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Die Welt · 1914-04-10 · 15 (10.4.1914) · p. 373

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
15 (10.4.1914)
Article
Gedenket der Büchsenleerung am Chol-Hamoed Pessach! [Nachricht]
Date
1914-04-10
Page
373 (sequence 2)
Language
German
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372 DIEX2ELT Nr. 15 Der Jüdische Rationalfcmds ist daxu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes xu erwerben. Vom V. Zionistenkongreß im Jahre 1901 gestiftet, hat er bereits die Höhe von circa 4 Millionen Mark erreicht. Zur gefl. Beachtung! Ab 12. März d. Js. befindet sich das Hauptbureau des J. N. F. Cöln, Hansahaus. Alle Sendungen sind zu adressieren: Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds, z. Hd. des Herrn Justizrat Dr. M. J. Bodenheimer, Cöln, Hansahaus, Friesen platz. Die gesinnungsgenössischen Blätter werden um frdl. Abdruck dieser Notiz ersucht GEDENKET DER BÜCHSENLEERUNG AM CHOL-HAMOED PESSACH! Zum 10. Todestage Theodor Herzls (20. Tamus — 14. Juli) „In diesem Jahre geht ein Jahrzehnt zu Ende, seit Theodor Herzl von uns gegangen, dem wir in dem Herzlwalde ein unvergängliches Denkmal zu schaffen unternommen haben. Dieser Gedenktag soll unsere Freunde und Vertrauensmänner ganz besonders an die Aufgaben erinnern, die die Baumspende zu erfüllen hat. Die aus dieser Spende angelegten Pflanzungen sollen die verwahrlosten Terrassen in den Bergen Palästinas wieder aufbauen helfen. Sie sollen die Sümpfe und Moore austrocknen, das Kulturland vor dem Vordringen der Sanddünen schützen, das notwendige Holz dem Lande wiedergeben, das Klima günstig beeinflussen und das schwierigste Problem, die Heranbildung von Städtern zu Landwirten, einer Lösung näherbringen und, nach dem Worte Herzls, eine grosse Arbeitsgelegenheit für das jüdische Volk schaffen!“ So schrieben wir beim Rückblick auf das Ergebnis des Jahres 1913 in unserem Aufsatz „Die Baumspende* („Die Welt* Nr 12). Im Anschluss hieran ist uns seitens vieler Vertrauensmänner der Vorschlag unterbreitet worden, einen Appell an die jüdische Oeffentlichkeit zu richten, dass jeder Zionist und Verehrer Theodor Herzls zum 20. Tamus mindestens einen Baum für den Herzlwald spenden möge! Eigentlich sollte jeder Zionist alljährlich am Jahrzeitstage Herzls seine Dankbarkeit durch Stiftung eines Baumes auf den Namen unseres grossen Führers in sinniger Weise zum Ausdruck bringen. Diese ursprünglich von vielen unserer Freunde beobachtete schöne Sitte ist leider inzwischen vielerorts in Vergessenheit geraten. In diesem Jahre aber, zum 10. Todestage Theodor Herzls, dürfen wir hoffen, dass die oben erwähnte Anregung, die wir aufs wärmste befürworten, von allen Gesinnungsgenossen ausnahmslos beherzigt werden wird. — Eine Schrift über die „Baumspende“ und den 10. Todestag Theodor Herzls — in deutscher und hebräischer Sprache — befindet sich in Vorbereitung und wird unseren Vertrauensmännern rechtzeitig zugehen. Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds Justizrat Dr. Bodenheimer, Vorsitzender.

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