Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 16 (1912)
- Issue
- 49 (6.12.1912)
- Date
- 1912-12-06
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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I u 1538 DIE ELT Nr. 49 Kleine Nachrichten Der Niedergang des Frühregens hat in letzter Zeit in ausgiebiger Weise angehalten. Dank den unermüdlichen Bemühungen des Dr. Rosenstein sind wir jetzt auch jederzeit über das Quantum des Regens informiert. So war in K a s t i n i e , einer unserer südlichsten Kolonien, bereits 143 mm Regen zu verzeichnen, was ein Drittel des dort überhaupt üblichen Regenmaßes ausmacht. Für die kommende Ernte eröffnet sich somit eine günstige Perspektive. ln letzter Zeit ist hier eine kleine jüdische Reisegesellschaft eingetroffen, unter deren Mitgliedern sich auch Rabbiner G run ewald - Wien und Rabbiner Fischer- Budapest befinden. Herr G old b erg, Direktor des „Bezalel“, ist von seiner Europareise zurückgekehrt. S. J. A g n o n , einer unserer begabtesten hebräischen Novellisten, der mehrere Jahre in Palästina lebte, ist zu längerem Aufenthalt nach Berlin abgereist. Bei Beirut und bei Jaffa steht je ein englisches Kriegsschiff, bei Haifa ein deutsches. Das Jaffaer Kriegsschiff ist am 16. November vorläufig nach einem anderen Hafen gegangen. Am 17. November fand in Jaffa eine G o r d o n f e i e r statt, aus Anlaß des 20 jährigen Todestages dieses hebräischen Dichters. Die Feier sollte im Arbeiterklub abgehalten werden, wegen des zu großen Andranges und der Unzulänglichkeit der Klubräume mußte man sich jedoch in letzter Stunde in den Saal der Mädchenschule begeben. Ansprachen hielten: l )r. M c t m a n , A. S. R a b i n o \v i t z , F i c h m a n n , G u t - mann und H a r a r i. — Samstag abends sprach im Arbeiterklub J. R a b i n o w i t z - Pethach-Tikwah über das Thema : „Tun uns Ideale not?“ Der landwirtschaftliche Beirat des Palästina-Amtes, Dr. Zagorodsky, bereist in letzter Zeit die Kolonien, um ihnen mit seinem fachmännischen Rat beizustehen. In erster Reihe wird jetzt versucht, die Viehversicherung einzuführen, was in Pethach-Tikwah bereits mit Erfolg durchgefühlt ist. Der „landwirtschaftliche Verband in Galiläa“ hat beschlossen, in J i b n a e 1 (Jemma) eine meteorologische Station zu errichten. Samstag abends hielt Dr. L. Makler aus Rußland in Pethach-Tikwah einen Vortrag in hebräischer Sprache über „Ibsen und Hauptmann“. Schulwesen und Schrifttum In der Jerusalemer Mädchenschule der Alliance und dem dortigen Kindergarten gibt es jetzt ca. 500 Kinder. Im Kindergarten ist das Hebräische vorherrschend, ebenso wird dem Hebräischen, nach einer Meldung des ,,Haor“, auch in der Mädchenschule immer mehr Geltung verschafft. Die Leiterin der Schule ist Frau Dr. Levv, den Kindergarten leitet Frl. Falk, die früher in Saloniki als Kindergärtnerin tätig war. In Jaffa gibt es drei hebräische Kindergärten. Im abgelaufcnen Schuljahre sind aus den Gärten 127 Kinder en> lassen worden, und zwar 26 Knaben und 101 Mädchen. Von den Knaben besuchen 7 die Tachkemonischule, 5 das Gymnasium, 4 die Schule des Hilfsvereines, 2 die der Alliance, 2 ein Cheder, 3 verlassen Jaffa, 3 unbekannt. Von den Mädchen besuchen 81 die Mädchenschule, 1 das Gymnasium, 1 die christlich-italienische, 1 die christlich-französische Schule, 8 verlassen Jaffa, 9 unbekannt. In die Kindergärten wurden neu aufgenommen 93 Mädchen und bloß 41 Knaben. Das ist wohl darauf zurückzuführen, daß viele Eltern es vorziehen, die Knaben gleich ins Cheder oder in die Talmud-Thorah zu schicken. Der 18. Jahrgang des „Literarischen und praktischen Palästina-Alm anachs“ von A. M. Luncz für das Jahr 5673 ist soeben erschienen. Er bietet, wie alle seine Vorgänger, eine Fülle interessanten Stoffes zur Geschichte der seit einigen Jahrhunderten von neuem begonnenen Wiederbesiedlung Palästinas durch unser Volk. Am wertvollsten, weil auf gründlicher Sachkenntnis beruhend, ist der Aufsatz von Luncz selbst „Jerusalem in den letzten 40 Jahren“. Aber auch von den Mitarbeitern ist manche treffliche Arbeit beigesteuert worden. Der Turnverein „Makabi“ hat einige hebräische Marschlieder veröffentlicht. Schluß des redaktionellen Teiles Motorbremsung. Den Bremsraum, einer modernen. Motorenfabrik zeigt die folgende Abbildung. Ein Motor - in diesem Falle ein 4zyl. Bootsmotor — ist auf zwei Bremsschienen befestigt, die verstellbar sind und deshalb für Motoren beliebiger Breite passen. Der Motor treibt durch Riemen eine über ihm sitzende Dynamo an und diese speist die an der Wand des Raumes befestigten Glühlampen. Die erzielte Spannung und die Stromstärke lassen sich am Aperemeter und Voltmeter ahlesen und daraus die Pforde- Ein Bremsstand der Cudell-Motoren-Gesellschaft, Berlin stärken, die der Motor leistet, berechnen. Die Tourenzahl des Motors wird von dem rechts neben der Lampontafel montierten Tourenzähler abgelosen. Dieser wird direkt von dem Motor angetrieben und zeigt Tourenzahlen von 50 bis 1500 an. Der Brennstoff wird einer schmalen, langen Flasche entnommen, die man gleich über dem Motor sieht. Die Flasche ist abgemessen, und es lässt sich also genau feststellen, ob der geprüfte Motor normalen Verbrauch hat. oder ob dieser zu hoch ist und deshalb durch günstigere Einstellung verringert werden muss. Deutsches Fabrikat ti SToliWERCK „GOLD” K AKA O