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Die Welt · 1912-08-30 · 35 (30.8.1912) · page 23

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Journal
Die Welt
Volume
16 (1912)
Issue
35 (30.8.1912)
Date
1912-08-30
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Zur Frage der Büchsensammlungen Bekanntlich hat sich als das vorzüglichste Sammelmittel des Jüdischen Nationalfonds die Büchsensammlung bewährt, und es kann nicht eindringlich genug darauf hingewiesen werden, welch aussichtsreiche Betätigungsmöglichkeit den einzelnen Ländern und Städten auf diesem Gebiete noch verbleibt. Unser Streben muß deshalb dahingehen, zu erreichen, daß auf die Dauer kein jüdisches Haus mehr zu finden ist, in dem die Nationalfondsbüchse fehlt. Sind wir nur erst annähernd so weit fortgeschritten, so ist der Nationalfonds in die Lage versetzt, einen bedeutend größeren Teil der an ihn herantretenden Aufgaben zu erfüllen, als dies heute der Fall ist. Einstweilen lassen sich aber auch heute schon durch den Modus der Büchsensammlung unsere Einnahmen erheblich steigern. Wir halten es für ganz selbstverständlich, daß jeder Zionist unter Ausnutzung aller seiner persönlichen Beziehungen alljährlich mehrere neue Nationalfondsbüchsen in seinem Bekanntenkreise placiert. Die Einsicht von dem Werte einer planmäßigen Kolonisation Palästinas durch Juden ist heutzutage selbst in die Kreise eingedrungen, die dem zionistischen Programm in seinem ganzen Umfang noch teilweise ablehnend gegenüberstehen. Hier gilt es den Hebel anzusetzen. Die regelmäßige Leerung der Büchsen ist natürlich die dringendste^ Pflicht aller N%F.-Kommissäre, was wir nicht oft genug betonen können. Sodann aber ist eine exakte Quittierung der eingegangenen Büchsenspenden in den Ausweisorganen nicht nur für die Kontrolle des Hauptbureaus von der größten Wichtigkeit, sondern auch ein bemerkenswerter Stimulus für die künftigen Büchsenerträgnisse. Vielfach legen, wie aus uns zugegangenen Aeußerungen ersichtlich, die Büchseninhaber Wert darauf, daß der Ausweis die genaue Angabe des Zeitraums zwischen den beiden letzten Leerungen enthält; dies sollte allgemeine Gepflogenheit werden, denn dies Verfahren bietet erst die Unterlage zu vergleichender Beurteilung der Sammelerträgnisse. Die Nationalfondskommission in Chemnitz — ebenso wird auch in vielen Orten außerhalb Deutschlands verfahren — verschickt nach jeder Büchsensendung ein Zirkular nach folgendem Muster: Ergebnis der Büchsenleerung im Juli 1912. Von 83 untergebrachten Büchsen wurden 56 geleert. Die Gesamtsumme betrug 156,40 M. (gegen 146,19 M. der vorigen Leerung). Im Durchschnitt ergab eine Büchse 2,79 M. (gegen 2.81 M. der vorigen Leerung). Dazu kommt die Reisebüchse L. Schwarz mit 37,20 M. 2 Büchsen (dieselben der vorigen Leerung) waren leer. 3 Büchsen, die von Deutsch, Schwarzwald und Schwarzenberger enthielten über 10 M., die letztere den Höchstbetrag mit 18,11 M. In Ihrer Büchse waren . . . . M. Die nächste Büchsenleerung findet im Dezember statt. Nationalfondskommission Chemnitz I. A. : Fallenbaum. Dr. Sichel. * * * Ausgezeichnet bewrährt hat sich die vierteljährliche Ortsgruppen - Statistik der Landessammelstellen in den einzelnen Ausweisorganen. Denn sie spornt nicht nur die allgemeine Sammeltätigkeit aufs äußerste an, sondern bietet auch eine vorzügliche Kontrolle, indem sie deutlich zeigt, welche Nationalfondskommissäre ihre Pflicht erfüllt haben und welche derselben nicht nachgekommen sind, so daß eine Remedur eintreten müßte. Man darf sich von der allgemeinen Einführung dieser Tabellen nach den bisherigen Erfahrungen recht viel versprechen. SPENDENAÜSWEIS Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Kroatien, Slavonien und Bosnien: (Adresse: Frau Clara Barmaper, Wien III, Weißgärberlände S.) — Publikationsorgan, „Zidovska Srnotra", Agram.) Vom 15. Juni bis 26. Juli d. J. eingegangen und in Nr. 12 der „Zidovska Smotra" detailliert ausgewiesen: Aus Kroatien, Slavonien und Dalmatien: Allgemeine Spenden............ Kr. 90 — Selbst besteuerung............. „ 23.— Kinder-Sammelbogen............ „ 110.30 Sammelbüchsen.............. „ 18.27 Goldenes Buch (Teilzahlungen)........ „ 5.— Telegrammformulare............ „ 2^50 Summe Kr. 294.07 M 210.45 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Oesterreich: (Adresse: Wien IX, Türkenstraße 9. — Publikationsorgan: „Jüdische Zeitung", Wien.) Vom 29. Juli bis 6. August d. J. eingegangen und in Nr. 32 der „Jüdischen Zeitung" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden............. Kr. 945.29 Selbstbesteuerung..............„ 30.90 Samrnelbogen...............„ 353.58 Sammelbüchsen..............., 801.71 Oelbaumspende..............„ 640.76 Landspenden...............„ 320.— D. u. F .Wolffsohn-Stiftung.......... . 1.— Summe Kr. 3153.24 JC 2664.49 Sammelstelle des Jüdischen Nationalfonds für Nordamerika: (Adresse: Jewish National Fund Bureau for America, 165 E. Broadway, New York. — Publikationsorgan: „Dos Yiddische Folk.") Vom 26. Juli bis 2. August d. J. eingegangen und in Nr. 23 von „Dos Yiddische Folk" detailliert ausgewiesen: Allgemeine Spenden...........Doli. 513.95 Sammelbüchsen............. „ 35.33 Goldenes Buch (Teilzahlungen!....... „ 10.20 Oelbaumspende............. „ 144.— Landspenden.............. „ 5.—■ N.-F.-Marken.............. „ 113.39 Telegrammformulare........... „ 0.20 Summe Doli. 822.07 JL 3428.03 Russland: Aus Bosnien und Herzegowina: Allgemeine Spenden: __ c , w qi oo Druskeniki: (durch Joffe Grodno): ges. am 9. Ab sÄ™?"6 SP K?a durch die Herren Kabzewski, Segall, Schapiro, Sebstbesteuerung............., 14.- Rosenthal und Spund und Frl. Olkenizki, Frenke! Kinder-Sammelbogen............„ 3.40 und Schestakowski: M. A. Jaffe, Poliak, Ch. aus Sammelbüchsen . ...........„ 32.92 Luzk N N ä Rb, , pomeranz aus Pruschani, Goldenes Buch (Teilzahlungen)........__,__U- Wein'stein aus Bendin, Eisenberg aus Warschau; Summe Kr. 83 54 JL 70.69 Wolowelski aus Pinsk, Achwoles, Schacherowitz

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