Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 17 (1913)
- Issue
- 10 (7.3.1913)
- Date
- 1913-03-07
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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314 DIE2§KELT -- - ■■■■■ Nr, 10 Abend, an dem Herr Dr. P o r g e s einen interessanten Vortrag über die Lage der jemenitischen Juden und über ihre Zionssehnsucht hielt, an den er die Aufforderung, der in den nächsten -Tagen stattfindenden Versammlung beizuwohnen, schloß. ' Essen-Ruhr. In einer von 250 Personen besuchten Versammlung hielt Herr Dr. Heinrich Loewe einen Vortrag über: „Strömungen und Richtungen im Judentum.“ Witten a. d. Ruhr. Am 13. Februar sprach Herr Dr. Weinberg aus Dortmund über das Thema: „Das jüdische Volksproblem.“ Hagenau. In der am 15. v. M. veranstalteten Propagandaversammlung sprach Herr Professor Dreyfuß über: „Geschichte und Entwicklung des Zionismus“ und Herr cand. med. Abraham Löw über: „Gegenwart und Zukunft des Zionismus.“ 15 Mitglieder traten der neugegründeten Schekelzahlergruppe bei. Stuttgart. Die hiesige Bezalel-Ausstellung darf als in allen Teilen durchaus gelungen bezeichnet werden. Ein Komitee aus allen jüdischen Kreisen konnte für die Ausstellung gewonnen werden, außerdem auch noch Fachleute mit Namen S'rof. P a s a m e k, Prof. P a n k o k) und Vertreter der Presse. ie Eröffnungsrede hielt Herr Kirchenrat Dr. Krone r. Von den Erschienenen begrüßte er besonders Herrn Staatsrat von Mosthaf, Direktor der Kgl. Württ. Zentralstelle für Gewerbe und Handel, Herrn Kommerzienrat Z i 11 n i g, Direktor des Exportmusterlagers, die Vertreter der jüdischen Körperschaften und der verschiedenen Kunst- und kunstgewerblichen Vereine sowie die Presse. Dann dankte er vor allem Herrn Eh-. L o e b für seine mühevolle Tätigkeit und gab schließlich ein anschauliches Bild von der Entwicklung der Schule. Die fachmännische Führung der Gäste übernahmen darauf Herr Prof. P a s a m e k und Frl. L e s s e r. Die Kritiken in allen hiesigen Zeitungen waren überaus günstig. Die Zahl der Besucher in den sieben Tagen belief sich auf 1540 und verkauft wurden für ca. 4000 M. Außerdem ist es gelungen, eine ständige Verkaufsniederlage in dem Kunstgewerbehaus Jobs. Rominger für die Bezalel-Gegenstände und eine solche bei der Firma Tiefenthal u. Halle für die Spitzen des Verbandes jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina zu errichten. Chemnitz. Am 31. Januar hielt in unserer Ortsgruppe Herr Dr. med. Prager ein Referat über das Thema: „Zur Psychologie des modernen Judentums“. Chemnitz. In unserer zionistischen Ortsgruppe hielt am 19. v. Mts. Herr Lazarus Barth aus Berlin einen Vortrag über „Neue und alte Gegner des Zionismus“. Zwei Tage vorher sprach Herr Barth in Leipzig über das gleiche Thema. Cöthen i. A. Herr Parteisekretär Kurt Rosenbaum hielt in der Ortsgruppe „Libanon“ am 23. v. Mts. einen Vortrag über das Thema: „Der Balkankrieg und die Juden in der Türkei“. Göttingen. „Die Ziele des Zionismus“ — dieses Thema erörterte in einer gut besuchten Versammlung des hiesigen Jugendvereins Herr Parteisekretär Kurt Rosenbaum. Hannover. Dr. Emst Kalmus aus Hamburg hielt am 19. Februar ein Referat über das Thema: „Der Einheitsgedanke im Judentum“. Köln a. Rh. Am 22. v. Mts. veranstaltete die zioni- - stische Ortsgruppe zusammen mit dem zionistischen Frauendiskutierklub einen Vortragsabend, an dem Herr Kaplan- Kogan über „De Wanderungen der Juden“ sprach. Ingweiler (Elsaß). Am 23. Februar wurde in der zionistischen Ortsgruppe Straßburg ein Vortrag über „Palästina als Judenland“ in einer von über 100 Personen besuchten Versammlung gehalten. Zähem. Herr Prof. Dreyfuß und stud. med. A. Löw aus Straßburg sprachen am 22. v. M. über „Zweck und Ziele des Zionismus“. Wiesbaden. Am 8. Januar sprach in einer Mitgliederversammlung Herr stud. jur. Paul Sulzberger über „De letzten Ereignisse innerhalb der deutschen Judenheit“. Am 30. Januar sprachen ebenfalls in einer Mitgliederversammlung Herr E. Gutmann und B. Stern über „Praktischen und politischen Zionismus“. München. Am 18. Februar veranstaltete die zionistische Ortsgruppe einen öffentlichen Vortragsabend, an dem Herr Julius Simon, Mannheim, über „Zionismus und die deutschen Juden" sprach. Ratibor. Am 22. v. Mts. hielt Herr Israel Pinczower einen Vortrag über „De