Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 16 (1912)
- Issue
- 35 (30.8.1912)
- Date
- 1912-08-30
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3315709-3316514-3316549--56414-3350292- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 35 DIE ELT 1075 fluchwürdiges, gefährliches Privilegium ist, das schrecklichen Schaden bringt? O, wie gut wäre das, wenn auch wir einmal unrecht hätten und nicht immer recht, wenn einmal auch die Welt gegen uns als Anklägerin aufträte, und wir es nötig hätten, um Verzeihung zu bitten, und uns schuldig fühlten! Sie sind ganz im Kampf aufgegangen. Sie atmen nur Kampfeslust, Rauch und Pulver! Nichts als Rauch und Pulver. Aber ich bin ein Freund des Friedens, und sehe, daß uns das erwähnte Privilegium geistig ärmer gemacht hat. Oft scheint es mir, daß wir nur deshalb so wenig brauchen, weil wir ja ohnehin die Gerechten sind. Was verlangt man denn von Waisenkindern? Und wir irren ja über die Welt hin als Waisenkinder, als arme, verlassene Waisenkinder... Und hier ist die Quelle meines Pessimismus. Denn einerseits schreckt mich das, was Sie begeistert: dieser Kriegszustand. Und andererseits verstehe ich, daß dieser Zustand beinahe eine Ewigkeitssache ist. Und so würde ich für einige schöne Täler und Berge, für eine gewisse Anzahl von Quadratkilometern Grund und Boden, mit welchen wir verknüpft wären, gerne einige gute Positionen hingeben. Nun kann man ja fragen, was für einen Sinn es habe, eine gewisse Anzahl von Quadratkilometern zu lieben. Aber Sie sehen ja doch, daß die besten, die größten Werke des Menschengeistes der Liebe zu diesen paar Quadratkilometern, zum Vaterlande gewidmet sind. Nach Ihrer Meinung führen wir Krieg, haben wir in den verschiedenen Ländern Wohnungen, Zentren, oder wie Sie das nennen, Nester. Aber ich frage Sie: Wo ist das Heim, ein Heim, nicht bloß eine Wohnung?" „Es gibt ein solches Heim!" fiel nun einer aus der Gruppe ein, der bis dahin keinen Anteil an der Debatte genommen hatte. „Sie wissen sehr gut, daß es ein solches Heim gibt. Aber, entschuldigen Sie, ich weiß wirklich nicht, warum wir uns gegenüber Palästina so ganz ähnlich wie gegen Veteranen verhalten, die man nicht mehr braucht. Sowie die Rede auf Palästina kommt, verbeugen Sie sich alle, machen endlose Komplimente und Reverenzen. Aber von der realen Kraft, die es darstellt, wollen Sie nicht sprechen. Wenn Sie so gut sein wollen, mir zuzuhören, will ich den Fehler gut machen und über Palästina das sagen, was ich darüber weiß und dafür fühle. Ich bin kein Dialektiker, kein Aufsteller von Paradoxen, sondern nur ein einfacher Zionist, in dem das Empfinden für die von Ihnen gewünschten paar Quadratkilometer lebt, und der so einige schöne Täler und so einige schöne Berge kennt. Dodi nicht für heute erbitte ich das Wort — heute ist es sdion zu spät. Ich möchte Sie vielmehr bitten, morgen zu mir zu komnien. Ich wohne in der Villa dort auf dem Hügel, neben dem Hause des Pastors, Auf