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Die Welt · 1912-09-20 · 38 (20.9.1912) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
38 (20.9.1912)
Date
1912-09-20
Page
– (sequence 16)
Language
German
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1180 muß die erste Rate mindestens 50 Frcs. und die weiteren sollen mindestens 10 Frcs. betragen. Die Frist zur Vollzahlung eines Hauses wird bis Ende 1913 festgesetzt. Jedes voll eingezahlte Haus wird unter einer bestimmten Nummer in einem künstlerisch ausgestatteten Kataster eingetragen und das zu errichtende Haus in Palästina mit der gleichen Nummer versehen. Das Direktorium faßte ferner einen Beschluß, der gewiß unsere Gesinnungsgenossen mit Befriedigung erfüllen wird. Da sich nach der Berechnung von Architekten und sonstigen Sachverständigen ein Arbeiterhaus selbst aus Steinmaterial auf höchstens 700 Frcs. stellt, soll nun für den Rest der 1000 Frcs. 1—2 Dunam für Hof und Garten erworben und für jedes Haus zur Verfügung gestellt werden. Natürlich soll dies alles den Arbeitern nicht geschenkt werden, sondern sie sollen dem N,-h. solange eine Miete entrichten, bis der investierte Betrag zu angemessenen Bedingungen verzinst und amortisiert ist. Der Grund und Boden soll dauernd Eigentum des J. N.-F. bleiben. An unseren Gesinnungsgenossen und den Freunden des Nationalfonds ist es nun, diesen schönen Gedanken, der die jüdische Kolonisation im heiligen Lande um ein mächtiges Stück vorwärtsbringen wird, in möglichst großem Maßstabe verwirklichen zu helfen. Wir erwarten, daß jeder bewußte Jude seine Pflicht gegenüber unseren tapfern Pionieren, die ganz andere Opfer für unser Ziel bringen, erfüllen wird! 1) a s Hauptbureau des Jüdischen N a t i o n a 1 f o n d s. Mitteilung des Arbeitsbureaus des Palästina- Arbeiterfonds in Jaffa 1. Von Rosch-Haschana d. J. ab ist das in der Ueberschrift genannte Bureau in Jaffa eröffnet worden. Das Bureau erteilt alle nötigen Informationen, die sich auf die Einwanderung jüdischer Arbeiter nach Paliistina beziehen. Es wird ersucht, allen Anfragen Rückporto (10 Kop., 25 Heller, 20 Pf., 25 Centimes) beizulegen. Fanny Wolffsohn Aus Baden-Baden geht uns die Trauerkunde zu, daß Frau Fanny Wolffsohn, die Gattin David Wolffsohns, dort am Montag, den 16. September, gestorben ist. Bereits längere Zeit litt sie an einer schweren Herzkrankheit und befand sich seit zwei Monaten in Baden- Baden zum Gebrauch der Kur. Am Sonnabend, den 14. d. M. erlitt sie einen heftigen Herzanfall. Seitdem hielt die Schwäche an und führte am Montag das Ende herbei. Die Leiche wurde nach Köln übergeführt und dort am Donnerstag, den 19. d. M. auf dem Deutzer Friedhof beigesetzt. Frau Fanny Wolffsohn geb. Judel wurde am 14. September 1S59 in Run" (Bez. Gumbinnen) geboren. Am 14. September 1SS0 fand ihre Vermählung mit Herrn Wolffsohn statt. Vom Beginn der zionistischen Bewegung an folgte sie ihrem Gatten zu allen Kongressen und begleitete ihn 1907 auf seinen Reisen nach Südafrika und Palästina. Sie nahm an allen Vorgängen im Zionismus lebhaftesten Anteil und war insbesondere als Nr. 38 2. Das Arbeitsbureau teilt den Arbeitern, die nach Palastina auszuwandern gedenken, mit, daß die Hafenbehörden von Jaffa und Haifa von den Einwanderern einen vom türkischen Konsul visierten Auslandspaß verlangen. 