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Die Welt · 1914-04-03 · 14 (3.4.1914) · p. 345

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Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
14 (3.4.1914)
Article
Apologetische Neuerscheinungen [Rezension]
Date
1914-04-03
Page
345 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 14 DIE -T 345 Jesus aus Propheten und Hagiographen zitiert, Schriften, die die Samaritaner nicht anerkannten, bleibt bei der Hypothese Hammers ein ungelöstes Problem wie so vieles andere, was hier nicht erwähnt werden kann. Schade um die Zeit und Mühe, die die Arbeit gekostet hat. Der Verfasser mag sich damit trösten, daß die Beweise des bekannten Chamberlain für die arische Herkunft Jesu auch nicht besser waren als die seinen. Einen leichten Anflug von Apologetik hat auch leider die interessante Arbeit von Hedwig Anneler „Zur Geschichteder Juden von Elephantine^ (Verlag Drechsler, Berlin 1912), und darin besteht neben vielen großen Vorzügen der Fehler des wissenschaftlichen Buches. Die Absicht, die alten jüdischen Söldner irgendwie in Schutz nehmen zu wollen, lag der Verfasserin selbstredend völlig fern, aber unbewußt wollte sie doch den Juden den Vorwurf des Polytheismus ersparen, las sie mehr spezifisch Jüdisches aus ihren Gebräuchen heraus, als richtig ist. Im übrigen ist die Arbeit jedem, der die Literatur über die merkwürdige Judenkolonie und alle Probleme, die mit ihr Zusammenhängen, kennen lernen will, warm zu empfehlen (vgl. auch „Jüdische Rundschau“ 1913, Nr. 29). Einen Absagebrief an alle Apologetik stellt die Antrittsvorlesung von Dr. E. Täubler dar, die in dem 31. Bericht der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums (Berlin 1913) abgedruckt ist. Das Programm, das hier für die jüdische Geschichtsforschung aufgestellt wird, ist ausgezeichnet. Es soll endlich der Anschluß an die allgemeine Geschichtswissenschaft gefunden werden, wo bisher „ein wenig Kultur- und ein wenig Staatsbezw. Verfassungs-, ein wenig Religions- und ein Debermaß von Kirchen- und Literaturgeschichte“ war. Besonders gegen das letztere bedeutet das Programm Täublers mit seiner vielleicht allzu starken Hervorhebung des Staatsgedankens eine gesunde Reaktion. Recht, Gesellschaft und Wirtschaftsleben, die bisher in der jüdischen Geschichte zu kurz gekommen waren, treten nun in den Vordergrund. Die Wirklichkeit war vielfach „in geistige Manifestationen aufgelöst“ worden, ebenso wie man das Volk in eine Religion verwandelt hat. Jetzt soll die jüdische Geschichtswissenschaft sagen, was ist; sie soll ein möglichst vollständiges und vielseitiges Abbild der Wirklichkeit geben ohne Rücksicht auf feindliche Angriffe, die wir weder in der Politik durch Vereine, noch in der Wissenschaft durch Apologetik erfolgreich abwehren können. Berlin. Dr. Rudolf Leszynsky. Schluß des redaktionellen Teiles Zur Beachtung Die Telegramm-Adresse des Hauptbar««us des Jüdischen Nationalfonds in Köln ist: Keren Köln Bei der Administration „Die Weit4* sind eingegangen: Für das Falascha-Komitee Dr. Harry Friedenwald, Baltimore - Frcs. 50.— — M. 40.— Für das Mikrobiologische Institut: «Vergesset nicht das Mikrobiologische Institut“ „ _ pler, Wien K. 2.— Jt 1.68; Pani Diamant, Wien K. 2.— M 1.68; "Prof. Kellner, Wien K. 1.— — Jt —.81; Johann Kremenezky, Wien K 10-— — Ml 8.40; Ing. Josef Seidener, Wien K. —.60 — M—.42; Heinrich Lederer, Wien K. —.50 Jt —42; Leo Weise, Wien K. 1.