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Die Welt · 1913-06-06 · 23 (6.6.1913) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
23 (6.6.1913)
Date
1913-06-06
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Nr. 23 733 ME^fELT nannten drei Herren hätten die Mitglieder des E. A. C. der Kommission übermittelt. Der Vorschlag der drei Herren sei aber dadurch erledigt, daß eine große Anzahl der Mitglieder der Kommission ihn für nicht annehmbar erklärte. Denn er wäre auch nach der Meinung der drei Herren nur annehmbar gewesen, wenn sich ein weitgehendes Einverständnis auf dieser Grundlage hätte erzielen lassen. Nach längerer Debatte wurde zur Wahl geschritten, in der Sir Francis Montefiore zum Ehrenpräsidenten, Mr. Joseph Co wen zum Präsidenten, die Herren S. B. Rüben st ein und Jerome Jacobs (Manchester) zu Vizepräsidenten und Mr. Paul Goodman zum Ehrensekretär gewählt wurden. Folgende Herren wurden als Mitglieder der Exekutive in London gewählt: L. Eisen, J. K. Goldbloom, S. Goldreich, B. Grad, Dr. S. A. Hirsch, L. Kessler, Dr. S. M. Melamed, L. Res nick, L. J. Stein und Frau H. Snowman. Die Konferenz schloß mit einem Dankesvotum an Herrn L. Kessler, den scheidenden Vorsitzenden der E. Z. F., sowie an die Herren des E. A. C. für ihre mühevollen Bestrebungen Im Interesse des Zionismus in England. Aus diesem Bericht geht leider hervor, daß die Hoffnungen, welche von allen beteiligten Seiten an die Tagung geknüpft wurden, sich nicht erfüllt haben. Hat doch die Exekutive der englischen Federation selbst in ihrem Jahresbericht geschrieben: „Die Exekutive muß unter solchen Umständen die Prüfung der ganzen Lage der Jahreskonferenz überlassen, aber sie fühlt, daß der Stand der Dinge jetzt ein derartiger ist, daß, wenn nicht sehr drastische Mittel angewendet werden, um diesem chaotischen Zustand ein Ende zu machen, die English Zionist Federation, als die zentrale zionistische Organisation in diesem Lande, ihre Existenz in Zukunft nicht fortsetzen kann." Es ist nicht möglich gewesen, solche „drastische Mittel“ anzuwenden, d. h. eine durchgreifende Reform zu bewirken. Dies eröffnet für die Zukunft der Bewegung in England leider keine günstigen Aussichten, obwohl die Stimmung in vielen jüdischen Kreisen bei systematischer Arbeit gute Resultate wahrscheinlich macht. Die English Zionist Federation, die vor zwei Jahren noch 4800 Schekel aufbrachte, hat im vergangenen Jahre nur etwa 2000 Schekel gesammelt, und die Aussichten für das laufende Jahr sind auch nicht günstiger. Die gesamten Jahreseinnahmen der E. Z. F. für ihre organisatorischen Zwecke betrugen £ 30, also etwa 600 M.ü Unter solchen Umständen war natürlich keine propagandistische Aktivität möglich. Der Order of Ancient Maccabaeans entwickelt sich stetig, er hat bereits 3000 Schekel und wird voraussichtlich bis zum Kongreß diese Zahl noch beträchtlich vermehren. Da aber der O. A. M. eine besondere, seinen Spezialzwecken angepaßte Organisation besitzt, so ist das Bestehen einer allgemeinen zionistischen Landesorganisation in England unbedingt erforderlich. Diese Landesorganisation müßte die Kreise der Maccabaeans und die allgemein - zionistischen Vereine umfassen. Eine solche befriedigende Lösung, die der Bewegung in England eine einheitliche Leitung und wirkliche Stoßkraft gegeben hätte, ist nicht erfolgt; man muß nun ab warten, wie sich die Verhältnisse weiter entwickeln werden, doch sind die Aussichten