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Die Welt · 1914-03-27 · 13 (27.3.1914) · p. 308

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
18 (1914)
Issue
13 (27.3.1914)
Article
Franz Oppenheimer
Date
1914-03-27
Page
308 (sequence 3)
Language
German
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308 Nr. 13 OiE^ELT fall auf genommen wurden, wurde von dem VI. Kongreß, zusammen mit Professor Warburg, in die Palästinakommission gewählt. In dieser Eigenschaft beteiligte er sich an der letzten Sitzung des Actions-Comites unter Herzl, bei der der Ankauf des Grundstückes von Kinereth und Dagania beschlossen wurde, auf dem damals der genossenschaftliche Versuch unternommen werden sollte. Dr. Oppenheimer gehört zu den Gründern des „Beza 1 e I", und in der Zeit seiner Zugehörigkeit zur Palästinakommission wurde innerhalb des Nationälfonds die Baumspende als Mittel zur Aufforstung Palästinas ins Leben gerufen. Der Tod Herzls, die Krise, die dem Ableben des Führers folgte, der Kampf zwischen praktischen und politischen Zionisten — all das drängte den kooperativen Gedanken in den Hintergrund, und auch Dr. Oppenheimer zog sich für längere Zeit zurück. Erst auf dem VIII. Kongreß rollten die Poale-Zion die Frage der genossenschaftlichen Methode auf. Als Dr. Oppenheimer sah, daß in der zionistischen Bewegung eine Gruppe vorhanden sei, die seine Ideen auf genommen hatte, trat er gern wieder in den Kampf ein. Zum IX. Kongreß in Hamburg von den Poale-Zion entsandt, hat er das meiste zu der Annahme des Beschlusses beigetragen, eine genossenschaftliche Kolonie auf dem Boden des Nationalfonds zu begründen und das nötige Betriebskapital durch einen Genossenschaftsfonds zu sichern. Dr. Oppenheimer stellte im Jahre 1910 seine glänzende rednerische Begabung und sein hinreißendes Temperament in den Diensi der Propaganda für diesen Fonds und nimmt seit jene: Zeit als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrate:: des Genossenschaftsfonds lebhaften Anteil an den Arbeiten dieser Körperschaft. Im Frühjahr 1910 besucht». Dr. Oppenheimer Palästina, um die landwirtschaftlicher; Verhältnisse des Landes zu studieren und bei der Auswahl des Grundstückes für die Genossenschaft mitzuwirken! Im Frühjahr 1913 besuchte er abermals da* Land, um die Fortschritte des genossenschaftlichen Betriebes in Merchawjah kennen zu lernen, der inzwischen in sein zweites Wirtschaftsjahr eingetreten ist. Ein ausführlicher Auszug aus den Reisebriefen Dr. Oppenheimers aus beiden Jahren erschien soeben in englischer und jüdischer Sprache in einer größeren Broschüre „Merhawiah", die die amerikanische Öffentlichkeit über das in Palästina entstehende Werk unterrichtet, das mit dem Namen Oppenheimers eng verknüpft ist Dr. Oppenheimer, der am 7. März in New York eingetroffen ist, darf gewiß als Mann der Wissenschaft und als Mann der Tat in Amerika auf einen gastlichen und herzlichen Empfang rechnen. Selbstredend wird er sich bei seiner Anwesenheit in Amerika nicht damit begnügen, für seine wissenschaftlichen Theorien einzutreten, sondern er wird auch für das palästinensische Unternehmen Propaganda machen, das berufen ist, seine Ideen in die Tat umzusetzen. Keren. ■■NiiiHiyiiiiiiin FÜR UNSER SCHULWERK ■■iif Wir haben die Sammlung für das Hebräische Schulwerk von Anfang an mit jener für den Zionistischen Zentralfonds verbunden, weil die Deckung der Ausgaben für die kulturellen Aufgaben der Organisation dem Zentralfonds zufällt. Wir haben aber alle Beiträge, die ausdrücklich für das hebräische Schulwerk bestimmt waren, immer im Ausweis als solche kenntlich gemacht und auch besonders verbucht. Die Gesamtsumme der mit ausdrücklicher Zweckbestimmung für das Schulwerk eingegangenen Gelder betrug am 20. März 140 966.64 M. Wir fügen hinzu, daß sämtliche in der „Welt“ zum Ausweis gelangten Beiträge — mit Ausnahme von rund 3000 Mark, die in Effekten eingezahlt wurden — bar bei uns eing-.:gangen sind. Zionistisches Zentralbureau. Bisherige Eingänge nach Ländern geordnet Rußland M. 91 700 — Deutschland „ 55 200.— West-Oesterreich: Inner-Oesterreich M. 9 000.— Böhmen „ 10500.— Mähren-Schlesien „ 6100.— Galizien England Amerika Südafrika Rumänien Canada Südslawische Länder Ungarn Bulgarien Verschiedene Länder 25 600.— 11 800.— 8 400 — 6 200— 5 300 — 4 400.— 3 200.— 3100.— 1900.— 1 200.— 1100.— 4000.— Zentralfonds-Jahresbeiträge für 1914 Ausweis der eingegangenen Beträge Deutschland Kleine Spenden: J.- Auerbach, X X. (für Louis u. Berta Simonstiftung), Krau Lotte Emmerich../& 31. Westösterrreich Böhmen Kleine Spenden: Fr. Mautner, Rabb. Dr. J. Folkmann, Karl Frankl . . . .Kr. 30.— .M. 25.2' Bukowina Czernowitz: Mittelschülerorganisation „Bnei Zion“ Kr. 30.— Jf. 25.2' Galizien Stanislau: Dr. A. Rittmann . . . Kr. 25.— JL 21.- Kleine Spenden: L. Schinagel, P. u. A. Nussbaum, J. Saffet, M. Margulies, M. Scheuer, Dr. J. Zaslawski . . ,, 46.— „ 38.0 Russland Odessa: Dr. J. Sapir ...... Rbl. 50.— M. 107. Holland Haag: Ortsgruppe.hfl. 108.60 JL 184.6 Südafrika Ladiesmith: C. P.£ 6.16.6 M. 136.' V erschiedene S. H. Glass, Dr. Mengel.12.> Hebräisches Schulwerk Deutschland Berlin: J. Bosch witz ./£. 20 Beuthen: Dr. Dobrzvnski (von einem Xichtzionistcn erhalten) .20. Emden: Edg. Meyer.„ 20. Frankfurt a. M.: Frau Dr. A. Yessel . . . „ 100’

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