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Die Welt · 1898-09-02 · 35 (2.9.1898) · p. 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
2 (1898)
Issue
35 (2.9.1898)
Date
1898-09-02
Page
31 (sequence 32)
Language
German
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Rr. 38' Seite 31 „Jüdischer Volkskalender” Vierter Jahrgang. Hei ausgegeben vom Landes-Comite der zionistischen Pa tei in Galizien. — Redigiert von Gustav Bader. Enthält, neben einem reichhaltigen informativen Theil, folgende literarische Beiträge: „Ein Mittel gegen die Judennoth“, von Mendele Mocher S’forim. — „In einem entlegenen Winkel“, Erlebnisse eines Kantonisten von Süsskind Rabbinowitz. — „Mein Herz ist im Osten“, von Jeliuda Halevy, übersetzt von L. Jaffe. — „Was will der Zionismus?“ von Er. David Farbstein. —‘„Weinlese in Palästina“, Skizzen aus dem Leben der dortigen (Kolonisten, von 0. Eisenstadt. — „Die Nacht ist kalt und finster“, Gedicht von L. Jaffe. — „Ahawath Zion“, von Dr. A. Salz. — „Am Grabe seiner Frau“, psychologisches Bild von Ben-Avigdor. — „In unserer Literatur“, kritische Rundschau von G. Bader. — „Berühmte Männer“, Biographien hervorragender Zionisten (mit Porträts): 1. Perez Smolensky, von I)r. D. Malz: 2. Dr. Leon Pinsker, von G. B.; :>. Dr. Nathan Birnbaum, von Dr. Malz; 4. Dr. Theodor Herzl, von G. B.: 5. Prof. Dr. Schapira. von M. L. Lilienblum. — „Rückblick auf das Jahr 5658“ von G. Bader. — Kunstbeilagen: „Eine Leidensgeschichte“, vom berühmten Maler M. I. Okin. — Porträt von Emile Zola. Der Kalender ist über 200 Seiten (Gr.-S°) stark und kostet mit portofreier Zusendung : 35 kr. 70 Pf. -= 1 Pros. - 40 Kop. Kg3E3S3S3l ALKE Nach einjährigem Bestände ist unser Blatt heute in aller Welt bekannt, hat einen Leserkreis, der von Tag zu Tag wächst. Vor Jahresfrist schien es ein Wagnis, ein solches Judenblatt zu gründen; ein Judenblatt, das sich nicht mit der Verherrlichung oder Benörgelung kleinlicher Gemeinde-Angelegenheiten beschäftigen, sondern einer grösseren Politik des Judenthums und der Befreiung aus den gegenwärtigen Miseren dienen sollte. Von allen Seiten wurde uns freundschaftlich abgerathen. Die Leute, die nicht über die Mauern des Gemeindehauses hinwegzusehen vermögen, schlugen die Hände über den Köpfen zusammen: das sei ja nicht möglich! Die Anderen, die „Aufgeklärten“, die in allen Nationen untertauehen wollen und nicht können, bespöttelten unser beginnendes Werk mit ihrer ganzen Ueberlegenheit, die jeden Augenblick zu Schanden wird. Ein Judenblatt! Das könne doch kein Mensch ausserhalb des Ghetto jemals ernst nehmen. Wir haben diese Abmahnungen ebensowenig beachtet, wie alles übrige Gerede. Wir haben uns an die Arbeit gemacht; unsere Freunde wissen, was in diesen zwölf Monaten an Mühen und Erfolgen steckt. Wir nennen nur den Baseler Gongress, den unser Blatt vorbereitete. Durch die „Welt“ haben die weithin verstreuten Volksgenossen von den Gedanken erfahren, welche das neue Judenthum so mächtig bewegen. Durch die „Welt“ wurden die Volksgenossen zum Selbstbewusstsein und zur Selbsthilfe aufgenifen, zu Rath und That versammelt. Will jemand behaupten, dass ein solches Judenblatt lächerlich oder verächtlich sei? Was man heute vor einem Jahre für ein tolles Wagnis hielt, es ist gelungen. Unsere „Welt“ lebt gedeiht, ihr Bestand ist gesichert. Das soll uns aber nur zur weiteren Vervollkommnung dieses Werkzeuges der zionistischen Idee aneifern. Wie bisher, soll die „Welt“ auch weiterhin durch gediegene politische Artikel, interessante Berichte über die Zustände der gesummten Judenheit und ein literarisch gehaltenes Feuilleton die Theilnahme der Leser fesseln. Die Redaction. Zu den hohen Feiertagen empfehlen wir die auf den jüdischen ColOnien in Palästina producierten Palästina- (Karmel-) Weine und Oognac aus der Niederlage der Commandit-Gesellschaft „KARMEL”, Wien, I., Börseplatz 6. (Teief. i3i8?> diese Producte des heiligen Landes haben sich seit der kurzen Zeit ihrer Einführung den ungeteilten Beifall allerWeinkenner erworben und zwar wegen ihrer vorzüglichen Qualität und Reinheit. Zahlreiche chemische Analysen über die Echtheit, sowie Atteste der Rabbinate Jerusalem, Jaffa und Wien über das strengste stehen jedermann zur Verfügung. Weissweine: Sauterne.fl.—.90 Haute-Sauternc.„ 1.50 Muscat see. 1.80 Muscat douxe. 1.80 Roth weine *. Medoc 11.fl.—-90 i „ I . . . ....„ 1.40 | St. Julien. 1.80 Alicante.. 1.50 | Cognac.fl. 3.— Wermuth., 1.80

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