der jetzigen E. Z. F. durch den Verlauf der Tagung nicht gebessert worden. Die Wirkung des Kongresses ü Wenn der Zionistenkongreß tagt, werden die Berichte über seinen Verlauf mit geradezu fieberhafter Spannung erwartet. Und nicht nur von den mehr als hunderttausend organisierten Zionisten, nicht nur von den unzähligen warmen Freunden der zionistischen Bewegung, auch von der nicht kleinen Zahl ihrer Gegner und der noch größeren der Abseitsstehenden, die sich der für die Geschicke des Judentums entscheidenden Wichtigkeit des jüdischen Volksparlamentes nicht verschließen können. Es ist die Pflicht einer gewissenhaften und gut gebildeten Presse, ein so berechtigtes Interesse nach guten und erschöpfenden Berichten zu befriedigen. Deshalb gibt das Zentralorgan der zionistischen Bewegung „Die Welt" eine Kongreßausgabe heraus. „Die Welt" wird während des Kongresses täglich (in sechs Morgenblättern) erscheinen und mit der Präzision einer Tageszeitung berichten. An Vollständigkeit und verständnisvoller Darstellung kann natürlich keine andere Zeitung den Wettbewerb mit dem Zentralorgan der zionistischen Bewegung aufnehmen. „Die Welt" wird der Kongreßausgabe eine außergewöhnliche Sorgfalt widmen; zur Deckung der großen Mehrkosten muß eine mäßige Nachzahlung von den ständigen und neueintretenden Abonnenten erhoben werden. Ständige und neueintretende Abonnenten haben nämlich den halben Bezugspreis der Kongreßausgabe nachzuzahlen. Der Preis der Kongreßausgabe (6 Nummern) beträgt M. 2,40; K. 2,80; Rbl. 1,30; sh. 2/10; Hfl. 1,70; Doll. 0,70; Frcs. 3,60. Die Nachzahlung der Abonnenten beträgt M. 1,20; K. 1,40; Rbl. 0,65; sh. 1/5; Hfl. 0,85; Doll. 0,35; Frcs. 1,80. Die Administration der Welt hofft durch diese Vergünstigung viele Interessenten für die Kongreßausgabe als ständige Abonnenten zu gewinnen. Bestellungen (nur gegen Vorausbezahlung) nehmen der Verlag und sämtliche Annahmestellen der „Welt" entgegen. Delegiertenmandate Gemäß Beschluß des IX. Kongresses, veröffentlichen wir die Namen der Gesinnungsgenossen, die sich zur Uebemahme eines Delegiertenmandates für den XI. Kongreß bisher bereit erklärt haben. Wir verweisen bei dieser Gelegenheit auf § 24 des Organisationsstatuts: „Jedes Mitglied der Organisation erlangt mit erreichtem 18. Lebensjahr das aktive und mit erreichtem 24. Lebensjahr das passive Wahlrecht zum Kongreß." Dr. Hugo Bergmann, Prag. Dr. M. B i 1 e s k i, Berlin. Rabbiner Dr. E. Cohn, Essen. Bendett Fett, Debica. Fräulein J. Goudsmit, Haag. Meier H e n i s c h , Stanislau. Dr. Rudolf Leszynski, Berlin. Sanitätsrat Lew y, Berlin. Dr. Alfred M a a ß , Berlin. Dr. Melamed, London. Josef Nußbaum, Neusandez. Eduard Pool, Hengeloo, Holland. Dr. Josef P r a ge r , Berlin. Apothekenbesitzer Riesenfeld, Gollub. S. Tolkowsky, Rechoboth. Dr. Ludwig Wassermann, München. Dr. med. S. Weiß, Hamburg. Dr. Percy Z a d i k , Hamburg. Dr. M. de Jonge, Cöln. Leo Grünberg, Plauen i. V. Max WoIIsteiner, Berlin. E. Torczyne r, Wien. Dr. M. Scherlag, Wien. Willi David (Misrachi), Mannheim. Frau Willi David, Mannheim. Josef Perlberger, Lemberg. A. Schor, Berlin. Nachum Drimer, Wiznitz. Heinrich Dülken, Cöln. Dr. Curt Weiß, Breslau. Bertram Stern, Wiesbaden. David Hamburger, Frankfurt a. M. Joachim Neiger, Tamow. Dr. J. Bendersky, Kiew. R. -A. L o e f f 1 e r, Plauen i. V. S. Goldreich, Essen. Jacob F r ä n k e 1, München.

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