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Die Welt · 1913-05-23 · 21 (23.5.1913) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
21 (23.5.1913)
Date
1913-05-23
Page
– (sequence 8)
Language
German
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656 Nr. 21 Von der Chagigah in Rechoboth (Chol Hamoed Peßach 5673): Der Zug zum Festplatze '< — zu beraten hatte. Das ausführliche, viele interessante Einzelheiten enthaltende Referat hielt Lehrer Adler. Mehrere Anwesende beteiligten sich an der folgenden Aussprache. In das Abwehrkomitee wurden gewählt: Rabbiner Fischmann, Dr. Rosenstein, Adler, Hos, Dr. Bogratschoff und M. Lederer. In Jerusalem hat der rührige Zweigverein des Lehrerverbandes einen wirkungsvoll abgefaßten, längeren Aufruf an die Eltern veröffentlicht, in welchem diese über die wahren Absichten der Missionsschulen aufgeklärt werden. Gleichzeitig fangen „Makkabi" und andere Institutionen an, auch auf andere Weise die Kreise der Mission zu stören. Manche Schulen erklären sich bereit, eine Anzahl der die Missionsschulen besuchenden Kinder unentgeltlich aufzunehmen. Die jungen Leute werden jetzt in Jugend vereinen organisiert und dadurch abgehalten, an Sabbat- und Festtagen die Räume der Mission zu besuchen. So steht denn zü hoffen, daß unser Land in absehbarer Zeit auch von diesem Uebel befreit sein wird. Aus den judäischen Kolonien Pethach-Tikwah. Die Regierungssteuern Unserer Kolonie betragen im laufenden Jahre ca. 85 000 Frcs.; die Gemeindesteuern 83 967 Frcs. Die Kosten für die Bewachung der Pflan- Von der Chagigah in Rechoboth Schauturnen des „Makkabi" zungen machen allein mehr als 30000 Frcs. aus. — Der Vorstand der Kolonie hat beschlossen, einen zweiten Arzt für die Kolonie zu engagieren. — Im abgelaufenen Jahre arbeiteten aus den benachbarten arabischen Dörfern in unserer Kolonie 1400 Männer und 1200 Frauen und Kinder. Moza. Die hiesige Dorfschule konnte jetzt wieder eröffnet werden, da die Chowewe-Zion eine Subvention bewilligt haben. Artuf. In letzter Zeit wurde hier auf der Gutswirtschaft des Herrn J. L. Goldberg eine Molkerei eingerichtet, die ihre Milchprodukte in Jerusalem absetzt. Die hiesige Gutswirtschaft beteiligt sich auch an der Ausstellung landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Rechoboth. Hulda. In letzter Zeit sind hier 35 jüdische Arbeiter beschäftigt: 24 Aschkenasim, 6 Jemeniten und 5 Sephardim und andere. Ben-Schemen. Dieser Tage fand hier eine Arbeiterversammlung statt. Nach einem Referate von B. Katzenei 1s o h n über die Bedeutung der allgemeinen Arbeiterorganisation schlossen sich sämtliche Arbeiter der neugebildeten Organisation an. Es wurde ferner ein besonderes dreigliedriges Komitee für sanitäre Angelegenheiten eingesetzt. Machneh - Jehudah. (Jemeniten - Kolonie). Unsere junge Siedlung entwickelt sich gut. An diesem Platze, der noch vor kurzem brachliegendes Feld war, herrscht jetzt reges Leben. Einige Familien haben bereits zu dem ihnen von dem Nationalfonds übergebenen Häuschen auf eigene Rechnung einen Zubau aufgeführt. Fast jedes Häuschen ist von einer kleinen Kartoffelpflanzung umgeben. Manche haben bereits mit dem Anpflanzen von Bäumchen begonnen. Nun hat auch der Nationalfonds die Arbeiten für die Bohrung eines eigenen Brunnens angefangen, der gewiß zum Aufblühen der Siedlung beitragen wird. Die Jemeniten haben sich bereits ein Bethaus eingerichtet und verfügen auch über einen eigenen Verkaufsladen. Fast alle Einwohner finden Arbeit in Pethach- Tikwah oder in Ain-Ganim. Die meisten haben die Miete für das laufende Jahr im voraus bezahlt. Ain-Ganim. Hier wurde eine Bibliothek eröffnet. Aus diesem Anlaß hatten wir mehrere Gäste aus Pethach-Tikwah und Jaffa. Kfar-Saba. Die 12 Häuschen, die hier mit Hilfe des Vereins „Esra" in Berlin gebaut werden, dürften in kurzem

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