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Die Welt · 1913-12-12 · 50 (12.12.1913) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
50 (12.12.1913)
Date
1913-12-12
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr. 50 c= LT 1705 Wien. In einer von der jüd.-akad. Verbindung „Kadimah“ einberufenen Versammlung sprach Herr Lucian Brunner über das Thema: „Der XI. Kongreß und die Juden als politischer Faktor in Oesterreich.“ Der Referent, ein Kenner der politischen Geschichte Oesterreichs, betonte die Wichtigkeit der innerpolitischen Betätigung der Juden in Oesterreich für den Zionismus. Wien. Das Ergebnis des Beilis-Prozesses war Gegenstand eines interessanten Vortragsabends, bei welchem die Herren P r o t z k i n, Dr. R a t n e r und Borochow in deutscher russischer und jüdischer Sprache den Verlauf und die Lehren des Kiewer Prozesses behandelten. Botoschani. Am 23. November fand hier eine große zionistische Versammlung statt in der Herr Abraham Feiler über den XI. Zionistenkongreß Bericht erstattete. Mährisch-Ostrau. Auf Einladung des Jüdischen Volksvereins „Zion" in Mährisch-Ostrau erstattete am 27. November Herr Adolf Stand- Lemberg, in Mährisch-Ostrau ein ausführliches Referat über den XI. Kongreß. Besonders ausführlich verweilte Redner bei der Universitätsfrage. Weiter besprach er die Auseinandersetzungen zwischen politischen und praktischen Zionisten und gab schließlich ein Bild über den gegenwärtigen Stand der Kolonisation und die Fortschritte der praktischen zionistischen Arbeit, sowie die fortschreitende Popularisierung des zionistischen Gedankens in der ganzen Welt. Bukowina Czernowitz. Am 23. November fand hier eine vom Zion- Verein „Erez-Israel“ veranstaltete Versammlung in der T o y nbee-Halle statt. Die Czemowitzer Delegierten Dr. M. Ebner, Fräulein Klara K 1 i n g e r, Salomon Gro ßberg und Dr. Markus Krämer referierten über den Wiener Kongreß. Die massenhaft besuchte Versammlung nahm die Berichte mit großem Interesse entgegen und faßte zum Schlüsse folgende Resolution: „Die am 23. November im Festsaal der Jüdischen Toynbee-Halle tagende, massenhaft besuchte Versammlung drückt dem Engeren Actions-Comite für seine ausgezeichnete Leitung und insbesondere für seine zielbewußte erfolgreiche Tätigkeit in Palästina ihren aufrichtigen Dank und das vollste Vertrauen aus." Eine zweite Resolution wendet sich gegen die Beschlüsse des Kuratoriums des Technikums in Haifa und legt gegen das unbegreifliche, jedem jüdischen Nationalbewußtsein hohnsprechende Verhalten feierlich entschiedensten Protestein. Kongreßgeri cht Das vom XI. Kongreß gewählte Kongreßgericht hat sich nunmehr konstituiert. Dr. Walter Munk in Berlin ist Vorsitzender, Rechtsanwalt Hans S t e i n i t z in Berlin stellvertretender Vorsitzender des Kongreßgerichts. „Die jüdische Kolonisation Palästinas“ Der Jüdische Verlag teilt uns mit: Soeben erschien das seit langem angekündigte Buch: Nawratzki, Die jüdische Kolonisation Palästinas. Brosch. 10 Mark, in Buckram geh. 12 M. Ausgehend von der ökonomischen Lage der Hauptmasse der jüdischen Bevölkerung, betrachtet der Verfasser die Landesverhältnisse Palästinas soweit sie für die Beurteilung der Aussichten und Unterlagen der jüdischen Kolonisation in Betracht kommen, und verbreitet sich sodann über die rein wirtschaftliche Seite der Kolonisationsbewegung. Im letzten Teil des Buches werden die kulturellen Ergebnisse einer eingehenden Betrachtung unterzogen. . Das gründlich gearbeitete Werk, das eine Fülle Material bringt, wird jeden unserer Gesinnungsgenossen aufs lebhafteste interessieren. Brasilien Rio de Janeiro. Am 