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Die Welt · 1913-08-08 · 32 (8.8.1913) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
32 (8.8.1913)
Date
1913-08-08
Page
– (sequence 14)
Language
German
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1030 DIE3§KLT Frauen zu mißhandeln. Sonst pflegten auch die fanatischesten Völker des Islam wenigstens den Frauen der Andersgläubigen eine gewisse Achtung entgegenzubringen; den völlig wehrlosen Juden gegenüber läßt man auch diese Rücksicht fallen. Jerusalemer Chronik Zu den Reformen, die die Regierung in Palästina einführen will, gehört auch die Herausgabe einer amtlichen Zeitung, die demnächst in Jerusalem in arabischer und türkischer Sprache erscheinen wird. Jeder Beamte im Mutessariflik Jerusalem, der ein Mindestgehalt von 300 Piaster monatlich bezieht, wird diese Zeitung, die alle offiziellen Bekanntmachungen der Behörden veröffentlichen wird, abonnieren müssen. Der jüngst erschienene englische Konsularbericht konstatiert, daß die jetzige städtische Verwaltung von Jerusalem sich mancherlei Verdienste erworben hat. Die hiesige Regierung ist telegraphisch aufgefordert worden, Pferde für die Militärverwaltung in Könstantinopel anzukaufen. Eine hiesige Zeitung bringt die Nachricht, daß die französische Regierung die Absicht habe, in Jerusalem eine Akademie für Medizin zu gründen. Dieser Tage fand hier zum erstenmal eine Versammlung sämtlicher Jerusalemer Aerzte statt. Der Direktor des Instituts zur Bekämpfung der Malaria, Prof. Mühlens, berichtete über die mit dem J erusalemer Gesundheitsamt (begründet von dem amerikanisch-jüdischen Philanthropen Nathan Straus) sowie mit der Gesellschaft jüdischer Aerzte und Naturwissenschaftler getroffene Vereinbarung bezüglich einer Arbeitsteilung in Jerusalem. Hierauf sprach Dr. Ar je Beham, der Leiter der serologischen und Wutschutzabteilung, in hebräischer Sprache über die Nr 32 Aufgaben dieser Abteilung. Für die nichtjüdischen Aerzte, die des Hebräischen unkundig sind, übersetzte Dr. S e g a 11 Behams Referat ins Französische. Verwaltungssorgen In Rami eh R a m 1 e h , 20. Juli. Parallel mit den Jaffaer Bemühungen, Jaffa zu einem Mutessariflik zu erheben, sind hier Bestrebungen im Gange, unsere Stadt, die jetzt der Sitz eines Mudirs ist, zum Sitz eines Kaimakams zu machen. Ramleh ist jetzt die größte Mudirieh unter denjenigen, die dem Jaffaer Kaimakam unterstehen. Die Stadt selbst zählt ca. 10 000 Einwohner, zu ihrem Verwaltungbezirk gehört aber auch die Stadt Lydda mit ebensovielen Einwohnern, ferner eine beträchtliche Zahl von Dorfgemeinden, darunter unsere meisten judäischen Kolonien. Diese Bestrebungen werden durch den Umstand gefördert, daß die Militärverwaltung hier Kasernen für etwa 800 Soldaten erbauen will. Sollten diese Wünsche in Erfüllung gehen, so werden unsere Kolonien noch mehr als bisher in Sachen der Verwaltung auf unsere Stadt angewiesen sein. Dies wird für sie eine Verbilligung der Reisespesen bedeuten. Auch ist eine stille, geräuschlose und durchweg friedliche Stadt wie Ramleh in vielen Beziehungen für eine Erledigung der laufenden Geschäfte geeigneter als Jaffa. Andererseits ist aber zu bedenken, daß der ansehnliche städtische Jischub in Jaffa, der in dem Chachambaschi eine gesetzmäßige Vertretung bei den Behörden hat, auch für den Schutz der Kolonien von Bedeutung ist, während in Ramleh jetzt überhaupt nur wenige jüdische Familien wohnen. Wenn auch anzunehmen ist, daß in Zukunft die Zahl der jüdischen Bevölkerung von Ramleh zunehmen wird, so wird dies doch wohl nur recht langsam vor. sich gehen. o o o o o o o o o o oo o o AUS DER BEWEGUNG I o o o o o o o * I o o o o o o o Zur Beachtung! Die Adresse des Zionistischen Zentralbureaus lautet vom Dienstag, den 19. August ab bis zum 10. September: Zionistisches Zentralbureau, Wien I, Giselastraße 12. Alle Gesinnungsgenossen, die mit dem Zentralbureau in Korrespondenz stehen, werden dringend gebeten, diese Adressenänderung zur Zeit zu beachten, damit unliebsame Verzögerungen in der Erledigung der Korrespondenz vermieden werden. AUSWEIS Schekel 5672 Federation Misrachi. Spezifikation fehlt. JL 440.— Griechenland. Athen. JL 26.— Galizien. Distriktskomitee Krakau. JL 42.— English Zionist Federation. Spezifikation fehlt.£ 23 5.— 474 30 Deutschland. Laut Ausweis in Nr. 32 der „Jüdischen Rundschau“ JL 1 — Schekel 5673 Rußland. Spezifikation fehlt. JL 3942.10 Deutschland. Laut Ausweis in Nr. 32 der „Jüdischen Rundschau“ JL 1037.50 Skandinavien. Stockholm.90.— English Zionist Federation. Spezifikation fehlt.£ 70.1.— JL 1429.— Misrachi. Spezifikation fehlt.JL 1700.— Griechenland. Athen.JL 57.— Galizien. Distriktskomitee Krakau (Spezifikation folgt). ... JLl 100.— Belgien. Lüttich: Verein Kadimah.JL 38 — Brüssel: Verein Ahawath Zion.. 42.— Antwerpen: Verein Kadimah.„ 132.— Antwerpen: Cercle des Dames Sionistes . „ 134— JL 346.— Südslawische Länder. Zagreb.Kr. 16.80 Sarajewo.. 240.— Bjelovar. 32 40 Zemun.. 48.— Petrinja. 2 40 Kr. 339.60 JL 286 83 Zentralfonds 1913 Rußland. H. M. Gottesmann.JL 100.— H. L. Gottesmann.. . „ 100.— M. A. Solowejeik. „ 25.— Sammlung Orel.„ 13.— R. Altmann.„ 21.60 N- Trosmann.. 21.60 LL Ch. Margulies.„ .10 75 Sammlung Sapotzkin.. 10-75 Dr J. Landesmann.„ 2140 Dr. N. Schimkin . . . ... . „ 10.70 A. Barsutzki., . . . „ 10.70 J. Triwus. „ 10.70 S. Brodowski .., . . „ 3.42 zus. JL 362.62

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