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Die Welt · 1913-08-01 · 31 (1.8.1913) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
31 (1.8.1913)
Date
1913-08-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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998 Nr. 31 &IE3§KELT Dr. Rothfeld 2.—, Dr. Menezer 1.—, Sigmund Jolles 5.—, zusammen Kr. 53.—. Spezifikation der oben ausgewiesenen Schekel aus Italien: Mailand 200, Ferrara 101, Modena 88, Bologna 53, Rom 25, Ancona 10, Florenz 11, Turin 3, zusammen 491. Richtigstellung. Der aus Palästina in Nr. 25 der „Welt“ für Schekel 5673 ausgewiesene Betrag von M. 23.50 ist für das Jahr 5672 bestimmt. Deutschland Berlin. Die Berliner Zionistische Vereinigung hielt am 24. Juli ihre HerzT-Gedenkfeier ab. Der Saal des Logenhauses in der Kleiststraße erwies sich als viel zu klein für die überraschend große Zahl der Teilnehmer. Herr Sok o 1 o w gab in seiner Gedenkrede ein fesselndes Bild der Persönlichkeit des großen Toten, das durch eine Anzahl eigener Erinnerungen aus der Frühzeit der Bewegung noch an Leben gewann. In einer Schlußansprache forderte Dr. H. G. Heymann, namens des Vorstandes der B. Z. V., die Zionisten Groß-Berlins zu einer einhelligen Begrüßung des Kongresses auf, die mit einer Stärkung des Zentralfonds verbunden sein soll. Königsberg. Am 15. d. M. fand hier auf Veranlassung des Vereins jüdischer Studenten und des Akademisch-Jüdischen Vereins „Theodor Herzl" eine Versammlung der nationaljüdischen Studenten und Studentinnen statt. Zu dem Gegenstand der Versammlung „Die Gründung einer jüdischen Universität in Palästina“, sprachen Herr Dr. Pelz (V. J. St. A. H.) und Herr cand. med. Lewin (Verein „Theodor Herzl“). Die Versammlung faßte einstimmig folgende Resolution: „In der Ueberzeugung, daß die Gründung einer jüdidischen Universität in Palästina für das jüdische Volk ein Bedürfnis ist, begrüßt es die jüdisch-nationale Studentenschaft Königsbergs, daß der XI. Kongreß diese Frage auf die Tagesordnung gestellt hat und erhofft davon eine energische Förderung dieses Planes.“ Hannover. Am 14. d. M. hielt Herr Assessor Dr. Jacobsohn - Lüneburg in der Zionistischen Ortsgruppe einen Vortrag über die gegenwärtige Lage der palästinensischen Kolonien. Dortmund. Am 17. d. M. fand im Saale des „Deutschen Hauses“ eine Versammlung der hiesigen Zionistischen Ortsgruppe statt. Herr Simon Eichengrün sprach über die Persönlichkeit Herzls und las im Anschluß daran markante Stellen aus Herzls zionistischen Schriften vor. Die Versammlung war zahlreich besucht. Es meldeten sich neue Schekelzahler. Oesterreich Herzls Todestag in Wien (Von unserem Berichterstatter.) Wie alljährlich wurde auch diesmal der Todestag Theodor Herzls durch einen feierlichen Gottesdienst im Stadttempel begangen. Herr Oberkantor Mathias trug die Gesänge vor und Herr Rabbiner Dr. Bach hielt eine eindrucksvolle Gedenkrede, in der er auch des bevorstehenden Wiener Zionisten- Kongresses gedachte. Der „H erzl-Klub“ veranstaltete einen Herzl-Gedenkabend. Herr Ludwig Bat 6 hielt einen Vortrag über das Leben und Wirken unseres Führers, und Herr Saß las aus Herzls zionistischen Schriften vor. Mit Rücksicht auf den während des Kongresses am 7. September stattfindenden Zug zum Döblinger Friedhof wurde in diesem Jahre der offizielle Gang der Wiener Gesinnungsgenossen zu Herzls Grabstatt unterlassen. Die Erfolge der „Hakoah“ Anläßlich des Wiener Zionistenkongresses werden die Gesinnungsgenossen aus aller Welt Gelegenheit haben, sich an den Leistungen des Wiener jüdischen Sportklubs „H a k o a h“ zu erfreuen, der in wenigen Jahren einen ungeahnten Aufschwung genommen hat. Wir entnehmen dem anläßlich der jüngst abgehaltenen IV. Generalversammlung erstatteten Rechenschaftsberichte folgende Daten: Die Fußballsektion des Klubs hat im letzten Jahre von 22 Meisterschaftsspielen 18 siegreich, 3 unentschieden gespielt. Der Klub vollbrachte die seltene Leistung, nach bloß dreijährigem Bestände die Vorstufe zur Erstklassigkeit zu erreichen. Anläßlich des großen Propagandaschwimmens „Quer durch Wien“ gingen 10 „Hakoahner“ durchs Ziel. Von allen Sportvereinen war „Hakoah“ am stärksten vertreten und der einzige Klub, dessen sämtliche