Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 18 (1914)
- Issue
- 30 (24.7.1914)
- Article
- Paris [Nachricht] / B.
- Date
- 1914-07-24
- Page
- 777 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 30 777 dies^elt Leben ein, erweitern wir ihr Tätigkeitsfeld, bis dieselben Zellen kam und gar keine kriegerischen Eigenschaften besaß. So des ganzen nationalen Lebens werden! Andere sagen, die führte er denn gegen die Amalekiter, einen grimmigen kriegs- Kehifias können uns nicht genügen. Wir müssen ein gemeitageübten Feind, sein Volk, das noch wenig an den Kampf sames Band finden, das Gefühl der Solidarität. Mittel hierzu gewöhnt war. Und Moses bestieg einen Hügel, auf dessen sind der Kultus unserer alten nationalen Sprache, die Wieder- Höhe er sich niederließ. Alle Kämpfer konnten ihn sehen aus erweckung des Bewußtseins der gemeinsamen Abstammung und der Ferne. Und jedesmal, wenn er seine Arme zum Himmel der gemeinsamen Finalität usw. Daneben gibt es eine andere hob, um die Hilfe Gottes anzuflehen, hatten die Seinen die Richtung; ein Kreis junger Enthusiasten, voll von glühender Oberhand; wenn der Führer sich aber von der Müdigkeit Begeisterung, strotzend von Lebensenergie, aber der Lebensübermannt fühlte und die Arme sinken ließ, da sank auch erfahrung mangelnd, wollen sie auf eine viel radikalere Weise das Herz und der Mut der Streiter. Schließlich hielt er seine Vorgehen. Ihr Programm lautet; Arme in der Haltung des Gebetes, und der Sieg krönte die Vor allem vollständiges Brechen mit allem, was nicht Waffen Israels, die Feinde waren geschlagen. Ich habe das jüdisch ist; wir sollen uns trennen von dem Volke, in dessen Gefühl, den Nachfolger Moses zu sehen, wie er auf den Mitte wir leben, aufhören seine Sprache zu reden. Tun wir Gipfeln, wo er sich über sein Volk erhebt, die Arme erhebt wie unsere glücklichen Brüder, die schon in die Heimat zu- und auf uns den Segen herabruft, dessen wir bedürfen, um zu rückgekehrt sind; unsere Kinder sollen ihre ersten Worte siegen. Aber er, der Tote, kennt nicht das Ermatten und die in hebräisch stammeln, und hebräisch soll unsere Umgangs- Müdigkeit. Seine Arme sinken nicht. Sein strahlendes Absprache sein. Ich zweifle daran, daß Herzl diesen Radititz, wie in Bronze gegossen, das wir von weitem erblicken, ist kalismus gebilligt hätte. Es ist auch gar nicht zu befürchten, für uns das Svmbol des Mutes, der Hoffnung, des unbesiegbaren daß derselbe sich verbreite. Die schönsten Gebilde unserer Ansturms. Von überall, wo wir uns befinden, richten wir Gedanken stoßen sich an der Härte der Tatsachen. Und die unsere Augen nach ihm, in seinem Anblick schöpfen wir Mut, Realität hat sich noch immer als stärkere erwiesen, sie wird §ein Blick verdoppelt die Kraft unserer Arme, es auf sich nehmen, unsere Postulate auf das rechte Maß Die Versammlung brachte Nord au eine langanhaltende, zurückzuführen. Nein, organisieren wir uns, suchen wir das stürmische Ovation dar. nationale Bewußtsein und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu erwecken, die Pietät für die Bräuche, aber träumen wir nicht das Unmöglichste. Rechnen wir mit der