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Die Welt · 1913-06-06 · 23 (6.6.1913) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
23 (6.6.1913)
Date
1913-06-06
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 23 729 gefunden. Der Erfolg ist zw eifellos zum großen Teil seiner machtvollen Persönlichkeit zuzuschreiben, dem Ruf, den er durch seine jahrzehntelange Tätigkeit als Publizist und Schriftsteller in den intellektuellen Kreisen des russischen Judentums genießt, wie auch seinen gewinnenden menschlichen Eigenschaften und gesellschaftlichen Vorzügen. Auch seine Vertrautheit mit der englischen Sprache und Kultur kam ihm bei der idealen Aufgabe, der er sich unterzogen hatte, sehr zu statten. Seine Vielseitigkeit ist ebenfalls bewundernswert. Mit feinem Takt erfaßte er stets den Gesichtskreis des Publiausgezeidmeten Redner, genialen Publizisten und unermüdlichen Vorkämpfer der zionistischen Bewegung. Seit Jahren hat hier kein zionistischer Besuch derartigen Eindruck gemacht und so allgemeinen Enthusiasmus aller Kreise der jüdischen Bevölkerung erregt, wie dieser. Sämtliche zionistischen Zentren, die er besuchte, sind sich darin einig, daß noch nie eine derart überwältigende Begeisterung, an der sich auch die begüterte Klasse englischer Kultur beteiligte, bei zionistischen Veranstaltungen zu verzeichnen war. In Worcester z. B. wurde S o k o 1 o w buchstäblich von der gesamten jüdif> * H. Steinberg B. Antonow kums und die Art seiner geistigen Interessen, und wußte so den richtigen Kontakt zwischen sich und seiner Zuhörerschaft herzustellen. Wenn man bedenkt, daß erst vor wenigen Jahren die Central Conference of American Rabbis eine Resolution gegen den Zionismus faßte und Mr. Jacob H. Schiff patriotische Bedenken gegenüber dieser großen Bewegung äußerte, kann man die Fortschritte ermessen, die seither der zionistische Gedanke in Amerika gemacht hat. Die früher oft gehörte Klage, daß sich die begüterten Juden Amerikas von der Bewegung femhalten, ist nunmehr gegenstandslos, nachdem Männer wie Louis D. Brandeis und Nathan Straus hauptsächlich durch die Bemühungen des Herrn Sokolow für die zionistische Sache gewonnen wurden.“ Die Monatsschrift „The Maccabaean“ in New York schreibt über die Tournee des Herrn Sokolow: „Das Ereignis dieses Jahres im amerikanischen Zionismus ist der Besuch von Herrn Nahum Sokolow, dem J. Fisher 8. Ginsburg sehen Bevölkerung enthusiastisch begrüßt; in Baltimore feierten ihn die Massen sowohl als die gutsituierten Kreise; in Boston wurde der Saal für die Propagandaversammlung von einer ungeheuren Menschenmenge gestürmt; und in all den zahlreichen anderen Orten wiederholte sich stets die gleiche Erscheinung. Die Botschaft, die Herr Sokolow brachte, war nicht ausschließlich palästinensisch, sondern er betonte die nationale Wiedergeburt im allgemeinen. Palästina ist der unerläßliche Vermittler für diese Renaissance, aber Herr Sokolow appellierte vor allen Dingen an das nationale Bewußtsein seiner Zuhörerschaft. Und daß diese Zuhörerschaft ohne Unterschied der sozialen Stellung mit gespanntester Aufmerksamkeit seinen Worten lauschte und von ihnen tiefinnerlich ergriffen wurde, daß das nationale und palästinensische Programm des Zionismus lebhaften Widerhall in ihren Herzen wachrief, das ist das schönste Resultat von Herrn Sokolows Besuch und muß mit besonderer Freude verzeichnet werden.“ Die Mitglieder des Sokolow Reception Committee in Chicago David P. Pollock B. Shulman M. Abrams EL Horwich J. Miller EL L. Meites BL Waiss B. Horwicb Nahum Sokolow Max Shulman Benj. Perlstein

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