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Die Welt · 1912-12-13 · 50 (13.12.1912) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
50 (13.12.1912)
Date
1912-12-13
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr 50 1573 DIE^ELT Gesammelte Dramen von Emil Roseno w. Mit einer biographischen Einleitung von Dr. Christian G a e h d e. Verlegt bei Hermann Essig. Berlin 1912. Das Buch enthält die sämtlichen Dramen und dramatischen Fragmente des so jung verstorbenen sozialdemokratischen* Reichstagsabgeordneten. Eine ausführliche Würdigung verbietet sich mit Rücksicht auf den Rahmen dieser Zeitschrift. Nur soviel sei gesagt, daß Rosenows dichterisches Lebenswerk allen Freunden sozialer Dramatik warm empfohlen werden darf, insbesondere de prächtige Komödie ,,Kater Lampe“, in der ein kräftiger Hauch vom Geiste des „Biberpelzes“ weht. Sicherlich hätte der Dichter Rosenow bei längerer Lebensdauer auch noch die bisweilen bei seiner Menschenschilderung etwas störend hervortretende Tendenz überwunden. Um einem sehr weit verbreiteten Irrtu me entgegenzutreten, erwähne ich noch, daß Emil Rosenow weder Jude noch jüdischer Abstammung war. Berlin. C. K. DT1S Ethnologische und ethnographische Studien und Reisebeschreibungen aus dem Kaukasus und Zentralasien. Von Zewi Kasdoi. Odessa, Verlag „Moriah“, 1912. (Hebräisch.) Die in diesem Buche gesammelten ethnologischen und ethnographischen Aufsätze des rühm liehst bekannten Wanderpredigers Zewi Kasdoi bilden in jeder Beziehung eine positive Bereicherung unseres nationalen Schrifttums und können bestens empfohlen werden. Das Buch bringt viel Interessantes aus dem Leben der Juden jener Länder, anziehende Schilderungen von ihrem Handel und Wandel, ihren religiösen und sozialen Einrichtungen, die bis jetzt wenig bekannt geworden sind. Herr Kasdoi ist nicht nur ein scharfer, sondern auch ein moderner Beobachter, obgleich er zu den Juden der älteren Generation gehört. Da er ein gründlicher Kenner des jüdischen Schrifttums ist und auch über eine ansehnliche allgemeine Bildung verfügt, ist es ihm geglückt, ein wirklich gediegenes und aufschlußreiches Buch zu schreiben. Die Sprache ist einfach und klar, jedes Urteil genau und reiflich abgewogen und die Darstellung fließend. Wenn ich nicht irre, ist Herr Kasdoi als zionistischer Wanderprediger nach jenen Ländern ausgezogen, und hat für unsere Sache unter den Juden des Kaukasus und Zentralasiens verdienstlich gewirkt. Man darf den rührigen Verlag „Moriah“ zu dieser gelungenen Publikation beglückwünschen. London. Dr. S. M. M c 1 a m c d. Wir erhalten folgende Zuschrift: Jaffa, den 15. November 1912. Sn der Nr. 42 Ihrer geschätzten Zeitschrift veröffentlicht Herr Dyk ein Dementi, das gegen einen Satz aus dem Berichte der „Welt“ über eine Rede gerichtet ist, die ich auf der Jahreskonferenz in Berlin hielt. Es ist weder üblich, noch recht und billig, Zeitungsberichte, die keineswegs stenographische Protokolle sind, als wörtliche Wiedergabe gesprochener Reden zu nehmen, aus ihnen Sätze herauszugreifen und zu „zitieren“. Es ist selbstverständlich, daß ich für die Dutzende von Preßberichten, die anläßlich der Jahreskonferenz erschienen sind und auch meinen Ausführungen Raum gaben, nicht die geringste Verantwortung trage. Ich habe in Berlin von einer ,,leihweisen Ueberlassung“ eines Wagens „für die Ueberführungder Leiche eines Arbeitskollegen“ nicht gesprochen. Ich habe behauptet, daß sich Herr Bermann, der frühere Leiter der Farm Kinercth, geweigert hat, den Arbeitern, die ihrem Arbeitskollegen das letzte Geleite geben wollten, einen Wagen zu überlassen. Diese Tatsache wird hier von niemandem bestritten. Ich habe mich jüngst wiederum an zuständiger Stelle erkundigt lind die Auskunft erhalten, daß die Sache richtig ist. Als Entschuldigung für dieses merkwürdige Vorgehen, —- dies sei hinzugefügt — wurde mir jetzt gesagt, es wäre damals bloß bekannt gewesen, daß der in Kinercth erkrankte Arbeiter im Sterben lag erst nachträglich stellte es sich heraus, daß die zum Abschied herbeigeeilten Freunde einen Toten fanden. Herr Dyk hatte die Möglichkeit, mittels einer Postkarte (Galiläa ist von Jaffa nicht so fern) in wenigen Tagen zu erfahren, was an dem Berichte richtig ist. Mit vorzüglicher Hochachtung Ihr ergebener Ing. S. K a p l a n s k y. Schluß des redaktionellen Teiles Die Firma P a 1 o u s K Beuse, Berlin-Neukölln, Bergstraße 103/100, welche am 6. d. M. in ihrer Fabrik großen Brand erlitten hat, gibt uns bekannt, daß sie bereits neue intermistische Fabrikräume eingerichtet hat, wo bereits wieder neue Maschinen zur Fabrikation von Motoren und Teilen in Betrieb gesetzt worden sind. Die Lieferungen der Firma werden durch diese Einrichtung nur geringe Verzögerung erfahren, so daß die Abnehmer der Firma Palous & Beuse hiervon nur wenigbetroffen werden. Bei dem Jewish Colonial Trust, London sind eingegangen: Für den Bezalel: per J. N. F. Bureau for Amerika New York . . . K 10.— FABRIK- ANSICHT Ja± Im i läswfiHflsaijjj-j :\z 4; jftTi -Ofadlii 6 am IÜSIS&4 m tUixM _.... I |2gt4 WMaUGGitz 6 Oriental, latoaku. Inh.Hudo ZtetZ, Ci^areffervFabrfk Hoflieferant j.n.d. yeniidze,Dresden Kdm&v.fcCh$en.

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