Wirklichkeit! Und warum auch sollten wir mit einer Kultur brechen, deren beste Mitarbeiter wir sind? Unsere Kinder werden im Lande unserer Väter leben können, sie können hebräisch sprechen, das aufhören wird, eine Sprache voll Pathos und Ueberschwang, die Sprache unserer Leiden zu sein. Aber auch sie werden nicht von hier wegziehen, und mit dem Staub von ihren Füßen auch die Erinnerung an die europäische Kultur von sich schütteln. Nein, wir werden die Zivilisation mit hinüber in unser Land nehmen. Unsere Väter, als sie aus Aegypten zogen, ließen sich von den Aegyptem goldene und silberne Geräte geben, die sie mit sich nahmen. Wir werden ebenso handeln, und beladen mit den Schätzen der europäischen Wissenschaft, Kunst und Literatur, unseren Weg antreten. Aber im Gegensatz zu unseren Vätern können wir diese Schätze ohne Gewissensbisse mitnehmen, denn es ist darin auch ein gut Stück von unserer Arbeit, von unserer Intelligenz und von unserem Geist ... Beim dritten Punkt, der Verpflanzung des organisierten und regenerierten Volkes nach Palästina stehen wir wiederum vor einer Meinungsverschiedenheit, die hier viel ernster ist als bei den vorhergehenden. Herzl war in diesem Punkt viel enthusiastischer als bei allen anderen. Er träumte ein katastrophales Ereignis, er sah einen gewaltigen Sturm sich erheben, uns von der Erde wegheben, uns in einem Windesbrausen forttragen und in dem Lande unserer Sehnsucht niedersetzen, wo wir erwachten zu einem neuen, vollkommenen Leben. Dieses Bild, diesen berauschenden Traum habe ich mit ihm geträumt, und ich fühlte mich beglückt durch diesen Traum .Andere aber sagen, daß solche wunderbaren Winde sich nicht erheben können, daß die Stürme, die ein ganzes Volk von allen Ecken und Enden der Erde aufbeben und wegtragen, in der Wirklichkeit nicht beobachtet werden. Wir müssen daher uns an die Arbeit machen, die hart und langwierig ist, und um den Preis vieler Mühen wie auch von Irrtumern und Fehlern, Schritt für Schritt das Land vorbereiten, das bestimmt ist, uns zu empfangen. Wir müssen klein anfangen, um nicht den Verdacht der Einwohner zu erwecken, der unserem Werk tödlich werden könnte. Wir müssen vorsichtig tasten, probieren und Vertrauen haben zu den lebendigen Dingen, die in sich selbst die Kraft haben, sich zu entwickeln und auszudehnen und so von selbst zu großem gelangen zu können. Ich will hier nicht polemisieren, will nur Geschichtsphilosoph sein und resümieren. Herzl ist erhaben über jede Polemik, und kein Angriff wagt mehr sich gegen ihn zu erheben. So will auch ich nicht polemisieren, sondern einfach erklären, daß diese Frage von verschiedenen Gesichtspunkten aus betrachtet werden kann. Ueber den vierten Punkt kann ich rasch hinweggleiten. Herzl war ein vornehmer und stolzer Jude. Herzls Streben, gute Beziehungen zu den anderen Völkern herzustellen, läßt sich in dem Satz zusammenfassen; Wenn wir geachtet sein wollen, seien wir ohne Tadel, seien wir stolz und stark! Zeigen wir uns würdig, seine Erben zu sein, bewahren wir sein Vermächtnis, führen wir dasselbe bis zum Ziel, das er vor sich gesehen, geben wir ihm jene Größe, jene Schönheit, die