Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 17 (1913)
- Issue
- 17 (25.4.1913)
- Date
- 1913-04-25
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Rechnungs-Abschluß am 31. Dezember 1912 AUSGABEN: Ausweis in der „Welt“ . . Anteil an Sitzungskosten Reisekosten Direktorium. . ,, des Bureaus. . Lichtbilder-Propaganda und Wanderredner. Gehälter. Miete, Licht und Telephon Drucksachen. N.-F. Telegrammformulare . Abschreibung auf Mobilien Verschiedene Spesen . . . Steuern in England . . . Provision der Jüdischen Kolonialbank. Revisions- und Anwaltsgebühren . Kursdifferenzen. Abschreibung auf Sammelbüchsen . Abschreibung auf Herzlzimmer. Abschreibung aut Effekten Abschreibungen auf Häaserbesitz in Palästina . . . Allgemeine Kosten in Palästina . Juristische u. agronomische Hilfe in Palästina . . . Informationsreisen in Palästina . Bezalel. Jüdisches Institut für techn. Erziehung in Palästina. . Propagan da Verwaltung JC -4 JC 4 JC j 4 4 800 1 485! 33 370 1032 18 1497 51 1280 30 2156 57 1 066 85 12 066 86 1205 25 1205 25 4 660 27 206 366 40 1130 76 859 08 92 40 1623 41 2 525 42 29 877 02 2u 753 i 47 50 630 49 217 09 3 750 76 660 86 3 754 93 9106 82 559 65 25 835 62 7 663 89 24 443 55 4193 65 7 684 12 3 240 — 2 430 447 279 80 591 451 23 EINNAHMEN: Allgemeine Spenden . . . Selbstbesteuerung . . . . Sammelbogen. Sammelbüchsen . . . . Goldenes Buch. Baumspenden. Landspenden . Arbeiterheimstätten . . . Nationalfonds-Marken. . . „ Telegramme . Postwertzeichen und Materialien. David u. Fanny Wolffsohn- Halperin-Fonds. Genossenschaftsspenden. . Kosten der Landes-Sammelstellen. Besondere Zuwendungen an Sammelstellen . . . . Postkarten-Ertrag . . . . Effekten-Zinsen. Zinsen aus Bankguthaben . Darlehen-Zinsen. Allgemeine Zinsen. . . . Zinsen an Genossenschafts- Zinsen an Leibrentenvertrag Geschenkte Immobilien . . Land- und Gebäude-Ertrag in Palästina. JC 4 JC 4 „/£ | 4 154 371 66 10 447 36 13 273 74 104 545 58 83 700 83 93 189 49 38 395 68 36 471 37 30 954 68 5 876 36 488 55 10 940 25 8100 1 246 74 592 002 29 77 769 78 8 844 08 86 613 1 86 505 388 43 502 56 28 041 74 | 1069 51 28 376 36 945 54 58 433 15 640 4 968 32 5 608 32 52 824 83 21 250 —! 11485 41 | 591 451 | 23 1 Deutschland Organisation für hebräische Sprache und Kultur Am Sonntag, den 13. April, fand in Berlin eine konstituierende Versammlung der deutschen Abteilung der Histadruth statt, an der etwa 100 Personen teilnahmen. Es waren mehrere jüdisch-nationale Organisationen vertreten, darunter die Zionistische Vereinigung für Deutschland, der Bund Jüdischer (Korporationen, das Kartell zionistischer Verbindungen, die jüdisch-nationale Frauenvereinigung, der Herzl-Club, das Kartell zionistischer Studenten aus Rußland, der Verein der Palästinenser u. a. m. Außerdem waren Berichte über die hebräische Arbeit in Hamburg, Breslau, Köln, Frankfurt a. M., Halberstadt, Lübeck eingetroffen, die im Auszug verlesen wurden. Herr Leo Motzkin eröffnete im Namen des Zentralkomitees die Versammlung und gab einen Ueberblick über den Stand der hebräischen Organisation im allgemeinen. Er hob die Schwierigkeiten hervor, mit denen die Zentrale der Histadruth zu kämpfen hatte, und schilderte die Aktionen, die die Histadruth organisatorisch und durch den Einfluß auf