Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 17 (1913)
- Issue
- Kongreß-Ausgabe III (5.9.1913)
- Date
- 1913-09-05
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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52 ■— '■ ■■ ■ -- DIES^EELT .. ■ -- Nr. III ich sehe weder ein neues System noch neue Methoden. Ich weiß Ländern sprechen, hat die Stimme des E. A. C. und leider auch nicht, ob das neue A. C. seine Sache gut macht oder schlecht. die Stimme des Kongresses nicht genügend Einfluß. Sie wissen, Ich sage nur, es macht seine Sache nicht anders. Macht es sie gut, daß hier auch Nichtzionisten mitreden. & ist für.Sie wirklich eine so war es auch früher gut, macht es sie schlecht, so war es auch Frage von großer Bedeutung, daß wir nicht zwei Jahte warten, früher schlecht (Zustimmung 1 Ich hielt es für meine Pflicht, meine Meinung zu sagen und Ihre Nun will ich die dunkle Stelle zeigen : Das E. A. C. behandelt Sache wird es sein, darnach oder dagegen zu handeln. (Beifall.) die Vertreter der Minorität ungerecht, ich möchte sagen unpolitisch. Rosenfeld (jüdisch): Ich meine, wir können nicht vom A. C. Ich gehöre nicht zu dieser Minorität, denn ich habe am Kampfe reden, ohne den Bericht des Nationalfonds und den über die überhaupt nicht teilgenommen. Palästinaarbeit gehört zu haben und wir können auch vorläufig Das erste, was bereits heute hier im Saale berührt worden kein Votum abgeben. Wir halten das A. C. auch für diese Arbeiten ist und was zu klären ein Bedürfnis ist, ist die Frage der Stellungverantwortlich. Was man uns in dem dicken Buche vorgelegt hat, nähme zu Max Nordau. Ich glaube nicht, daß wir hier die Vollkann man keinen Bericht nennen. Die Fraktion, der ich angehöre, macht haben, über die Handlungsweise Max Nordaus zu sprechen, die jüdische Arbeiterpartei Poale Zion hat viele Beschwerden über aber was wir tun können, ist, über das Engere A. C. zu sprechen. die jetzige Leitung. Herr Dr. Hantke hat von der Hebräisierung Jemand hat gesagt, daß die Sache nicht ohne Verschulden des gesprochen. Diese ist aber nicht eingetreten. Es ist ein einseitiger E. A. C. geschehen ist. Und dies hat eine gewisse Unruhe hervor- Achad Haams eingetreten, ich meine das Auftreten Achad gerufen. Ich nehme an, daß die Handlungsweise Max Nordaus Haams nach seiner Reise nach Palästina, seine Artikel im durch das E. A. C. nicht hervorgerufen ist. Aber ich frage Sie, „Haschiloach“. Wir wissen, daß er auf dem Standpunkte steht, ob das E. A. C„ unter dessen Aufsicht die Redaktion der »Welt* wir brauchen keine Bauern in Palästina. Es genügt uns ein Kultur-; steht, die Sache mit dem richtigen Verständnis behandelt hat Zentrum. Dr. P a s m a n i k sprach sich dagegen aus und die (Sehr richtig), ob es die Sache zweckmäßig behandelt hat. Max »Welt“ trat damals gegen Pasmanik auf. Nordau ist ein Mythos; er ist ein Symbol des Zionismus für die Das A. C. ist in ein einseitiges nationalistisches, achadhaaganze Bewegung. Für das ganze jüdische Volk ist Max Nordau mistisches Fahrwasser geraten. Das A. C. läßt sich von Komproeiner der Schöpfer des zionistischen Gedankens, ob es wahr ist missen leiten, wir sahen dies in der Kulturfrage, in dem Ver- oder nicht, will ich nicht untersuchen, aber man glaubt es, und halten gegen den Misrachi. Ist dies eine richtige Verteidigung von das genügt. In dem Moment, wo es heißen wird: Max Nordau Beschlüssen, wenn man sich nach rechts und links vorbeugt? Die hat keinen Platz in unserer Organisation, wo er gezwungen sein „Welt“ — das müssen wir mit der schärfsten Kritik hervorheben wird, die Mitarbeit aufzugeben, wird man sagen, daß der jetzige — ist das Organ der deutsch-russischen Koalition geworden, die Zionismus nicht eine weitere