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Die Welt · 1914-04-24 · 17 (24.4.1914) · p. 420

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
17 (24.4.1914)
Article
Die jüdische Einwanderung nach den Vereinigten Staaten 1912/13 [Nachricht]
Date
1914-04-24
Page
420 (sequence 2)
Language
German
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420 DIEXgELT Nr. 17 Berichtsjahre 1 198 000 Personen, d. h. um etwa 340 000 Personen mehr als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Unter den Auswanderungsländem nimmt Rußland mit AI 000 Emigranten wieder den ersten Platz ein. Unter diesen 201 000 befanden sich 74 000 Juden gleich 25,4 o/0. Die Gesamtzahl der jüdischen Einwanderer aus allen Ländern betrug im Berichtsjahre 101 300 Personen; der Anteil der russischen Juden an der allgemeinen jüdischen Emigration belief sich also auf mehr als 73 o/o. Von den jüdischen Einwanderern haben etwa 50 000 Personen, also fast 60 o/o. die Stadt und den Staat New York als Endziel ihrer Reise angegeben. Unter den jüdischen Einwanderern, die das 14. Lebensjahr überschritten hatten, befanden sich 16 000 Analphabeten. Schon daraus kann man ersehen, wie groß die Zahl der nicht zugelassenen jüdischen Emigranten wäre, falls die B i 1 d u n g s p r o b e , die in dem neuen Einwanderungsgesetzentwurf vorgesehen ist, Gesetzeskraft erlangt. iiiiitiiiiiiiiiiiiiiitiiiimtii!iituiiiitiiiiiuiiniimiimiiiiiiiimiiiiiiiiii!!!iiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiii!i_ AUS DER BEWEGUNG Hebräische Universitätsbibliothek Jerusalem Die Hauptsammelstelle von Büchern für die Bibliothek der Hebräischen Universität Jerusalem in Berlin hat bereits ihre Tätigkeit begonnen. Durch die Vermittlung des Herrn Uss i s c h k i n in Odessa ging der Sammelstelle die Bibliothek des Herrn Dr. Moisse Borise witsch Kogan in Tschernigow von Frau Dr; Kogan aus dem Nachlaß ihres Mannes zu. Es ist dies eine wertvolle medizinische Bibliothek, die aus 306 Einzelwerken und einer größeren Anzahl von Bänden medizinischer Zeitschriften besteht. Für dieses wertvolle Geschenk sprechen wir Frau Dr. Kogan auch auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. Ferner sind bisher bei der Sammelstelle Geschenke eingegangen von Herrn Dr. Paul Diamant, Redakteur des Archivs für jüdische Familienforschung in Wien, Herrn Kgl. Bibliothekar Dr. Karl August v. Bloedau, Berlin, Herrn Moritz Kristeller, Glogau, Frau Dr. Heinrich Loewe, Berlin, und Herrn Kgl. Bibliothekar Dr. Otto V a n s e 1 o w , Berlin. Ehrenpflichtexemplare von eigenen Schriften haben bisher eingesandt die Herren Redakteur Dr. Paul Diamant, Wien, Rabbiner Dr. Max Dienemann, Ratibor, Sallv Geis, Redakteur des Frankfurter Israelitischen Familienblatts in Frankfurt a. M., Heinrich Hammer, Sanok in Oesterreich, Archivar Dr. Georg Herlitz, Berlin, Haus Hirsch, Halberstadt, durch Herrn Isaak Feuerring in Halberstadt, Dr. Abraham Hoffmann, Berlin, und Dr. Hermann Sternberg, Czernowitz. Allen diesen Spendern sprechen wir auch an dieser Stelle unseren wärmsten Dank aus. Weitere Bücherspenden nimmt die Berliner Sammelstelle gern entgegen. Alle Bücher sind zu senden an Bibliothekar Dr. Heinrich Loewe, Berlin NW. 52, Flemingstraße 12. (Für die Hebräische Universitätsbibliothek Jerusalem.) Pal ästi n a- Reise-G esel 1 sch af t In der am 19. April stattgehabten Verlosung ist die diesjährige Reiseprämie der Zionistischen Ortsgruppe Lübeck zugefallen. Bezalel-Teppiche Wir machen unsere Freunde darauf aufmerksam, daß es uns durch zweckmäßige Organisation unseres Betriebes gelungen ist, die Herstellungskosten derart zu reduzieren, daß unsere künstlerisch hochwertigen Teppiche dank der Ausschaltung des Zwischenhandels bereits billiger sind als gleichwertige Erzeugnisse anderer Herkunft. Die Qualität ist unübertrefflich. Ein bekannter Fachmann der Branche äußerte sich hierüber neulich: „Ihre Teppiche sind ja für Jahrhunderte berechnet, so arbeiten wir heute gar nicht mehr.