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Die Welt · 1913-04-18 · 16 (18.4.1913) · page 19

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Journal
Die Welt
Volume
17 (1913)
Issue
16 (18.4.1913)
Date
1913-04-18
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr. 16 LT 507 Der Präsident des Wiener „Misrachi“, Herr Austerlitz, leitete den Abend mit einer programmatischen Ansprache ein. Die Erfolge der „Hakoah“ Der Wiener jüdische Sportklub „Hakoah“, der aut ganz bedeutende sportliche Erfolge in Wien und in der Provinz zurückblickt, hat sich neuerdings in schlesischen Städten Lorbeeren geholt und sich gleichzeitig um die nationaljüdische Sache sehr verdient gemacht. In B i e I i t z und T r o p p a u siegte die „Hakoah“ über erstklassige Mannschaften. Die Beteiligung der jüdischen Öffentlichkeit war sehr stark. Die zionistischen Ortsgruppen dieser Städte veranstalteten zu Ehren der geschätzten Gäste Festabende. In zahlreichen Ansprachen wurde die vorbildliche Tätigkeit dieser prächtigen Muskeljuden gebührend gewürdigt. Anläßlich des Wiener Kongresses werden die Zionisten aller Länder Gelegenheit haben, die Leistungen der „Hakoah“ kennen zu lernen. Komotau. Anläßlich des 20 jährigen Bestandes des Vereines „Chevra Kadischah“ in Komotau, hat der Obmann desselben, Herr Jakob Hirsch, der seit 20 Jahren an der Spitze des Vereines steht, beantragt, dieses Jubiläum durch Bewilligung eines Betrages von 1000 Kr. zur Stiftung eines Jemenitenhauses zu feiern. Der Antrag wurde unter allgemeiner Begeisterung angenommen und dem greisen Präsidenten des Vereines große Ovationen dargebracht. Komotau. Am 18. März fand hier ein Vortrag des Herrn Blumenfeld statt. Das zahlreiche Publikum lauschte den trefflichen Ausführungen des Redners mit großem Interesse. Im Anschluß daran entspann sich eine lebhafte Diskussion. M.-Ostrau. Der Jüdische Volksverein „Zion“ in M.-Ostrau hat am 9. April 1913 seine IV. ordentliche Generalversammlung abgehalten. Der vom Obmann erstattete Rechenschaftsbericht des abgelaufenen Jahres wurde einstimmig zur Kenntnis genommen und dem abtretenden Ausschüsse Dank und Anerkennung ausgesprochen. — In den' neuen Vereinsausschuß wurde Herr Josef S ü ß m a n d I als Obmann gewählt. Agitationstournee des Dr. Geyer in der Bukowina (Von unserem Berichterstatter.) Czernowitz. Es ist dem Bukowinaer zionistischen Landeskomitee gelungen, den Sekretär der zionistischen Landesorganisation Galiziens, Herrn Dr. Geyer, für die Vollendung der um die Mitte des vorigen Monates begonnenen Agitationstournee in der Bukowina (s. Nr. 13 der „Welt“) zu gewinnen. Am 5. April hielt Dr. Geyer in S e r e t h am Nachmittag in der Synagoge eine Versammlung ab, in welcher er unser Programm eingehend erörterte und zu energischer Arbeit im Sinne des Zionismus aufforderte. Am Abend desselben Tages hielt er vor einem zahlreichen Publikum einen Vortrag über das Thema: „Von Smolensky bis HerzI“. Ferner hielt Dr. Geyer mit dem Arbeits-Komitee eine Konferenz ab, in welcher er besonders auf die Bedeutung des Zentralfonds für die praktische Palästinaarbeit hinwies. Es wurde sofort eine Sammlung für den Zentralfonds eingeleitet, die fortgesetzt wird und einen Betrag von 200 Kr. ergeben dürfte. Nach dem oben erwähnten Vortrag fand ein Kommers statt. Am 6. April hielt Herr Dr. Geyer in Radautz am Nachmittag im „Deutschen Haus“ vor einem Publikum von mehr als 300 Personen einen Vortrag über „Die nächsten Aufgab en der Jude n“, bei welchem Herr Dr. Bierer die neuesten Palästinabilder vorführte. Am Abend fand in der „Wiznitzer Synagoge“ eine sehr stark besuchte Volksversammlung statt, in der Dr. Geyer über „Unser Programm“ sprach. Nach der Rede fand eine lebhafte Diskussion statt. Unter Mitwirkung Dr. Geyers konstituierte sich ein Arbeits- Komitee. Das Komitee beschloß, sofort Sammlungen für den Zentralfonds, zu veranstalten und dahin zu wirken, daß dieser Fonds wie der Nationalfonds zu einer populären Institution werde. Am 7. April abends hielt Herr Dr. Geyer in Kimpolung eine Besprechung mit dem Arbeitskomitee ab. Es wurde ein Arbeitsplan für die nächste Zeit ausgearbeitet und beschlossen, für den Nationalfonds, Schekel und Zentralfonds eifrig zu agitieren. Am nächsten Tage hielt Dr. Geyer mit dem Komitee der hebräischen Schule Konferenzen ab, worauf er im Interesse der