Entwicklung derjenigen Ideen ist, auf dem Standpunkte steht: Ibrith oder russisch. Selbst ein Wortdie Herzl und Nordau gepredigt haben. Es wird heißen, daß wir führer, wie Dr. Ruppin, hat in seinem Buche: »Die Juden der jetzt einen ganz anderen Zionismus haben, an dem Max Nordau Gegenwart“ die Ansicht vertreten, daß »jüdisch“ das einzige Boll- . nicht mehr teilnehmen kann. (Unruhe.) Ich weiß, daß es noch werk des jüdischen Nationalismus im Osten ist, und Dr. Ruppins einige andere Personen gibt, die mit Herzl gearbeitet haben und Buch ist ein Standardwerk der zionistischen Bewegung. Wir die tatsächlich nicht mehr mitarbeiten. Ich weiß aber auch, daß können nicht in eine Bewegung hinein, die nicht auch den Gegner dieser Kongreß vielleicht zur Folge haben wird, daß noch andere bestehen läßt. Die »Welt* hat die Beschlüsse unserer Partei wegen Leute, die mit Herzl zusammengearbeitet haben, mit uns nicht des Nationalfonds gestrichen und hat aber Artikel von Dr. Pasmehr werden arbeiten wollen. Das ist der zweite Punkt, wo manik dagegen gebracht Ist dies der Standpunkt einer zionistischen meiner Meinung nach das A. C. nicht richtig gehandelt hat Organisation, in welcher alle Gruppen befriedigt werden sollen? Was nun die Kritiken von Kann anbetrifft, so weiß ich, Der Standpunkt, vor einen Kongreß zu kommen und einige wenn Kann spricht oder schreibt, so glaubt man, da er gegen hebräische Reden herabzudreschen, die von Autoritäten des die jetzige Arbeit in Palästina ist, daß er überhaupt gegen die Hebräischen nicht übersetzt werden können, ist ein ganz verfehlter. Arbeit in Palästina ist. Ich weiß nicht, ob Herr Kann recht hat, Wir müssen damit aufräumen. Der Zionismus muß positiv behandelt aber ich glaube es. In dem Augenblick, wo Herr Kann mit Ziffern werden. * Die Westjuden können darüber nicht reden. Sie fühlen gekommen ist, hätte man ihn nicht so behandeln sollen, wie es nicht das Leben. Daher meinen sie, daß die Hebraisietung die geschehen ist, sondern es hätte sofort vor 4 Jahren eine Kommission Triebkraft sei. Wenn etwas in der Richtung der Palästinaarbeit geeingesetzt werden sollen, die das Material untersuchen sollte und schehen ist, so ist es nur für eine ganz dünne bürgerliche Schichte wenn Sie es damals nicht getan haben, so ist es jetzt Ihre Pflicht, geschehen, die sich den Luxus erlauben kann. (Heftige Gegenrufe.) dies zu tun. Und da wird es nicht helfen, wenn Dr. Hantke Die Poale-Zionisten stehen auf dem Standpunkte, es gäbe auch von dieser Tribüne aus erklärt, es ist nicht richtig. Da keine prinzipiellen Gegensätze zwischen praktischem und politimüssen Leute sein, die die Sache ruhig und objektiv untersuchen, schem Zionismus. Wenn wir auf dem letzten Kongresse für diese nicht in einer so großen Versammlung. Wenn man die Sache Leitung stimmten, so geschah es nur, weil wir die zionistische ruhig behandelt hätte, dann wäre Herr Kann nicht so weit gegangen. Bewegung davon befreien wollten, daß die Minorität die Majorität Jetzt komme ich zu der letzten Frage, das sind die Anträge, die beherrschte. Ich eikläre im Namen meiner Partei, daß unser Weltdas E. A. C. stellt. Das ist doch eine Frage, über die man nicht verband in Krakau beschlossen hat: so agitatorisch sprechen kann. Sie wissen, daß das E. A. C. sagt, Wir stehen auf dem Standpunkte, daß die Leitung die es könne ohne Erfüllung dieser Wünsche nicht arbeiten. Die Finanzinstitute übernehme. Wir machen unser Votum abhängig ganze Arbeit sei gelähmt, wenn es nicht Herr der zionistischen von den Berichten über die Palästinaarbeit und den Nationalfonds. Finanzen wäre. Die anderen sagen, wir müssen die zionistischen Dr. Melamed (London,: Es ist nicht meine Absicht, für oder Finanzinstitute retten, wir müssen