Wiedersehen, meine Herren! Auf Wiedersehen!" (Schluß folgt.) Schemarjah Gorelik. Schluß des redaktionellen Teiles Bei dem Unterzeichneten gingen ein: Durch Herrn Markus Buchbinder und Herrn Dr. Kalmann Salzmann in Rzeszow: Jakob Birmann, Roman Sommer, Dr. Kalmann Salzmann, Eliasz Wang, David Häuser, Chaim Wolf Bau, Gebrüder Horowitz, Mendel Fürst, Abraham Geschwind, Roman Schiff, Leon Chaim, Markus Buchbinder, Salomon Kohn, Dr. Oscar Krengel, Moses Hochmann, Frau Golde Rubel, Frau Dr. Anna Winnemann, Frau Dr. B. Herzhaft, Frau Ette Goldreich-Fink, Frau Goldzia Birmann, Frau Mirjam Kanner, Frau Rebeka Großniann, Frau L. Haar, Frau Karoline Heublum, Frau Fani Horowitz, Frau Jetti Kohn, Frau Amalie Wolf, Frl. Rozia Goldreich, Frl. Leonore Oehlbaum, Frl. Elise Früh mann, Frl. Leonore Enker, je Kr. 5,—, Frau Anna Kohane Kr. 6,—, Hermann Lubasch, Markus Schiff je Kr. 2,—, Hermann Goldberg Kr. 1,—. Durch Herrn William B. Greenburg, Dallas (Sammlung der Frau Pevsner) Doli. 303,25. Durch Herrn A. Schapiro, Kopys: A. Schapiro, J. Eliasch, J. Pesselnik je Rbl. 5,—, M. Rabinowitz aus Kiew Rbl. 4,—, E. Alperowitz, M. Schalit je Rbl. 3,- S. Lifschitz, L. Schabschin, M. Gerzow, S. Hodin, S. Kotok, J. Schabschin, M. Berlin, A. Maso, L. Dolgin, L. Mahin, Dr. L. Pollak, M. Mahin je Rbl. 2,—, S. Joffe, N. Cheifez, J. Rabinowitz, B. Amanuel, Sch. Wiasker, M. Stambler je Rbl. 1,—. Durch S. Green herg, Austin (Texas) Nelson Davis 25.—, Sam. Greenberg 10.—, S. Silverman, Jacob Stern, Joe je 5.—, zusammen 8 55.—. G o i t e i n, Mannheim: N. N. S Koen, Dr. David Rosenbaum Durch Frau Dr. Ida AI. 10.—. Durch Dr. M. Pevsner, Smolensk: A. Schmeerson je Rbl. 3.—, Dr. M. Pevsner Rbl. 25.—, zusammen Rbl. 44.—. Von Herrn Baron Edmund Frcs. 5000. Von Frau Baronesse Edmund Frcs. 5000. Durch Herrn Lew K a h a n, Mohilewr: Moses Brahinskv Rbl. 1.—, D. B. Levvitin, Baruch, Schislin, Deiw, Wclikowsky je Rbl. 2.—, Adv. B. J. Gissin, Lew Kahan je Rbl. 5.—. Durch H a r r v F r a m, Los Angeles (Sammlung der Frau Pevsner) Dollar "107.—. Bertrand Hamburg, Schatzmeister des Vereins „Bezalel". Israeltan, M. Selckin, 10.—, N. Schwartz Rothschild Rothschild Die in Nr. 34 Nationalbibliothek in dem J(, 214.80. Berichtigung, ausgewiesene Spende Jerusalem aus Baku für die beträft nicht JL 214.- , son- DAS GOLUSBILD. ROSCH-HASCHONOH. Von diesem Meisterwerk S. Hirszenbergs haben wir neue Reproduktionen anfertigen lassen, una zwar Photographien, die auf wirksamem braunem Passepartout M. 5.50 kosten Schöner Wandschmuck auch ohne Rahmen. — Porto 50 Pf. Zum herannahenden Feste empfehlen wir: 1. Machsorim, mit und ohne Uebersetzung; 2. Glückwunschkarten mit Ansichten von Palästina, mit Künstler- und Zionistenporträts. JÜDISCHER VERLAG BERLIN W15, Sächsische Strasse 8 KONFITÜREN S-i PACKUNG für Pralines, Katzenzungen, Mokkabohnen Ueberau zu haben SCHOKOLADEN M— N —V Milch Nu83 Vanille Die Drei Neuen Edelsohokoladen BERLIN Dresden 1911: Kgl. Säche. Staatspreis