16. November wurde in Rio de Janeiro der erste zionistische Verein gegründet, der den Namen „Tiphereth Zion" erhielt. Es war bei den hiesigen Verhältnissen keine leichte Arbeit, die in Rio ohne jeden Zusammenhang zerstreut lebenden Juden verschiedener Herkunft unter einen Hut zu bringen und für unsere Bestrebungen zu interessieren. Nach einer Vorbesprechung der schon bekannten Zionisten, gelang es, am 16. November die konstituierende Versammlung abzuhalten, die von Herrn Sinai Feingold eröffnet wurde. Zum Vorsitzenden des Vereins wurde H. Hurw i t z, zum 2. Vors. H. Feingold, zum Sekretär (hebr.) H. Rothberger, zum 2. Sekr. H. R a b i n o w i t z und zum Kassierer Herr Jacob Schneider gewählt. Dann wurden noch Beiräte, Revisoren und eine N.-F.-K o m m i s s i o n bestimmt. Dem Vorstand wurde die Ausarbeitung der Statuten, Vorbereitung zur kommenden Chanukahfeier und die Lokalfrage übertragen. Es wurde ein Begrüßungstelegramm an das A. C. abgesandt. Unter begeisterter Absingung der „Hatikwah" schloß der Vorsitzende die konstituierende Sitzung des Tiphereth Zion. Wir wollen hoffen, daß damit für den Zionismus wieder ein kleiner Stützpunkt geschaffen ist, und daß unser zionistischer Verein auch für die Organisation der hiesigen Juden überhaupt segensreich wirken wird. Schluß des redaktionellen Teiles Bei der Administration „Die Welt“ sind eingegangen: Für das Mikrobiologische Institut: „Vergesset nicht das Mikrobiologische Institut" Siegmund Eppler, Wien .... - Kr. 2.— JL 1.68 Paul Diamant, Wien. 2— „ 1.68 Prof. Kellner, Wien. —.84 Johann Kremenezky, Wien - - - - Kr. 10.— Jk 8.40 Ing. Josef Seidener, Wien .... —.50 „ —.42 Heinrich Lederer, Wien .... —.50 „ —.42 Leo Weiss, Wien. —.84 Oswald Weiss, Wien. 2— 1.68 Julius Weiss, Wien. 1.— , —.84 Dr. Elkan Weiss, Wien - - 2.— „ 1.68 Emanuel Lockspeiser, Boryslaw - 1 — „ —.84 Kais. Rat Emil Broch, Tarnow - —.50 „ —.42 Kais. Rat C. Hirsch, Wien - - . - 5— „ 4.20 Heinrich Bard, Lemberg .... 6— „ 5.04 Die Butter der Zukunft. Schon heute genügt die Butterproduktion nicht im entferntesten, den Bedarf zu befriedigen. Dieser Bedarf wird aber mit dem sich steigernden Wohlstand der Bevölkerung täglich größer, während die landwirtschaftliche Produktion infolge der Ausdehnung unserer Industrie mehr und mehr zurückgehen muß. Daher muß die Industrie einen Teil der Produktion unserer Nahrungsmittel übernehmen. Das ist bereits in hohem Maße der Fall und wird es in Zukunft noch mehr sein. In Hunderttausenden von Familien verwendet man heute schon anstelle von Butter Dr. Schlincks Palmona (Pflanzenbutter-Margarine). Die Haushaltungskasse empfindet diesen Wechsel angenehm, ohne daß sich selbst die feinste Zunge beklagen könnte. Die einzige Toilette-Seife der Welt, -welche durch Patente geschützt, wunderbare Weichheit, diskretes, angenehmes Parfüm und höchste Desinfektionskraft in sich vereinigt, ist die bekannte und allgemein beliebte Providol-Seife. Auf Grund ihrer unübertreffbaren. hervorragenden Eigenschaften bedeutet sie die vollkommene Hautpflege auf wissenschaftlicher Grundlage. Providol-Seife beseitigt nicht nur Pickel, Flechten, H&utausschläge undHantunreinigkeiten, sondern verhütet beiständigem Gebrauch auch deren Entstehen. Durch ihre Reizlosigkeit ist sie der empfindlichsten Haut zuträglich und deshalb geradezu anentbehrlich zur Teintpflege. Wer die Providol-Seife noch nicht kennt, schreibe umgehend an die Providol- Gesellsohaft inBerlin HW21, Alt-Moabit 104, wegen Zusendung aufklärender Broschüre E 1 und eines Musters. SToliWERCK 7 Fabriken.Über6000 Beschäftigte

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