eines Dollars für den Parteifonds. Auch wurde der Meinung Ausdruck gegeben, daß zum Ausgleich für die große Zahl Schekelgelder in Rußland, Galizien und anderswo, für die es durchaus unmöglich sein sollte, den Dollar zu zahlen andere mehr zahlen würden als einen Dollar. Soweit ich weiß, sind in den Vereinigten Staaten ca. 12 000 Schekelzahler — haben wir bereits 12 000 Dollars, wie es unsere Pflicht wäre, übermittelt? . Bis jetzt haben wir vielmehr erst 1000 Dollars gesammelt, und davon kamen allein 800 aus St. Louis. Im Dezember 1907 richtete das Engere A.-C. einen Aufruf an die amerikanische Federation, worin dringend ersucht wurde, alle zionistische Tätigkeit auf das Arbeiten für den Parteifonds zu konzentrieren. Nichtsdestoweniger waren weder die Federation noch der „Maccabaean" in irgend einer Richtung tätig. Nun brachten unsere offiziellen Organe, Welt und Ha'Olam, ernste und dringende Aufrufe für den Parteifonds, aber diese Aufrufe wurden in dem einzigen zionistischen Blatte der Vereinigten Staaten nicht wiedergegeben! Warum führen Sie nicht? Nunmehr kam das Große A.-C.. zusammen und beschloß, nachdem es den Bericht des Engeren A.-C. über die Arbeit in Konstantinopel und Palästina entgegengenommen hatte, einmütig, den Aufruf des E. A.-C. zu unterstützen. Wenn nunmehr die amerikanischen Führer noch denken, daß der Parteifonds keine absolute Notwendigkeit ist, warum sagen Sie es uns nicht? Oder aber, wenn er das ist, warum arbeiten Sie nicht dafür?" Die Redaktion des Maccabaean gibt hierzu folgende Erklärung ab: „Der Maccabaean hat getan, was er mit seinen beschränkten Mitteln für den Parteifonds tun konnte. Der Maccabaean ist keine Tageszeitung oder ein Wochenblatt und kann naturgemäß nur wenig für die Stärkung spezifisch zionistischer Unternehmungen tun. Die Federation hat mit so vielen neuen Unternehmungen auch den Parteifonds in Angriff genommen, der hauptsächlich eine Sache der zionistischen Organisation ist, so daß der Maccabaean sich an dieser Arbeit beteiligen konnte, ohne seinen Spalten den Charakter eines reinen Propagandablattes geben zu müssen." Wir wollen hier nicht untersuchen, ob und inwieweit Herr Simon Goldman mit seinen Vorwürfen gegen die Leitung der amerikanischen Federation und den Maccabaean Recht hat. Hoffentlich werden die nächsten Ausweise die amerikanische Organisation energisch an der Arbeit für den Parteifonds zeigen, und "so durch die Tat Vorwürfe unmöglich machen, die zu erheben das bisherige lächerlich geringe Ergebnis der Sammeltätigkeit in Amerika allerdings leicht verleiten konnte. Die Juden in Österreich, von Dr. Jakob Thon Die vorliegende Arbeit bildet die vierte der monographischen Untersuchungen, welche das Bureau für Statistik der Juden, Berlin-Halensee, über einzelne Gebiete des sozialen Lebens der Juden veranstaltet und in zwanglosen Heften herausgibt. Diese Monographie über die Juden in Österreich, deren sämtliche Angaben auf amtliche Quellen zurückgehen, ist die erste zusammenhängende und allseitige Darstellung der Zustände der jüdischen Bevölkerung in Österreich. Die Arbeit erstreckt sich auf eine längere Reihe von Jahren (in manchen Punkten auf die ganze zweite und teilweise auch auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts) und entwirft so ein genaues Bild der Entwicklung der österreichischen Judenheit. Besonderes Gewicht wurde auf die Beleuchtung der Verhältnisse der Juden in Galizien gelegt. Aus dem Inhalte seien nur die interessanten Kapitel über Zahl, natürliche Bewegung, Schulbildung, Umgangssprache, Berufsverhältnisse, Kriminalität ünd Geisteskrankheiten erwähnt. Die Aufstellung der Grundtatsachen des sozialen Lebens der Juden in Österreich in ihrer historischen Entwicklung wird nicht nur zur Erkenntnis des modernen Judentums wesentlich beitragen, sondern auch für sozialphilanthropische Bestrebungen eine erwünschte reale Grundlage schaffen. Das Aprilheft der „Neuen Rundschau" (S. Fischer, Verlag Berlin) eröffnet ein anonymer Artikel „Ein Weg zur Politik für die Unpolitischen", der über die Bedeutung der Religion für die Kulturpolitik spricht. Gerhart Hauptmann setzt seine „Griechische Reise" fort. Jakob Wassermann hat einen längeren geistreichen Essay über die Liebe. Ferdinand Tönnies schreibt einen beachtenswerten aktuellen Essay über die Krisis des Reichsgedankens. Von John Ruskin werden wohl zum ersten Male in Deutschland eine Reihe lehrreicher und menschlich interessanter Briefe an einen amerikanischen Freund veröffentlicht. Felix Poppenberg spricht über eine Anzahl neuerschienener interessanter Bücher aus der erzählenden Literatur. Arthur Schnitzler setzt seinen Roman „Der Weg ins Freie" fort. Hermann Bang bringt seine neueste Novelle „""Barchan ist tot". Einige Gedichte von Rainer Maria Rilke, die politische Chronik von Theodor Barth und eine Reihe aktueller Glossen zur Zeitgeschichte und Literatur füllen das übrige.Heft. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Usancen der London & Paris Exchange Ltd., London, die in den letzten zwei Nummern unserer Zeitung ein Inserat hatte, den Anforderungen nicht entsprechen sollen, die man an Bankgeschäfte zu stellen berechtigt ist. Wir haben uns infolgedessen veranlaßt gesehen, der Firma mitzuteilen, daß wir Ankündigungen von ihr so lange nicht mehr bringen können, als sie uns nicht von der Grundlosigkeit der uns gewordenen Informationen überzeugt hat. Wahlresultate Akad. Verb. „Libanonia", Wien III. Gärtnergasse 3. med. Gustav Jellinck X iur. Moritz Hacke XX vet. med. Paul Grosser XXX Jüdische akademische Verbindung „Unitas", Wien. J. U. C. Alexander Seelenfried X techn. Rudolf Low XX, FX med. Heinrich Heim XXX „Bar Giora" in Wien - Präses : Buchwald, Gera, stud. jur. Vizepräses: Spingarn, Armin, stud. ing. I. Schriftführer: Löwy, Emil, stud. jur. II. „ Altmann, Edmund, stud. med. Kassierer: Müntz, Moritz, stud. med.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.