Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 17 (1913)
- Issue
- 18 (2.5.1913)
- Date
- 1913-05-02
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Nr. 18 DIES^ELT von ca. 3000 Frcs. und ein Grundstück der Ica für Yemenitenhäuser im Werte von ca. 1000 M. Als besonderer Zweig von Zuwendungen haben sich die Versicherungen zu gunsten des N. F. in Amerika entwickelt, die bisher die Höhe von etwa 75 000 M. erreicht haben. Die Versicherten sind zumeist kleinere Leute, die sich auf den Ablebensfall versichern, wobei in die Police eine Klausel aufgenommen wird, daß dem N. F. der Betrag von 10 £ oder mehr zwecks Eintragung des Versicherten in das Goldene Buch zufließen soll. Es wäre sehr wünschenswert, daß diese Art von Versicherungen sich überall cinbürgerte. Die deutsche Sammelstelle ist jetzt im Begriffe, eine Propaganda nach dieser Richtung einzuleiten. Organisation. Nach der im letzten Jahre in Angriff genommenen Einrichtung bzw. Ausgestaltung von Zweigbureaus mit versierten Sekretären ist nunmehr eine Reorganisation unseres Vertrauensmänner-Systems einerseits und unserer Sammelmittel, in erster Linie der Büchsen, andererseits möglich geworden, welcher Aufgabe wir uns jetzt widmen. Hierdurch hoffen wir, schön in nächster Zeit eine wesentliche Steigerung der Büchsenerträge bewirken zu können. U. a. beschäftigen wir uns mit der Frage der Organisierung von jugendgruppen, die sich dauernd mit der Propaganda des N. F. auf Grund der Büchsenleerung und -Verteilung befassen sollen. Einem oft geäußerten Wunsche entsprechend, hat das Hauptbureau größere Büchsen für Synagogen und öffentliche Lokale hersteilen lassen, die demnächst zur Verteilung gelangen sollen. Neben den Büchsen ist der neue Spendenzweig der „Arbeiterheimstätten“ in den Vordergrund getreten, die sich einer wachsenden Popularität erfreuen. Mit besonderer Freude ist es zu begrüßen, daß sich an der Förderung der vom N. F. unternommenen Aktion eine Reihe von Kultusgemeinden, Bb.-Logen und sonstige hervorragende Körperschaften sowie Privatpersonen beteiligen. Bis jetzt sind etwa SO Häuser gespendet worden. Die unzureichenden Mittel haben unsere palästinensische Vertretung veranlaßt, auf ein momentanes Eindämmen der Yemeniteneinwanderung hinzuwirken. Es ist jedoch sicher, daß in dem Maße, als die Angesiedelten sich akklimatisieren und wohlfühlen werden, die weitere Einwanderung wieder stärker einsetzen wird. Dafür muß der N. F. schon jetzt Vorsorgen und die Aktion für Häuserspenden energisch fortsetzen. Bewilligung von 50 000 Frcs. für weitere Yemenitenhäuser. In Berücksichtigung des letzterwähnten Umstandes beschloß das Direktorium, entsprechenden Boden für Yemenitenhäuser zu erwerben und für diese selbst einen weiteren Betrag von 50 000 Frcs. zu bewilligen. Mädchenfarm. Auf Grund des Beschlusses in einer früheren Sitzung berichtete der Vorsitzende, daß mit dem Frauen verband für Kulturarbeit in Palästina eine Vereinbarung getroffen worden ist, wonach demselben für die Ausgestaltung der Mädchenfarm auf Kinereth ein Darlehen von 0000 Frcs. gegen Rückzahlung in 6 Jahresraten bewilligt Ankauf eines Bauplatzes für das Hebräische Gymnasium Jerusalem. Mit Rücksicht darauf, daß die Sammlungen in Galizien zur Aufbringung von 100 030 Frcs. für die Gebäude sich einem erfolgreichen Abschlüsse nähern, beschloß das Direktorium, nunmehr den Bauplatz für das Gymnasium zu erwerben. Nachlath Jehuda. Bereits in einer früheren Direktoriums-Sitzung wurde der Beschluß gefaßt, dem Odessaer Komitee ein Darlehen von 30 000 Frcs. für eine Arbeitersiedlung bei Rischon le-Zion unter denselben Bedingungen wie bei Ein Ganim zu gewähren. Dieser Beschluß gelangte in dieser Sitzung neuerdings zur