verschiedene Institutionen unternommen hat. Vor allem aber hob Herr Motzkin die beiden wichtigen Punkte im Arbeitsprogramm der Histadruth hervor: die Gründung der hebräischen Verlagsgesellschaft „T e ch i j a IV* und die bevorstehende Tagung der hebräischen Organisation. Die Arbeit der „Tech! jah", für die bereits vor drei Jahren auf Initiative einer Reihe von Komiteemitgliedern der Histadruth Anteile in Höhe von 175 000 M. gezeichnet waren, sei nachher ins btocken geraten. Weder seien die gezeichneten Summen gezahlt noch neue Gesellschafter gewonnen worden. Da habe die Zentrale der Histadruth vor einigen Monaten dies Gebiet der Tätigkeit mit übernommen. Nach eifrigen Bemühungen sei es ihr nunmehr gelungen, einen Teil "der Zeichnungen in Höhe von SO 000 M. zu realisieren, so daß nach Erledigung einiger Formalitäten in den nächsten Tagen an die Gründung der „Techijah“ herangegangen werden könne. Es werde nun eine der wichtigsten Aufgaben der Zentrale der Histadruth sein, das Stammkapital der Gesellschaft wesentlich 2u vergrößern — sowohl durch Einlösung der gezeichneten Beträge, als auch durch Werbung neuer Gesellschafter. — Darauf erstattete Herr Motzkin Bericht über die Vorbereitungen zur hebräischen Tagung, die Ende August, eine Woche vor dem Zionistenkongreß, in Wien stattfinden soll. Von der Einberufung eines hebräischen Kongresses habe die Zentrale vorläufig absehen müssen, infolge vielfacher Hindernisse, die sich in letzter Zeit eingestellt haben. Es soll nun eine hebräische Konferenz auf Grund von Wahlen einberufen werden, die sowohl für die praktischen Aufgaben der hebräischen Bewegung als auch für die theoretische Beleuchtung der hebräischen Probleme von grundlegender Bedeutung werden soll. Insbesondere werde das hebräische Erziehungsproblem in seinem ganzen Umfange aufgerollt werden müssen. Außerdem sollen Berichte seitens der hebräischen Sonderorganisationen und Institute in Palästina und in der Diaspora auf dieser Tagung erstattet werden. — Diese Hauptaufgaben nun, insbesondere die Einberufung der Konferenz, erfordern eine intensive Arbeit seitens der Zentrale, so daß sie mit Arbeiten, die den Landesabteilungen zustehen, womöglich nicht belastet werden sollte. Demgegenüber sei es zu bedauern, daß das deutsche Landeskomitee in den letzten Monaten inaktiv geworden ist. Die Zentrale, die an dessen Stelle die Arbeit in Deutschland provisorisch geleitet hatte, könne aus erwähnten Gründen der wachsenden hebräischen Bewegung in Deutschland und den sich daraus ergebenden vielfachen Spezialaufgaben nicht gerecht werden. Es müsse hier eine Reorganisation der deutschen Abteilung der Histadruth vorgenommen werden. Es müsse auch über die Möglichkeiten der hebräischen Arbeit in Deutschland eingehend verhandelt werden, — Möglichkeiten, die erfreulicherweise vorhanden sind, die aber Opfer an Zeit und Arbeit bedürfen, um ins Leben gerufen zu werden. Rechtsanwalt S. Gronemann begrüßte die Versammlung im Namen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland und drückte seinen Wunsch aus, daß die deutsche Abteilung der Histadruth vor allem auf die Hebraisierung derer ihre Tätigkeit richten möchte, die noch kein Hebräisch verstehen, aber Verlangen danach haben, die hebräische Sprache zu erlernen.