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Die Welt · 1908-01-03 · 1 (3.1.1908) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
12 (1908)
Issue
1 (3.1.1908)
Date
1908-01-03
Page
– (sequence 17)
Language
German
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" :. Bei der Administration der „Welt" in Köln sind folgende Spenden eingegangen: Jüdischer Nationalfonds: S. L. Auerbach-Dorna-Watra aus Anlaß eines Vergleiches bei Gericht. ................... <M 2.55. Netti Glücksmann-Sevar anläßlich der glücklichen Genesung ihres Sohnes Gyuszi............ „1-70 Für die Ölbaurapflanzung: Josef Fried und Frau, Wiznitz, anläßlich der Geburt ihres Sohnes, 15. Teweth 1839, 1 Baum ......... JC 5.95 Für den Herzlwald: M. Grausz, N. Tapolcsany, anläßlich Hochzeit Schlesinger- Löwbeer ges.; Frau Emma Wollstein-Belled 1 Baum auf Namen ihres sei. Vaters, die übrigen Hochzeitsgäste 2 Bäume auf Namen des Brautpaares Regina Schlesinger- David Löwbeer................ . . „ 18.— Für das Hebräische Gymnasium in Jaffa: Gespendet bei Minjam im Hause A. Bernstein-Petersburg von N. Chaikin Ro. 3.—, Siemon Dlugac Ro. 2.— - - „ 10.81 Berichtigung In der vorwöchtlichen Nummer der „Welt" nach den Notizen über die~„Gesellschaft zur Unterstützung verfolgter Juden" (S. 14) fehlt infolge eines Versehens foglender Schlußpassus: Obiges Zitat aus dem „Daily Telegraph" und die Nachricht über einen Nachlaß, der wahrscheinlich damit in Verbindung steht, zeigen, mit welcher Energie und Freigebigkeit die Missionsgesellschaften ihren Zweck verfolgen. Wir brauchen unseren Standpunkt dieser Tätigkeit gegenüber nicht erst zu betonen. Sofern diese sich auf dem .Gebiete reiner Wohltätigkeit bewegt, wird ihr niemand die gebührende Anerkennung versagen; läuft aber ihre Linie, mittelbar oder unmittelbar, in der Richtung der Bekehrungsgelüste, so ist das eine ganz eigenartige Liebe, die auch, abgesehen von ihren ethischen Bewertung, praktisch in ihren Ergebnissen sich so eminiert zeigt, daß die Bestimmung neuer Millionen für die fast resultatlose Arbeit des Seelenfanges kaum gerechtfertigt erscheinen dürfte. Die angeführten Zitate mögen uns ein Vorbild vorführen, welche Opfer Nichtjuden einer Idee bringen können, die doch ganz idealer und utopistischer Natur ist Um wie viel mehr sind wir verpflichtet, für uns selbst, für das Land unserer Väter und für die Erhaltung unseres Volkstums uns zu begeistern und unser Hab und Gut zu opfern! Briefkasten E. M. Lilien gratuliert die Redaktion, wenn auch verspätet, so doch nicht minder herzlich zur Geburt seines Sohnes. M. S- Drohobycz. Aus naheliegenden Gründen unmöglich. Ha-OIam Inhalt der Nr. 52. A. Hermoni: Erez Israel in der Diaspora. — Dr. Robinsohn: Eine jüdische Akademie. — M. Kleinmann: Brief aus Österreich. - H. Zarif: Brief aus Frankreich. — R. Brainin: Meine Mutter (Skizze). Schalom Aleichem: Rabbi Dow (Erzählung). — S. Libkowitz: Notizen. — J. Katzenelsohn: Kleine Gedichte. — A. N. Birnbaum: Der Kotzker Chassidimus. — N. S.: Federstriche. — Dr. S. Bernfeld: Die letzte Geschichtsepoche. Die Woche. Die zionistische Woche. Literatische Notizen. „März", Halbmonatsschrift für deutsche Kultur. Herausgeber: Ludwig Thoma, Hermann Hesse^ Albert Langen, Kurt Aram, Zweites Dezemberheft 1907. Preis iM 1:20, im Abonnement: das Quartal (6 Hefte) JC 6.—. Verlag von Albert Langen in München. Zu der gegenwärtig '-wichtigsten innerpolitischen Frage, der „Krisis im Reichstag", nehmen die beiden Reichstagsabgeordneten Friedrich Payer und Conrad Haußmann in dem soeben erschienenen zweiten Dezemberheft des „März" Stellung. .Von Anatole Franpe bringt das Heft einen geistreich geschriebenen und von feiner Ironie durchleuchteten Beitrag „Die Primitiven der pinguinischen Malerei." Der Artikel „Mein letzter Besuch beim Grafen Nigra und seine Erinnerungen an Bismarck" von Sigmund Münz wird ganz besonderes Interesse erwecken. Besonders reichhaltig ist das Heft mit illustrierten Beiträgen ausgestattet Wie einstmals der deutsche Urwald ausgesehen ha£ darüber unterrichtet uns R. H. France, und unterstützt seine Ausführungen durch sechs Naturaufnahmen aus einem leibhaftigen Urwald, der heute noch in Deutschland existiert Sehr belustigen werden die köstlichen als Kinderspielzeug bestimmten Tier-und Jagdszenenkarikaturen des bekannten