— M —A4; Oswald Weiss, Wien K.2.— — M 1.68; Julias Weiss, Wien K. 1.— M—.84; Dr Elkan Weiss, Wien K.2.— — Jt 1.68; Emanuel Lockspeiser, Boryslaw- K. 1.— — M —.84; Kais. Bat Emil Broch, Tarnow K. —.50 — Jt —.42; Kais. Bat C. Hirsch, Wien K. 6.— — M. 4.20; Heinrich Bard, Lemberg K. 6.— — M 6.04; Fisch el Engelstein, Metz Jt —.50; Simon Gerstenhaber Jt —.£0; Josef Frankel M —30; JonaHoldner M —.20; Isak Großmann Jt —.25; Simon Thau, Metz.Ä —,25; Akadem. Verein jüdischer Mediziner, Wien Kr. 2.— — M. 1.68; Leopold Munk, Wien K. 100 — M 84.—; Frau Irma Hitsohmann, Iglau K. 29.27 M 24.58; Jü.4. nah akad. Verein „Emonah“ M —.84. IIÜ11III1III Geschäftliche Mitteilungen llllilllllllllll Die stetig fortschreitende Technik bringt ständig neue Maschinen hervor, die eine Verbesserung und eine Verbilligung der Arbeitsmethoden bezwecken. Wir halten os deshalb für angebracht, unsere Leser von Zeit n. Zeit über Fortschritte auf technischem Gebiete zu unterrichten und machen heute auf eine nachstehend im Bild veranschaulichte neue Anlage zur Herstellung kohlensäurehaltiger Getränke, Selterswasser und Brauselimonaden, aufmerksam, wie sie von der besonders auch in Export* kreisen bekannten Spezialfabrik Hugo Mosblech, Cöln-Ehrenfeld, — gegründet 1888 — unter der Bezeichnung „Regina" und „Rex“ in den Handel gebracht wird. Die vorzüglich durchkonstruierte Einrichtung, die in wesentlichen Teilen durch Patent und mehrere Gebrauchsmuster gesetzl. geschützt ist, besteht aus der Imprägnieranlage „Regina“, die dazu dient, das Getränk mit Kohlensäure anzureichern, und dem Abfüller „Rex“, mit dem es auf Flaschen gefüllt wird. Die „Regina“ bewirkt durch ein besonderes Verfahren eine äusserst wirksame luftfreie Sättigung mit Kohlensäure, selbst in den Tropen, wo die hohe Temperatur die Sättigung ungünstig beeinflusst. Die Maschine bedarf ferner keinerlei Beaufsichtigung und Bedienung, sondern arbeitet vollständig automatisch. Ebenso vollendet ist der nach dem Gegendrucksystem arbeitende A.bfüller .Rex“, mit dem sich alle Flaschensorten füllen lassen. Ein Hauptvorzug ist, dass die Getränke absolut ruhig bleiben und sich die Bedienung darauf beschränkt, die Flaschen auszuwechselo, wofür ungeübt^Arbeitskräfte genügen. Es bedarf nur eines Hebelgriffes, um die Flaschen einzuspannen, sowie gleichzeitig Wasser- und Saftventile zu öffnen. Hervorzuheben ist ferner, dass der „Rex“ nicht mit Konushäbnen, sondern mit den keiner Reparatur unterworfenen und nicht nachtropfenden Füllventilen ausgerüstet ist* Interessenten steht, wie uns die Firma Hugo Mosblech mitteilt, reichhaltiger Hauptkatalog in deutscher, englischer, französischer, spanischer oder russischer Sprache zur Verfügung. Aus dem Geschäftsleben. „Tomor“, die koschere mit Mandelmilch hergestellte Pflanzenhutter- Margarine, erfreut sich einer andauernd zunehmenden Aufnahme in den Haushaltungen aller Kreise des Publikums- Reinheit des Geschmackes und WohlbekSmmlichkeit zeichnen diese Pflanzenbutter aus, die auch zum Kochen, Braten und Backen die besten Dienste leistet. Dabei hat sie den grossen Vorzug, sowohl fleischig wie milchig verwendbar zu sein. Wer sich einmal von den Vorzügen der „Tomor“ durch Entnahme einer Probe aus einer der bekannten V erkauf «stellen überzeugte, wird der „Tomor“* Pflanzenbutter seine Gunst bewahren. STolkWERCK 7 Fabriken. Über6000 Beschäftigte

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