Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 17 (1913)
- Issue
- 14 (4.4.1913)
- Date
- 1913-04-04
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 14 445 die^elt stand bildet der Begriff des geistig-nationalen Zentrums und seine fortwährende Verkennung. Die Forderung, daß Palästina auch zum ökonomisch en Zentrum der Gesamtjudenheit auszugestalten sei, wird als innerlich widerspruchsvolles Gerede aufgezeigt. Dagegen ist Achad Haam ernstlich der Ueberzeugung, daß das hinsichtlich seiner Bedeutung für die Peripherie „geistig“ genannte Zentrum für sich selbst kein rein geistiges Wesen darstellen kann, sondern zugleich materiellen Charakter tragen muß, d. h. einer gesunden wirtschaftlichen Grundlage bedarf, mit Bauern und Arbeitern, Handwerkern und Kaufleuten — sintemal das „geistige Zentrum“ Menschen bewohnen werden, die sich wie überall aus Leib und Seele zusammensetzen und Nahrung und Kleidung nötig haben. Wird der letzte Band des Gesamtwerkes imstande sein, endlich für den „geistigen Zionismus“ wenigstens das richtige Verständnis wachsen zu lassen? Der letzte Band! Man verlache es immerhin als Schwärmerei: ich scheue nicht das offene Bekenntnis, daß mir der Abschluß von „Al paraschath derakhim“, mit dem sich hoffentlich nur eine Epoche in der Tätigkeit Achad Haams vollendet, ein historisches Ereignis bedeutet. „Al paraschath derakhim“ ist die vornehmste Urkunde der Renaissance des jüdischen Geistes, das Grundwerk des modernen Judentums. Es gibt kaum eine wichtige Frage im jüdischen Leben unserer Zeit, die hier nicht richtungweisend ausführlich oder andeutend behandelt wäre. Ob man die Lehre Achad Haams anerkennt oder ablehnt, ob man seine Ansichten immer billigt oder nicht: auf jeden Fall muß Achad Haam einigermaßen kennen, wer bewußt an der Entwicklung der jüdischen Kultur lebendigen Anteil nehmen will. Ist ein Arg daran, wenn in einem solchen Augenblick auch persönliche Gefühle dem Meister gegenüber laut werden wollen? Schon vor Jahren schuf ihnen ja sein größter Jünger den bleibenden Ausdruck, als er „An Achad Haam“ jenen Sang anstimmte, dem heute die Erinnerung neuen Widerhall weckt : n:2Xj ra*n rw ,1^22 /rmsn /rp*D xr" .rnotes'ite bv' "22 ia"rote bv /nass: laste n:w by D’*2'* m-n^isn .... "irmrv fjV möixi tiksv nny 22*2 nsnsi Adar scheni 5673. Schear Jaschub. Schluß des redaktionellen Teiles Eingegangen bei der Administration der „Welt“: Für das Mikrobiologische Institut: Johann Kremenezky, Wien „Vergesset nicht das Mikrobiologische Institut“ Kr. 10.— JL 8.40 Salem Aleikum rrdf Hohlmvindsfuck SalemGold Goldmvind^fiick CigeLreffen 2Ksr37/z 4- 6 S 70 3%. 4- 9fijd.£&k. 36 ö 70$j£cLätdL Jtbnsujn&jujiüSa&enL, Xuxxzs-OjtzaJäifi^ru Zffä7yjeSRzi£sfa£unjg- Sfrz(>iguiuodfjnj3ZQdL- 3<'(!£LaJbu(jou£. Unsere geehrten Abonnenten, deren Bezugszeit am 31. März 1913 ablief, bitten wir, die Abonnementsemeuerung unverzüglich vorzunehmen, damit in der Zustellung des Blattes keine Unterbrechung eintritt. Den Beziehern in Deutschland und Oesterreich-Ungarn haben wir Zahlkarten bzw. Posterlagscheine zugehen lassen, die wir zur kostenlosen Ueberweisung der Abonnementsbeträge zu benutzen bitten. Aus allen übrigen Ländern können die Abonnementsbeträge per Postanweisung, Schecks auf europäische Banken oder per eingeschriebenen Brief überwiesen werden. Jedes abgelaufene Abonnement, das bis 37. März 1913 nicht ausdrücklich abbestellt worden ist, betrachten wir als erneuert. Vertretung für Russland hat die Firma X. €*. Jfietzl Co. £odz » piotrkowska 102 übernommen. — Abonnementsbestellungen sowie^ Inseratenaufträge aus Rußland können von jetzt ab an diese Adresse auf gegeben werden, ferner an die Zentrale der Firma in Moskau, Mjossnitzkaja, Haus Ssytozu und an deren Filialen in St. Petersburg, Morskaja 11 Warschau, Marschalstr. 130 * Wilna, Bolschaja 38. BERLIN W15 Verlag „Die Welt1 Sächsische Straße 8