Gestarteten das Ziel erreichten. Zwei Klubmitglieder, die Herren S. Deutsch, und Otto Hermann, kamen auf den vierten bzw. siebenten Platz. Beim internationalen Championat in der Adriaausstellung erlangte ein Mitglied der Sektion „Schwerathletik“, Herr Winter, unter 45 Teilnehmern den Rang sieben, gewiß ein hocherfreuliches Ergebnis. Nur das reife Verständnis der „Hakoah“ für die große Bedeutung der körperlichen Regeneration unseres Volkes, nur begeisterte Liebe und eiserner nationaler Wille haben diese in allen Sportkreisen anerkannten, ganz ausgezeichneten Erfolge ermöglicht. Agitationstournee von Dr. Korngrün in der Bukowina (Von unserem Berichterstatter.) Czernowitz. Der Sekretär der E. A. C. Herr Dr. Ph. Korngrün setzt seine Tournee in der Bukowina fort. Am 19. d. M. sprach er in W i z n i t z über das Thema „Bedeutung des XI. Zionistenkongresses". Der Erfolg der Ver- Versammlung war außerordentlich groß, und es wurde nach dem Vortrage eine größere Anzahl von Sch ekolim entrichtet. Nach der Versammlung fand ein Kommers statt. — Am 20. d. M. hielt Dr. Korngrün in Czernowitz vor einem großen Auditorium einen glänzenden Vortrag über „Kultur und Palästina auf dem XI. Kongreß“. Am Abend desselben Tages hielt Dr. Korngrün auf Einladung des neugegründeten hebräischen Klubs „I v r i a h“ einen hebräischen Vortrag. Am 22. d. M. sprach Herr Dr. Korngrün in Radautz in einer Volksversammlung über den „XI. Kongreß“. Die Radautzer zionistischen Vereinigungen verpflichteten sich, für den Zentralfonds eifrig zu arbeiten. Am folgenden Tage sprach Dr. Korngrün in Suczawa über dasselbe Thema. Herr Dr. Korngrün konferierte ferner mit einigen Kultusräten der Czemowitzer israelitischen Kultusgemeinde, die ihm versprachen, dahin zu wirken, daß die Kultusgemeinde dem Jüdischen N ati o n a 1 f o nds eine jährliche Subven tion bewillige und daß die von der Kultusgemeinde gegründete und erhaltene Volksschule in nationalem Sinne umgestaltet werde. Am 24. d. M. nahm Herr Dr. Korngrün an der Sitzung des Landeskomitees teil. Proßnitz. Sonntag, den 20. Juli, veranstalteten die jüdischnationalen Vereine von Proßnitz im jüdischen Kasino eine Herzl-Feier. Herr Dr. Zweig eröffnete die Feier mit einigen kurzen Worten. Hierauf hielt Herr Dr. Gustav Leschner- Troppau die Gedenkrede. Dr. Zweig sprach einige tiefgefühlte Worte des Gedenkens an den im Vorjahr verstorbenen Proßnitzer Gesinnungsgenossen Friedrich L ö w. Es folgte die Rezitation eines B i a 1 i k sehen Gedichtes, und mit der Absingung der „Hatikwah“ schloß die würdige Feier. Boryslaw. Durch das harmonische Zusammenwirken der hiesigen zionistischen Jugend mit den Poalei-Zion, dem Misrachi und der nationalgesinnten Bürgerschaft ist hier vor einigen Jahren eine mustergültige hebräische Schule ins Leben gerufen worden. Dieses Institut, dessen Gründung wir der Opferwilligkeit des Herrn Leon Kaufmann zu danken haben, hat unter der Leitung des Herrn Gelb einen ungeahnten Aufschwung genommen. Neben der Wiederbelebung des Hebräischen wird eine rege Werbetätigkeit für unsere Ziele entfaltet. Diese Aufgabe hat der Verein „Theodor Herzl“ übernommen, dessen Leitung in den Händen des Herrn Alois Rotenberg ruht. In den letzten Monaten konnten ansehnliche Beträge für das hebräische Gymnasium und dank der Propaganda- Arbeit Dr. Geyers für den Zentralfonds gesammelt werden. Gegenwärtig ist eine großzügige Jemenitenaktion im Gange. Für den Nationalfonds ist Herr Josef Schenkler mit großem Erfolg tätig. Den Bemühungen des Herrn Philipp Friedländer ist die Gründung einer jüdischen Volksbibliothek zu verdanken. Czernowitz. Am 26. Juli veranstaltete der neugegründete hebräische Klub „I v r i a h“ eine hebräische Herzl-Gedenkfeier. Die Gedenkrede hielt Herr B e i n i s c h. Ferner sprach der Lehrer der hebräischen Schule in Sadagöra, Herr Weißtaub. Am Schlüsse setzte ein Mitglied des hebräischen Klubs „Ivriah“ deren Ziele auseinander und forderte zum Beitritt auf. Czernowitz. Der Obmann des zionistischen Landeskomitees der Bukowina, Prof. Dr. Leon Kellner, erhielt von der Wiener Akademie der Wissenschaften zwecks Vorbereitung einer kritischen Shakespeare-Ausgabe eine Subvention.

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