die Banken schützen. Erlauben gegen die Leitung zu sprechen, sondern über die zionistischen Sie mir, zu sagen, daß weder die einen, noch die anderen recht Geschäfte und Transaktionen, die unsere oberste Verwaltungshaben. Die Frage hat gar keine praktische Bedeutung. Die Herren behörde innerhalb der letzten Amtsperiode abgeschlossen hat. vom E- A. C. hätten recht, wenn sie uns gezeigt hätten, daß im Ich will es peinlichstvermeiden, Zensuren auszustellen; inwiefeme Verlaufe der 15 Jahre, seit die zionistische Organisation besteht, die Leitung während des genannten Zeitraumes für die von ihr Fälle vorgekommen wären, wo im Großen A. C. eine Abstimmung geleistete Arbeit Lob oder Tadel verdient, wird der hohe Kongreß stattgefunden hat, die der Aufsichtsrat umgestürzt hätte. Dies kam nie nach Schluß dieser Debatte selbst festzustellen haben. Ich fange vor. Dies kam nicht nur im Verlauf der letzten zwei Jahre nicht vor, mit dem nächsten und unmittelbarsten an, nämlich mit der sondern auch in den früheren Jahren nicht. (Rufe: Richtig!) Ist es Organisation des Kongresses selbst. In vielen zionistischen Kreisen einmal vorgekommen, daß die Generalversammlung nicht das bewir darüber Klage geführt, daß der XL Zionisten-Kongreß durch schlossen hätte, was vorher im Kongresse beschlossen wurde? die vielen Nebenveranstaltungen, die die Leitung tatkräftig Nein. Ich kenne den Fall, wo im Kongreß ein Beschluß mit einer gefördert hat, in eine Schaustellung zweifelhafter Sorte umkleinen Majorität angenommen wurde, der dann in der Generalgewandelt wurde. (Lebhafter Widerspruch und Zwischenrufe: Versammlung einstimmig angenommen wurde. Diese Frage hat »Nehmen Sie das zurück, das ist eine Ungehörigkeit!“) keinen praktischen Wert. Ich werde nun sagen, warum die anderen Vizepräsident Dr. Gaster: Der Herr Redner hat ein Wort Herren nicht recht haben. Ich glaube nicht, daß man hier etwas gebraucht, welches parlamentarisch nicht korrekt ist Hier gibt es retten soll Wenn man etwas retten soll, muß man es auch vor nichts Zweifelhaftes und nichts Zweifelhaftes in unseren Unterdem Aufsichtsrate retten. Aber wenn die Herren das nicht einnehmungen. Das Wort ist ungehörig! sehen wollen, so werde ich Ihnen etwas anderes sagen. Nach Dr. Melamed: Ich ziehe! es» zurück. Redner bespricht die zwei Jahren wird der Antrag des E. A C. ganz bestimmt ange- Tätigkeit des A. C. und wird hiebei wiederholt durch Schlußrufe nommen werden. Die großen jüdischen Massen gewöhnen sich an unterbrochen. Er wird wiederholt vom Vorsitzenden zur Sache den Gedanken. Das E. A. C. hat einen sehr ungünstigen Augengerufen. Im Verlaufe seiner Rede verlangt er Auskunft über verblick gewählt. Sie wissen, Kann kommt mit einer Broschüre, in schiedene politische Fragen in Konstantinopel. Er fragt Dr. Jakobder Ziffern stehen und die Leute haben Achtung vor Ziffern. Max sohn, ob es zu einem Zusammenstoß zwischen ihm und maß- Nordau hält eine Rede, aus der die Zeitungen einige Teile herausgebenden türkischen Politikern tatsächlich gekommen sei. gerissen haben: „Geht dort alles redlich zu?“ In diesem Augen- Dr. Jakobsohn: Nein. (Beifall und Heiterkeit.) Redner blick, wo eine von allen Seiten untergrabene Meinung sich breit erklärt, die Kulturtätigkeit in Palästina sei falsch. Anstatt Schulen macht, wollen Sie kommen und der großen Masse sagen, gebt zu gründen, solle man Bauern erziehen. Redner schließt unter uns die Banken, wir wollen sie in unseren Händen haben. Es großer Unruhe des ganzen Hauses. genügt nicht, zu erklären, oder zu sagen, es ist keine Gefahr. In Präsident Wolffsohn kündigt an, daß er nunmehr die den großen Massen in ganz Rußland, ich will nicht von anderen Anträge des Dr. Pasmanik zur Abstimmung bringe werde.