“ In keinem gutjüdischen Hause sollte ein Bezalel-Teppich fehlen. Erhältlich in allen Größen. Bei Aufträgen uns unbekannter Besteller erbitten wir eine angemessene Anzahlung. Adressen: Werkstätten „B e z a 1 e 1“ G. m. b. H., Jerusalem, oder Verein „Bezalel“ E. V., Berlin W. 15, Bleibtreustraße 34/35. Deutschland Berlin. Der Berliner hebräische Sprachklub feierte am 15. d. Mts. im Hotel Ruhland unter zahlreicher Beteiligung der hiesigen Freunde des Hebräischen das 25 jährige Schriftsteller jubiläum Achad Haams. Als Hauptredner fungierte der bekannte hebräische Schriftsteller Rabbiner Chaim T schernowitz (Raw Zair), der in einem gedankenreichen, formvollendeten Vortrage, Achad Haams Persönlichkeit und seine hervorragende Bedeutung für die nationale Renaissance des jüdischen Volkes würdigte. Seine fesselnden Ausführungen wurden mit lebhaftem Beifall aufgenomimen. Darauf sprachen Dr. K a h a n über „Achad Haatn als Volkserzieher“ und Disendruck über „Achad Haams theoretische Systematik“. Wegen der vorgerückten Stunde konnten einige weitere vorgesehene Redner nicht mehr zu Worte kommen. Der würdige Verlauf der Versammlung hinterließ bei den Anwesenden einen tiefen Eindruck. Oesterreich Wien. Die Rede- und Lesehalle jüdischer Hochschüler in Wien gibt Nachricht von dem Hinscheiden ihres langjährigen Ehrenmitgliedes, des Herrn Lucian Brunner, welcher sich durch seine hohen Verdienste um diese Korporation ein dauerndes Andenken bei ihr gesichert hat. Samstag, den 25. April, findet ein Trauerkonvent zu Ehren des Verstorbenen statt. Graz. Am 29. März 1914 feierte der Jüdische Turnverein „Makkabi“ das Fest seines zehnjährigen Bestehens; aus welchem Anlasse am Nachmittage ein öffentliches Schauturnen und am Abende ein Festkommers mit folgendem Kränzchen stattfand. Unser Verein, welcher seit seinem Bestehen, infolge seiner streng nationalen Richtung, stets mit Gegensätzen in Grazer antizionistischen Kreisen zu kämpfen hatte, brachte es trotzdem zu einer recht ansehnlichen Höhe, wie dies auch der glänzende Verlauf unseres Jubiläumsüründungsfestes bewies. Die Reihe der Veranstaltungen wurde durch eine gemütliche Zusammenkunft internen Charakters eröffnet, wobei wir Gelegenheit hatten, unsere auswärtigen Gäste, insbesondere unsere Wiener Turnbrüder, willkommen zu heißen. Das Schauturnen am Nachmittage, an welchem alle Abteilungen, zirka 120 Turner und Turnerinnen, teilnahmen, nahm einen recht befriedigenden Verlauf und bot ein schönes und abwechslungsreiches turnerisches Bild. Den Abschluß unseres Festes bildete ein Kommers am Abend, an den sich ein Kränzchen anschloß. Anläßlich des Festes gab der Verein eine Festschrift heraus, die eine ausführliche Abhandlung über die Geschichte unserer Bewegung und unseres Vereins enthält. Prag. Der hiesige Jüdische Frauenverein hat sich aut Grund der von Frau Dr. Lachmann am XL Zionistenkongreß vorgeschlagenen Fusionierung aller jüdischen Frauen- und Mädchenvereine (siehe „Welt“ Nr. 7 d. J.) entschlossen, 99999999999999211

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