Verhandlung und soll nunmehr durchgeführt werden. Bauplatz für ein Krankenhaus in Jaffa. Das Direktorium hatte in einer früheren Sitzung beschlossen, unter gewissen Voraussetzungen den Betrag von 20 000 Frcs. für den Ankauf eines Bauplatzes für das Krankenhaus in Jaffa zu bewilligen. Da diesen Voraussetzungen nunmehr ent- 569 sprochen ist, so soll nunmehr der erforderliche Betrag zur Verfügung gestellt werden. Bekämpfung der Malaria in Palästina. Nach einem Berichte von Herrn Prof. War bürg über die Begründung eines internationalen Gesundheitskomitees, das den Zweck hat, die Malaria, von der ein Teil unserer Kolonien schwer heimgesucht wird, zu bekämpfen, beschloß das Direktorium, sich für das laufende Jahr mit einem Beitrag von 2000 M. zu beteiligen. Der Direktoriumssitzung lagen eine Reihe von Anträgen aus Palästina vor, die sich auf die Gewährung von Agrarland anderen Krediten, die zum Teil bereits Gegenstand von Beschlüssen waren, bezogen. Leider kann der N. F., dessen verfügbare Mittel unter Berücksichtigung der erforderlichen Reserve fast vollständig in Anspruch genommen sind, diesen Anträgen nicht stattgeben. Es wurde dem dringenden Wunsche Ausdruck gegeben, daß die Freunde des N. F. in der nächsten Zeit erhöhte Anstrengungen machen, damit er in die Lage komme, eine Reihe von wichtigen und längst als dringend erkannten Aufgaben zu erfüllen. Oesterreich Sitzung des zionistischen Zentralkomitees für Westösterreich Am 20. April fand in Wien eine Sitzung des Zionistischen Zentralkomitees für Westösterreich statt. Nach einem Berichte des Präsidenten Dr. Karl P o 11 a k wurde auf Antrag des Gg. Dr. Emil Margulies (Leitmeritz) beschlossen, den westösterreichischen Zionistentag erst nach dem Kongresse abzuhalten. Der vorgelegte Bericht über die bisher für den Kongreß geleisteten Vorarbeiten — Saalmieten, Verhandlungen mit dem Eisenbahnministerium, Bahn-, Post- und Telegraphendirektionen, dem Fremdenverkehrsbureau, dem Gremium des Hoteliersverbandes usw. — wurde diskutiert und zur Kenntnis genommen. Ueber die weiteren Arbeiten wird fortlaufend Bericht erstattet werden. Es wurde auch die Herausgabe einer Kongreßflugschrift in Aussicht genommen. Nach einem Berichte des Sekretariats über die Tätigkeit des Palästinainformationsbureaus wurde beschlossen, dasselbe zu reorganisieren und weiter auszugestalten. Mit der Durchführung dieser Aufgabe wurde ein Komitee mit Gg. Adolf Böhm an der Spitze betraut. Das Zentralkomitee beschäftigte sich ferner mit einer Reihe von laufenden Angelegenheiten. Parteirat- und Vertrauensmännerkonferenz in Drohobycz (Von unserem Berichterstatter.) Lemberg. Noch Ende des Jahres 1912 sollte die Jahreskonferenz der galizischen Zionisten stattfinden. Die wirtschaftliche und politische Lage des Landes machten aber die statutenmäßige Einberufung des Delegiertentages unmöglich. Nunmehr hat das Zentralkomitee der Zionisten Galiziens auf seiner letzten Sitzung beschlossen, für Sonntag, den 11. Mai nach Drohobycz eine Tagung des Parteirates und zu gezogener Vertrauensmänner aus dem ganzen Lande einzuberufen. Auf der Tagesordnung stehen zwei Angelegenheiten: Die jetzigen Verhältnisse in der Partei (Referent: Adolf Stand) und Der XI. Kongreß (Referent: Dr. Hausmann). Als Ort der Beratungen wurde Drohobycz gewählt. Schekelagitation in Galizien Lemberg. Nachdem die Versendung der Schekelblocks, der Vorjährigen Schekelzahlerlisten und Sammelinstruktionen beendigt war, ging die Schekelsammlung in ein zweites Stadium — die Versammlungsarbeit — über. Während des Pessachfestes haben in vielen Ortschaften Schekeltage stattgefunden. Es sprachen Adolf Stand und Dr. Michael Ringel in Lemberg, Dr. Korngrün in Zloczovv und Z a 1 e s z -