französischen Karikaturisten Ca ran d'Ache. Der belletristische Teil bringt Beiträge von Hermann Hesse, Selma Lagerlöf, Hans Aanrud und Wilhelm Schüssen. Die neue Rundschau (Berlin, S. Fischer Verlag) zeigt in ihrem Januarheft ihre erweiterte Form. Umfang und Inhalt sind bedeutend vermehrt und eine Verbreiterung der Interessen in alU gemeinere Gebiete angestrebt. Der Glanzpunkt des Heftes ist der Beginn des.Tagebuchs, das Gerhart Hauptmann auf seiner Griechischen Reisen geführt hat. Wir finden ferner den Beginn des ersten großen Romans, den Arthur Schnitzler unter dem Titel „Der Weg ins Freie" soeben beendet hat; ein sprühendes Bild des heutigen Wi ner Lebens mit all seinen gesellschaftlichen Problemen. Die Musikschriftstellerin La Mara veröffentlicht einen Essay über die Unsterbliche Geliebte Beethovens, und bringt eine große Anzahl unveröffentlichter Dokumente und Briefe zur Zeitgeschichte. Ernst Heilborn schreibt über „Bienen, Ameisen und Menschen", das Bekenntnis eines Dichters über Leben und Schaffen. Theodor Barth schreibt seine politische Chronik. Ein anonymer Artikel „Politische Ängste eines unpoltischen Mannes" eröffnet das Heft. Glossen über allerlei Zeitereignisse, Bücher usw. sind der Schluß. Eine hygienische Notiz für den Winter. Mehr und mehr erkennt man in den besseren Gesellschaftskreisen, daß die Bemühungen für die Erhaltung der Gesundheit nicht nur auf wenige Sommermonate zu beschränken sind, sondern gleichmäßig während des ganzen Jahres fortgesetzt werden müssen. Wer im Winter erkrankt, soll schnell eine rationelle Kur vornehmen und sie nicht bis zum nächsten Sommer verschieben. Dieses richtige Verständnis für rechtzeitiges Einschreiten gegen Störungen im Organismus läßt darum auch die „Winterkuren" immer allgemeiner werden, und für solche wird besondeis die italienische Riyiera von Leidenden und Erholungsbedürftigen aufgesucht Für letztere mag dies auch wohl genügen; ebenso ist füi an Erkrankung der Atmungsorgane Leidenden der Aufenthalt im Süden von Nutzen, aber für die jetzt so zahlreichen Neurastheniker, für Herzleidende und an Stoffwechselkrankheiten und besonders Verdauungsstörungen Leidende ist das geräuschvolle Leben an der Riviera unbedingt schädlich, denn zu einer für ihren Zustand erfolgreichen Kur bedürfen sie vor allem der absoluten Ruhe. Für solche Leidende ist darum, an Stelle der im Winter geschlossenen Badeorte, dann stets der Besuch eines Sanatoriums ratsam, wobei aber nur eine für Winterkuren speziell eingerichtete Heilanstalt in Betracht kommen kann. Als solche gilt in kompetenten Ärztekreisen das bekannte Sanatorium Oberwaid bei St Gallen (Schweiz), dessen gesamte Anlage für den Winterbetrieb fürsorglich eingerichtet ist und dessen geschützte Höhenlage so günstig ist daß z. B. die so heilkräftigen Luftbäder, selbst von empfindlichen Personen während des ganzen Winters genommen werden können. Ein zu dieser Anstalt gehörender umfangreicher Waldpark bietet auch im Winter bequeme Gelegenheit für Spaziergänge und die sehr wichtigen Terrainkuren, ebenso stehen alle modernen Kurmittel und Apparate der physikalisch-diäteiischen Heilmethode zur Verfügung. Eine Spezialität von Oberwaid sind die nach System Lahmann (physikalisch-diätetische Heilweise bewährten Abhärtungs- und Wintersportkuren, durch welche z.B. bei Verdauungs- und Nervenleiden sehr, gute Erfolge erzielt werden. Die Behandlung wird von zwei Ärzten und einer Ärztin geleitet die in der wissenschaftlich begründeten Naturheilkunde langjährige Erfahrung haben. Winterkuren sind besonders wirksam gegen Stoffwechselkrankheiten, Nervosität, Blutentmischung (Dysämie), Schlaflosigkeit, Herzleiden, Magen- und Darmstörungen, Frauenleiden etc. Hierüber, und über die auch im Winter sehr angenehmen gesellschaftlichen Verhältnisse im Sanatorium Oberwaid besagt alles Nähere der von der Anstaltsdirektion kostenfrei zu beziehende ausführliche Prospekt. Es sollte uns sehr freuen, wenn wir recht bald Ihre uns sehr werte Anmeldung zu der immer mehr in Aufnahme kommenden Winterkur — oder auch Frühjahrskur — ab März erhalten und sichern wir im voraus die aufmerksamste Behandlung zu. Hochachtend Sanatorium Oberwaid. Infolge des Neujahrfeiertags erscheint diese Nummer einen Tag verspätet. .

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