3. Die Auswanderer, die lediglich einen Inlandspaß, Heimatschein, Legitimationsbuch usw. besitzen, müssen bei der Landung in Jaffa den Betrag von 9.50 Frcs. entrichten. Wir empfehlen, nach Möglichkeit wenigstens derartige Ausweispapiere mitzubringen. 4. Die über Odessa reisenden Arbeiter können beim Odessaer Komitee eine Landungskarte zum Preise von 3 Frcs. beziehen. In Wien sind solche Karten beim Palästina-lnformationsbureau (IX, Türkenstr. 9) erhältlich. Die Inhaber dieser Karten müssen für sich und ihr Gepäck keinerlei Landungsgebühr bezahlen. 5. Wir raten allen einwandernden Arbeitern, sich in Jaffa an Flerrn C h a i m - B a r u c Ii , der zu diesem Zwecke jedes ankommende Schiff besucht, um Rat und Auskunft zu wenden. Wir empfehlen den Einwanderern ferner, im Gasthof des genannten Herrn, dessen Betrieb vom Arbeitsbureau beaufsichtigt wird, abzusteigen. 6. Die Adresse unseres Arbeitsbureaus lautet: Efraim Blumenfeld, Jaffa. Der Waad der Kolonie Ncss-Zionah (Wadi-Chanin) sendet uns einen Aufruf, dem wir folgendes entnehmen: Der seit der Gründung der Kolonie als Synagoge dienende Raum hat sich im Laufe der Jahre als zu klein und auch sonst als ungeeignet erwiesen. Die Bewohnerschaft der Kolonie konnte jedoch bis vor kurzem gar nicht daran denken, aus eigenen Mitteln eine neue Synagoge zu erbauen, andererseits widerstrebte es ihr, zur Errichtung eines neuen Gotteshauses ausschließlich fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. In den letzten Jahren hat sich die Kolonie jedoch durch Zuzug neuer Ansiedler usw. bedeutend vergrößert, so daß der seit langer Zeit geplante Neubau endlich in Angriff genommen werden konnte. Zurzeit sind bei dem Bau 30 jüdische Arbeiter beschäftigt. Die materiellen Mittel der Kolonisten sind jedoch beschränkt und reichen zur Vollendung des Bauwerkes nicht hin. Der Waad der Kolonie wendet sich deshalb an die lalästinagesellschaften und einzelne Zionsfrennde mit der Bitte, das Werk durch Zuwendung von Spenden zu fördern und seinen baldigen Abschluß zu ermöglichen. Adresse für Geldsendungen: Anglo-Palestine Company, Jaffa, für Synagogenbaukomitee der Kolonie Ness-ZionaJi (Wadi-Chanin). ffoOOOOOC^ o o o o o o o o Ehrenvorsitzende des Verbandes jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina tätig. Wir sprechen Herrn Wolffsohn zu dem unersetzlichen Verlust, der ihn betroffen hat, unsere herzliche Anteilnahme aus. An dem Leichenbegängnisse nahmen zahlreiche Freunde des Wolffsohnschen Hauses teil. Das Actions- Comite war durch Herrn Dr. Schmarja Levin, die Zionistische Vereinigung für Deutschland durch Herrn Dr. Heymann vertreten. * * * Der Vorstand des Verbandes jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina, dessen Vorsitzende Frau Wolffsohn war, sendet uns folgende Würdigung der Persönlichkeit und des Wirkens der Verstorbenen: Soeben erreicht uns die tief traurige Nachricht vom Ableben unserer hochverehrten Vorsitzenden, Frau Fanny Wolffsohn. Seit langer Zeit verfolgten wir alle mit inniger Teilnahme den verhängnisvollen Gang ihres schweren Leidens, doch keiner konnte glauben, daß das Ende so nahe bevorstand. In den letzten Jahren, als wir alle um DIE30KELT AUS DER BEWEGUNG

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