er vorausgeahnt und die die Schönheit seines Lebens gewesen ist. Als Moses das Volk Israel ins verheißene Land führte, als er an die Grenze des Landes gelangte, da war der erste Empfang ein wütender Angriff seitens der Einwohner. Moses bangte für sein Volk, das eben aus druckender Knechtschaft Italien I. — Turin. Am Abend des 18. d. M. hielten unsere Turiner Gesinnungsgenossen e*ne große Herzlfeier ab. an der sich eine große Volksmenge beteiligte. Die Feier, die von der Jugendgruppe organisiert worden war, nahm einen glänzenden Verlauf. Unser Gesinnungsgenosse, Adv. Moise Foä, hielt die Festrede. — Der Oberrabiner von Turin, Cav. Giacomo Bola ff io, trug darauf ein von ihm für diese Gelegenheit verfaßtes ergreifendes hebräisches Gebet vor. Türkei Eine Herzlfeier in Konstantinopel __(Von unserem Berichterstatter) Ii.— Der Turnverein ..M a k k a b i“ in KonstantinoDel veranstaltete am 14. Juli anläßlich des 10. Todestages Theodor Herzls eine Gedächtnisfeier. Der Saal war dichtgefüllt und das aus seohardischen und aschkenasischen Juden bestehende Publikum folgte mit größter Aufmerksamkeit den Rednern. Herr Dr. Neufach eröffn et e die Zahl der Ansorachen mit einer hebräischen Rede. Hierauf sprach Herr Lichtheim in deutscher Sprache über Theodor Herzls Persönlichkeit und sein Werk. Der Redakteur des ..Judio“, Herr Elnecove, sprach spaniolisch, nach ihm hielt Herr Gorodichze in französischer Sprache eine Rede über ..Herzl und die Arbeit in Palästina“. Im Anschluß an die Feier wurde eine Sammlung zugunsten des Herzl-Waldes eingeleitet, die ein recht stattliches Resultat ergab. SchluB de* redaktionellen Teile* Bei der Administration „Die Welt** sind eingegangen: Für das Mikrobiologische Institutr ..Vergesset nicht da* Mikrobiologische Institut*' Sieennmd BnpW. Wien TC L— JC 1.68: Benno LicMenR+orn. Wien K. 2 — — -4L 1 68: Prof. Wien K- 1— *=» JK —.84: .Tobunn Kn>m«n«zkT. Wien K 10— — JC 8.40; Tnar. Josef Seidener. Wien K. —.60 =* JL—.42: Heinrich T. ©derer. Wien K. — K0 — JL —.42: l>o Wei-s. Wien K. 1.— JH. —.84: Ouwnld Weise. Wien TC.2-— JL 1.88: JuUor Weise. WienTC. 1,— — JL — 84: TV. Blk*n Weise. Wien K. 2.— — JC 1.R8; Bznennel T.ockspeiser, Borvsla'w- K. 1.— — JC —.84: Koi«. Bet "Bnoil Broch. Tamo'w K.—.SO — JL —.42: Kais. Bat C. Hirsch, Wien K. 5.— — JC 4.20; Heinrich Bard. Xiemhersr H 6.— — JC 6 04: Bisch el Metis JC —.KO: Simon Oerstenhaher J(.—-KO: -Toset Hrfinkel JC —B0: Jons Holdoer .M> —.20;Tsak Oroßmann JL — A>; 8imon Th»n. M“tr, JL—SB; Jacob Tiftmmle, Saarbrücken JL —.25: Ui Pntzrath, Breslau JL —.25; Max Schänder, Saarbrücken JC. —,40; Akademischer Verein jüdischer Mediziner. Wien K. 2,— =* JC 1,68. Bel dem Jewish Colonial Trust, London sind eingegancren: Für das Mikrobiologische Institut: Per J. N.-F. Wien.Kr. 13.— Für das Bfinden-Institut: Per I. N.-F. Wien (Direktor Margulies Glinianvl „ 2.— Per Sammelstelle f. Galizien, Lemberg, H. Stembach, Sambor...Kr. 59.80 Für den Rezalel: Per J. N.-F.-Bureau for Amerika.Doll. 25.— Per Sydnev Zionist Society, Sydney..€ 5.—.— South African Zionist Federation, Johannesburg, Klerksdrop z. A. £ 3.— Cape Town D. Z. A. L 4.8 „ 7.8.—