Schule bei mehreren maßgebenden Persönlichkeiten intervenierte. Am Abend sprach Herr Dr. Geyer vor einer Volksversammlung über „U ns er Programm“ mit großem Erfolge. Gelegentlich des darauffolgenden Kommerses wurde eine Sammlung für den Zentralfonds veranstaltet. Am 9. April fand in Dorna-Watra eine Versammlung statt, bei welcher Herr Dr. Geyer über „U ns er Program m“ sprach. Das Arbeitskomitee verpflichtete sich, auch für den Zentralfonds zu sammeln und eine eifrige Schekelagitation zu betreiben. Am 10. April hielt Herr Dr. Geyer eine Versammlung in Gura-Humora ab, in welcher er das zionistische Programm und die nächsten Aufgaben der Organisation besprach. Nach der Rede wurde für den Nation al fonds gesammelt. Hierauf fand eine B e - sprechun g des Arbeitskomitees statt, in der der Beschluß gefaßt wurde, auch für den Zentralfonds zu arbeiten. Am 11. April fand, einberufen vom zionistischen Landeskomitee eine Versammlung der zionistischen akademischen Korporationen „Emu nah“, „Hasm'onäa“, „Hebroniah“ und „Zephirah“ in Czernowitz statt, in'welcher Herr Dr. Geyer in zu Herzen gehenden Worten die unbedingte Notwendigkeit einer äußerst intensiven Arbeit für Palästina in der nächsten Zeit nachwies und den Vorschlag machte, es möge sich aus delegierten Mitgliedern sämtlicher Verbindungen ein gemeinsames Arbeitskomitee konstituieren, welches unter sich die Ressorts für die einzelnen Zweige der zionistischen Tätigkeit verteilen sollte. Nach einer lebhaften Diskussion wurde der Vorschlag des Dr. Geyer zum Beschluß erhoben und folgende Resolution einhellig beschlossen: „Die Versammlung der zionistischen akademischen Korporationen von Czernowitz dankt dem E. A. C. für die Aufmerksamkeit gegenüber der Bukowinaer zionistischen Landesorganisation und für die Entsendung des Sekretärs Dr. Geyer zwecks Durchführung der Agitationstournee. Ferner spricht die Versammlung Herrn Dr. Geyer für seine unermüdliche, erfolgreiche Arbeit in der Bukowina den tiefsten Dank und Anerkennung aus und äußert den dringenden Wunsch, das E. A. C. möge zur weiteren Stärkung und zum Ausbau der Organisation in der Bukowina in Kürze wiederum einen seiner Sekretäre delegieren.“ Herr Dr. Geyer wurde überall herzlich empfangen und seine Vorträge und Ausführungen fanden allgemeinen aufrichtigen Beifall. Besonders hervorgehoben zu werden verdient die persönliche Einzelagitation des Herrn Dr. Geyer: durch seine Unterredungen hat er — nach übereinstimmenden Nachrichten aus der Provinz — der zionistischen Bewegung viele neue Gesinnungsgenossen zuzuführen gewußt. In den nächsten Tagen wird Herr Dr. Geyer noch die Ortschaften Waschkoutz und Nowosielitza besuchen. Bukowinaer zionistisches Landeskomitee (Von unserem Berichterstatter.) Czernowitz. Am 6. d. Mts. hielt Herr Dr. Theodor Weißeiberger in W i z n i t z vor zahlreichem Publikum einen Vortrag über die „Notwendigkeit der zionistischen Arbeit und unsere Aufgaben in Palästina“. Nach dem Vortrag fand ein Kommers statt. Ferner hielt Dr. Weißeiberger mit dem Arbeitskomitee eine Konferenz ab. Das Komitee verpflichtete sich, für den Zentralfonds energisch weiter zu sammeln. Der Sekretär des Landeskomitees, Herr jur. M e h I e r, besuchte am 6. d. Mts. Z a s t a w na , wo er mit dem Arbeitskomitee eine Konferenz abhielt. Der zionistische Mädchen- und Frauenverein „H adassa“ in Sadagora beschloß, zwei Seminare, ein historisches und ein zionistisches, abzuhalten. Für das erstere wurde vom Zionistischen Landeskomitee Herr phil. M. R e i f e r als Leiter bestimmt, für das letztere der Sekretär des L.-K. iur. M e h I e r. Die Seminare haben bereits begonnen und finden einmal wöchentlich statt. Schweiz (Von unserem Berichterstatter.) Zürich. An den Veranstaltungen der „Jüdischen Volksunterhaltungsabende“, die jeden zweiten Sonntag ein vielhundertköpfiges jüdisches Publikum vereinen, beteiligten sich der Parteisekretär des Schweizerischen Zionistenverbandes, Herr Wolfsohn, mit einem Vortrag über „Jüdische Helden“ (am 16. Februar) und Herr Lehrer Lewa non aus Jerusalem (z. Zt. St. Gallen) am 30. März mit einem Lichtbildervortrag über Palästina. Lengnau. Am 24. März wurde hier — in der ältesten jüdischen Gemeinde der Schweiz — nach einem Palästina- Lichtbildervortrag des Sekretärs W. Wo I f s o hn eine zio-

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