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Die Welt · 1913-06-13 · 24 (13.6.1913) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
24 (13.6.1913)
Date
1913-06-13
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 24 765 f>IE3§KELT blicklichen Stand des Zionismus sprach. Am Schluß wurden M. 300.— für das Gymnasium in Jerusalem gesammelt. Herr Kretschmar hat in Germiston viele Privatpersonen veranlaßt, Land in Palästina zu kaufen. Der Verein selbst übernahm fünf Anteile der südafrikanischen Palästina- Farm im Betrage von M. 3000.—. Kinross. Am 12. April fand eine Versammlung der Highveld Zionist Association (Trichardts, Kinross Leslie) statt, in welcher Herr Kretschmar über die wirtschaftliche Lage der Juden in Palästina während der letzten drei Jahrzehnte sprach. Es wurde die Schaffung einer eigenen Farm der Association in Palästina beschlossen und dre7 Anteile zum Preise von je M. 0200.— gezeichnet, zwei von dem Verein und einer von Privatpersonen. M. 500. wurden dem Gymnasium in Jerusalem überwiesen. Stellenbosch. Hier wurde eine Zionist Society gegründet und Mr. S. Sapiri zum Vorsitzenden gewählt. ” .- Der Prospekt IlllllllllllllllllllillllllllllllllllllllllllllllllllllHIIIIIIIIIIIIIIII» Kongreß-Ausgabe der „Welf“ Australien Sydney. Eine Komiteesitzung der Sydney Zionist Society fand vor kurzem statt. Es wurden 'u. a. Briefe vom Zionistischen Zentralbureau und dem Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds verlesen. An die Vereine in Auckland und Perth wurden Nachrichten und Literatur geschickt. Es wurde beschlossen, dem Zionistischen Zentralfonds einstweilen M. 100.— und die gleiche Summe dem Jemenitenfonds zu überweisen, ferner 200 Schekel abzusenden. Außerdem wurde beschlossen, einen Aufruf für den Jemenitenfonds zu erlassen. Perth. Die West Australian Zionist Association veranstaltete eine Purimfeier, die sehr gut besucht war. Musikalische Vorträge wurden in englischer Sprache und im Jargon zu Gehör gebracht. — ln der kürzlich abgehaltenen Generalversammlung wurde Rev. I. D. Freedm a n zum Präsidenten gewählt. ist soeben erschienen! IIIIIHIIIlllllllltlimilUIHlllimillllllUllllllllllllilllllllllllHIIIlilHIlBHIIIHIlllllllliillllillULHIIIlHIHIIHIUKHIIIIHIIllHIHIllHl Für dieAbonnemerds-Propaganda unenibehrlidi! Geben Sie Ihren Bedarf auf! Verlag „Die Welt“, Berlin WlS Sächsische Straße S Vom Jüdischen Verlag Wir machen unsere Leser hierdurch auf das Inserat des Jüdischen Verlags im Anzeigenteil dieser Nummer aufmerksam. »SS« .SSOCS.SS« LITERARISCHE RUNDSCHAU Achad Haam: Am Scheidewege. 1. Band. Aus dem Hebräischen von Israel Friedländer. 2. verbesserte und vermehrte Auflage. Jüdischer Verlag, Berlin 1913. Zu derselben Zeit, in welcher der letzte Band von „Al paraschath derakhim" erschien, wurde die deutsche Teilübersetzung des ersten Bandes in zweiter Auflage der Öffentlichkeit übergeben. Die Tatsache, daß nach S Jahren eine zweite Auflage des Buches nötig war, beweist, daß dieses eine größere Verbreitung gefunden haben muß, als man nach den Urteilen und Vorurteilen vermuten konnte, die über Achad Haam in Umlauf sind. Die neue Ausgabe unterscheidet sich von der früheren äußerlich durch die veränderte Ausstattung. Bedauerlicherweise fehlt jetzt das Bildnis des Verfassers. Eine andere Neuerung besteht darin, daß das Buch als Erster Band dargeboten wird und das Vorwort des Uebersetzers die sehr erfreuliche Ankündigung bringt: „daß der Jüdische Verlag' eine zweite Sammlung Achad Haamscher Essays . . . vorbereiten läßt, in der die zionistische Kritik . . . ausführlich zu Worte kommen soll." Ueber die wichtigsten inneren Veränderungen gibt der Anfang des erwähnten Vorwortes Bescheid: „Die zweite Auflage ist die Frucht einer gründlichen Revision, bei der sich der Uebersetzer der hilfreichen Mitwirkung des Verfassers erfreuen durfte. Auswahl und Arrangement der Essays sind die alten geblieben. Nur ist auf Wunsch des Uebersetzers . . . der von ihm bearbeitete Aufsatz „Umwertung aller Werte“, der einer späteren Periode der literarischen Tätigkeit Achad Haams angehört (er findet sich im II. Bande der hebräischen Originalausgabe), in diese Sammlung aufgenommen worden." Die Aufnahme des hochbedeutsamen Aufsatzes steigert wesentlich den Wert der neuen Auflage. Die Abhandlung, welche zu ihrer Zeit durch den Kampf des Nietzscheaners Berdiczewsky gegen die im Judentum geltende „Vorherrschaft des Geistes über die Materie" angeregt wurde, erörtert die Stellung des Judentums zur Ethik Nietzsches: und zwar in einer Weise, daß jenes tatsächlich „in einem neuen, erhabenen Lichte erscheint“. Für den Achad Haam- Forscher hat der Aufsatz noch eine besondere Bedeutung. Er zeigt, daß der „Positivist“ Achad Haam keineswegs die Frage nach der objektiven Gültigkeit des Sittlichen wie der jüdischen Lehre vom Sittlichen außer Acht gelassen hat und recht wohl so etwas wie ein „ethisches Apriori“ kennt und anerkennt. Der innere „Widerspruch", den man in der philosophischen Grundlage des Achad Haamschen Systems gefunden haben will, existiert in Wahrheit gar nicht, wenngleich andererseits zugegeben werden muß, daß Achad Haam das bezügliche philosophische Problem bisher nicht mit der nötigen Ausführlichkeit behandelt hat. Eine Einzelbesprechung der Aufsätze ist hier nicht erforderlich und einer besonderen Empfehlung bedarf das Buch heute gewiß nicht mehr, wo man trotz allem anfängt, die Bedeutung Achad Haams einigermaßen einzusehen. „Wer die Entwicklung des modernen Zionismus" — sagt der Uebersetzer in seinem Vorwort — „seit dem Tode seines unvergeßlichen Schöpfers vorurteilsfrei verfolgt hat, der wird zugeben müssen, daß er sich langsam, aber sicher der Bahn 00020100020148010002020000010900020102010202020100

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