Lage der Juden in der Ostmark“. Bukowina Waschkoutz. Am 23. Januar veranstaltete der Zion- Verein der Stadt Waschkoutz anläßlich seines zehnjährigen Jubiläums eine große Feier. Der langjährige Obmann des Vereins Herr Hermann Heller begrüßte die erschienenen Festgäste und schilderte die Entwicklung des Zion-Vereins. Das zionistische Landeskomitee war durch Herrn Dr. Th. Weißeiberger (Czemowitz) vertreten, welcher die Festrede hielt. Der Verein hat neben seiner sonstigen zionistischen Tätigkeit eine h eh r ä i s c h e S c h ü Le ins Xeben gerufen. Galizien Organisatorisches und Agitatorisches (Von unserem Berichterstatter.) Lemberg. Seit Jahren und speziell seit der letzten Jahreskonferenz, die Ende Dezember des Jahres 1911 in Stanislau tagte, bestand die Absicht, das Sekretariat des Z-K. derart umzugestalten, daß es seinen Pflichten gerecht werden könnte. Das Zentralkomitee widmete dieser Angelegenheit eine Reihe von Sitzungen. Man beschloß, die so oft besprochene Reorganisation des Bureaus endlich durchzuführen und setzte eine Organisationskommission ein, die aus Dr. Ringel, Dr. Löwenherz, Schönfeld und Wechsler besteht. Dr. Geyer wurde in seinem Amte als Sekretär des Zentralkomitees bestätigt. Im Bureau wurde der Anfang mit der Anlegung einer Kartothek und eines Parteiarchivs gemacht, und es wurde Ordnung geschaffen, was einige Wodien in Anspruch nahm und zum großen Teile den Bemühungen des Herrn Dr. Korngrün zu danken ist. Die Mitglieder des Zentralkomitees nahmen in den letzten Zeiten an der Agitation regen Anteil und beteiligten sich an mehreren größeren Versammlungen. So sprachen Adolf Stand in Stryj, Tarnopol, Buczacz, Dr. Zipper zuletzt in Buczacz, Tarnopol, Rohatyn, Podwoloczyska, Czernowitz, Dr. Reich in Stryj, Tarnopol, Stanislau; Dr. Ringel in Stryj, Dr. Korngrün in Stanislau, Rawaruska, Tarnopol, Wechsler in Buczacz, Rzeszow und Zloczow, Dr. Geyer in Nadwöma, Rudki, Tarnopol und Buczacz. Ein sehr reges Parteileben hat sich in diesem Winter insbesondere in Lemberg entwickelt. So veranstaltete die Verbindung „Emunah“ einen Chanukahabend, auf dem Adolf Stand die Festrede hielt, einen Diskussionsabend, an dem Obering. Robert Stricker aus Wien das Verhältnis der westösterreichischen Zionistenorganisation zu der politischen besprach, Vorträge des Präsidenten des E. A. C. W a r b u r g , Dr. Zipper, Adolf Stand, Dr. Reich. In der Verbindung „Jude a“ sprach Dr. Zipper. Die Verbindung „H asmonaea“ veranstaltete wiederum eine Makkabäerfeier, auf der Dr. Korngrün die Festrede hielt und einen Rosenfeldabend, auf dem Dr. Geyer sprach. De Verbindung „Makabäa“ feierte Chanukah mit einem Abend, auf dem Rabbiner Dr. Guttmann und Adolf Stand sprachen. Im bürgerlichen Vereine „Tikwat-Zion“, der einen schönen Versammlungssaal hat und eine hebräische Schule unterhält, finden regelmäßige Bibelvorträge des Rabbiners Dr. Seliger statt, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Dr. Zipper sprach dort in einer stark besuchten Versammlung über Palästina. Auch der „Zirkel jüdischer Frauen** und speziell der „Verband jüdischer Hochschülerinnen“ unter der energischen Leitung des Fräulein Rosa Prochnik tragen zur Belebung der jüdischen Bewegung bei. Oesterreich Die Wiener Jemenitenaktion (Von unserem Berichterstatter.) Wien. De Aktion für die Jemeniten ist dank der eifrigen Tätigkeit der innerösterreichischen Nationalfondskommission in vollem Gange und weist gute Fortschritte auf. De Handelsakademikervereinigung „Neure Jehudah“ hat sich verpflichtet, ein Jemenitenhaus zu stiften und für das „Haus der Wiener Studentenschaft“ ist — wie wir erfahren — der erforderliche Betrag fast ganz aufgebracht. Durch Vermittlung des Gg. Herrn Obering. Stricker hat Herr Baron Gustav Springer den Betrag von 1000 Kronen gezeichnet. Montag, den 10. März, findet im Hotel „Bayrischer Hof“ ein Lichtbildervortrag mit Akademie zugunsten der Jemeniten statt, für welchen eitrigst agitiert wird. Man verspricht sich einen namhaften Reingewinn. Alle wannfühlenden Juden, insbesondere aber die Gesinnungsgenossen, werden aufgefordert, die gute Sache durch ihr Erscheinen bei dem Festabend zu fördern. Wien. De Verbindung „Kadimah“ bittet folgendes mitzuteilen : „Außerstande, für alle uns anläßlich unseres Stiftungsfestes zuteil gewordenen Glückwünsche und Sympathie-